Um unsere Reduktionsziele zu erreichen, setzen wir konkrete Maßnahmen im Unternehmen und entlang unserer Lieferketten um.
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Mit der Initiative „Gemeinsam für mehr Klimaschutz“ unterstützen wir Eigenmarken-Lieferanten bei der Definition von Klimazielen nach SBTi und der Umsetzung von Reduktionsmaßnahmen. Seit 2025 bitten wir alle Eigenmarken-Lieferanten, ein SBTi-Commitment abzugeben. Ab 2026 wird dieses als ein Auswahlkriterium in unserer Beschaffung berücksichtigt. Im Rahmen einer Online-Schulung haben wir die Schritte von einem SBTi-Commitment bis zur Validierung erläutert. Ende 2025 hatten bereits 226 Lieferanten (die für 52,3 Prozent der produktbezogenen Eigenmarkenmissionen verantwortlich sind) ein SBTi-Commitment abgegeben oder eine SBTi-Validierung erreicht.
2025 haben wir unseren Eigenmarken-Lieferanten mit dem „Förderprogramm Klimaschutz“ unter dem Dach des Kompetenzzentrums Landwirtschaft erneut eine Kofinanzierung für Projekte zur THG-Emissionsreduktion in der Lieferkette angeboten und mit etwa 50 Eigenmarken-Lieferanten Dialoge zum Thema Klimaschutz geführt.
Wir bauen unsere veganen Eigenmarkensortimente, bei deren Herstellung zu vergleichbaren tierischen Produkten Emissionseffekte entstehen1, stetig aus (siehe auch Fokusthema Ernährung und Proteinstrategie).
Auf Unternehmensebene2 reduzieren wir u. a. bis 2030 unseren Verbrauch fossiler Brennstoffe inklusive Fernwärme um 20 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2019 (siehe Kapitel Ziele und KPI). In der Logistik haben wir 2025 in der Marktbelieferung weiter den Einsatz von Lkw mit Elektro- und Wasserstoffantrieb getestet.
Für entwaldungs- und umwandlungsfreie Sojafuttermittel-Lieferketten setzen wir auf anerkannte Zertifizierungen oder risikoarme Herkünfte.3 Zudem engagieren wir uns in Initiativen wie QS-Sojaplus und der Donau Soja Protein-Partnerschaft und tragen damit zur Stärkung von Soja europäischer Herkunft bei, um Emissionen aus Landnutzungsänderungen zu reduzieren.
Bei BILLA in Österreich wurde 2025 ein Pilotprojekt zur Anwendung eines internen CO2-Preises durchgeführt. Dieser wurde als Schattenpreis für die Bewertung von logistik- und energiebezogenen Investitionsprojekten genutzt. Der interne CO2-Preis hilft, zukünftige externe CO2-Kosten zu antizipieren und Emissionsreduktionen kostensparend zu steuern.
Die DERTOUR GROUP ist Gründungsmitglied von KlimaLink e. V. mit dem Ziel, die Klimawirkung von Reisen am Produkt (Klimafußabdruck) durch einen branchenweiten Standard auszuweisen. Dieser ist für Flüge im stationären Reisevertrieb bereits sichtbar. Ab 2026 werden die Hotel- und Pauschalemissionen extern ausgewiesen. Seit 2025 weist die DERTOUR GROUP die CO2e-Emissionen aus, die eine Reise verursacht. Zudem unterhält die DERTOUR Group eine strategische Partnerschaft mit der Lufthansa Group und bietet dadurch klimaschonendere Flugreisen durch den Einsatz von Sustainable Aviation Fuels (SAF) an. Bereits seit 2015 werden im Rahmen der Mitgliedschaft bei der Nachhaltigkeitsinitiative der deutschsprachigen Reisebranche Futouris e. V. Projekte zu klimabewusstem Reisen durchgeführt.
Durch eigene Initiativen oder Projekte mit Partnern wie dem NABU setzen wir Projekte zum Klimaschutz und der Dekarbonisierung um. Zudem verbinden wir unsere Finanzierungs- mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie.
Seit Ende 2025 gestalten wir unsere Lieferketten entwaldungs- und umwandlungsfrei. Unsere Ziele, die primären Risikorohstoffe4 zertifiziert oder aus risikoarmen Herkünften zu beziehen, sind erfüllt oder nahezu erfüllt (siehe Kapitel Ziele- und KPI). Wir streben an, den Anteil unserer physischen Lieferketten in Zukunft weiter auszubauen.
2025 haben REWE und PENNY in Deutschland ihre Emissionen weiter reduziert: um 16,6 Prozent bei Scope 1 und 2 sowie mit ersten Fortschritten bei Scope 3. Diese Entwicklung ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass wir 2023 als erster deutscher Lebensmitteleinzelhändler einen sogenannten Sustainability-Linked Bond von 900 Mio. Euro am Kapitalmarkt emittiert haben. Dessen Konditionen sind direkt an die Erreichung unserer Klimaziele für REWE und PENNY in Deutschland geknüpft. Im Juli 2025 ist hierzu der zweite Progress Report erschienen.
In Deutschland und Österreich haben wir zwischen 2006 und 2021 auf Unternehmensebene unsere auf die Verkaufsflächen bezogenen THG-Emissionen mehr als halbiert.
Seit 2022 unterstützt REWE in Deutschland für fünf Jahre mit jährlich mindestens fünf Mio. Euro den NABU-Klimafonds. Bis Ende 2025 konnten in sieben europäischen Ländern (2024: sechs) knapp 4.515 Hektar Moorfläche (2024: 4.000) für die Wiedervernässung gesichert und damit 875.000 t CO2e eingespart werden. Aktuell läuft unter anderem Europas größtes Moor-Renaturierungsprojekt für ehemals landwirtschaftlich genutzte Flächen im Ahlen-Falkenberger Moor im Landkreis Cuxhaven. Mehr dazu auch im Fokusthema Nachhaltiger Konsum und Biodiversität.
Wir haben Anfang 2025 unser gesamtes Erdensortiment5 auf torffreie Alternativen umgestellt, REWE und PENNY haben dieses Ziel bereits 2024 erreicht.
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Seit 2008 sind in Deutschland 523 Märkte (2024: 448) nach den Green-Building-Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen entstanden, 178 (2024: 183) befinden sich in Bau oder Planung. Darüber hinaus gibt es inzwischen 11 (2024: 11) Lagerstandorte dieser Art, acht weitere sind in Planung oder Bau. Bei toom Baumarkt gibt es 22 Green Buildings (2024: 18). In Österreich hatten zudem 50 BILLA-Filialen Ende 2025 eine Greenpass-Zertifizierung für ihre klimaresiliente Bauweise. Bis Ende 2026 sollen 20 weitere dazu kommen.
Gemeinsam mit der Molkerei Berchtesgadener Land unterstützen wir bei PENNY mit dem Projekt Zukunftsbauer Landwirt:innen dabei, ihre Höfe klimafreundlicher zu gestalten. Für jedes verkaufte Zukunftsbauer-Produkt fließt ein Beitrag in den Fördertopf. Zwischen 2021 und 2025 kamen so rund 2,6 Mio. Euro zusammen. Es konnten bereits knapp 700 Maßnahmen zur Energieerzeugung, -speicherung und -einsparung auf familiengeführten Bauernhöfen im Alpenraum umgesetzt werden.
Seit 2008 nutzen wir zertifizierten Grünstrom in unseren Märkten, Baumärkten, Lagern und Reisebüros in Deutschland und Österreich. Als erster Lebensmittelhändler6 in Deutschland haben wir ein langjähriges Power Purchase Agreement für einen Offshore-Windpark abgeschlossen. Ab 2026 können somit 1.500 Märkte in Deutschland und Österreich mit Strom aus dem Windpark Borkum Riffgrund 3 versorgt werden.