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GRI 207

Steuern

Als international tätiger Konzern trägt die REWE Group eine besondere Verantwortung für ihr Handeln. Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass steuerliche Compliance ein wesentliches Fundament für das Allgemeinwohl, für freie Gesellschaften und freie Märkte ist.

GRI 207-1: Steuerkonzept
GRI 207-2: Tax Governance, Kontrolle und Risikomanagement
GRI 207-3: Einbeziehung von Stakeholdern und Management von steuerlichen Bedenken

Managementansatz

Verantwortlichkeit

Die Verantwortung für die Steuerung und Kontrolle von Steuerpositionen sowie der gruppenweiten Einhaltung der gesetzlichen und internen Regelungen liegt übergreifend beim Vorstand der REWE Group. Dieser hat die Pro-Data GmbH Steuerberatungs­gesellschaft mandatiert, ganzheitlich die steuerliche Compliance in der REWE Group sicherzustellen. Die Leitung Steuern Konzern informiert die/den Chief Financial Officer (CFO) der REWE Group regelmäßig über alle wesentlichen Steuerthemen und deren Auswirkungen auf die Finanzzahlen des Konzerns.

Grundsätze

Der Finanzvorstand der REWE Group und die Pro-Data GmbH Steuerberatungs­gesellschaft haben die „Richtlinie Tax Compliance“ herausgegeben, die vorrangig für alle deutschen Gesellschaften der REWE Group gilt. Zudem gibt es eine inhaltlich ähnliche, zweite Richtlinie, die im Wesentlichen für alle im Ausland ansässigen Gesellschaften gilt.

Mit ihrer konservativen Steuerstrategie, die gemeinschaftlich vom Vorstand der REWE-ZENTRALFINANZ eG und der Geschäftsführung der Pro-Data GmbH Steuerberatungs­gesellschaft erstellt wird, möchte die REWE Group eine einfache und steuereffiziente Struktur schaffen, die die Geschäftstätigkeit in allen Ländern ermöglicht. Das Unternehmen verfolgt die Strategie, seine steuerlichen Pflichten voll zu erfüllen, sich stets innerhalb des gesetzlichen Rahmens zu bewegen und aggressive Steuermodelle zu unterlassen. Insbesondere hat die REWE Group das Ziel, ihre Gewinne in den Ländern zu versteuern, in denen das entsprechende operative Geschäft ausgeübt wird, und beachtet dabei die lokalen Steuergesetze. Die REWE Group lehnt die künstliche Verlagerung von Gewinnen in sogenannte Steueroasen oder andere Niedrigsteuerländer – beispielsweise über Verrechnungspreismodelle (Transfer-Pricing-Modelle) – ab.

Ziel

Ziel der REWE Group ist es, die Belastung durch die Umsatzsteuer neutral zu halten und die Gewinnbesteuerung auf das gesetzlich zulässige Mindestmaß zu reduzieren. Darüber hinaus verpflichtet sich die REWE Group zu einer lückenlosen und fristgerechten Deklaration. Die Unternehmensgruppe strebt eine konstruktive und vertrauenswürdige Zusammenarbeit sowie eine offene und transparente Kommunikation mit den Finanzbehörden an.

Umsetzung

Um die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen sicherzustellen und das Risiko von Regelverstößen zu minimieren bzw. rechtzeitig zu erkennen, hat die REWE Group ein System implementiert, das die Regelkonformität des Steuermanagements sicherstellen soll (Tax Compliance Management System, TCMS). Das TCMS wird durch eine/n externe/n Auditor:in geprüft. Die/Der Auditor:in hat die Angemessenheit und Wirksamkeit des TCMS bestätigt.

Die/Der Tax Compliance Officer (TCO) verantwortet die Implementierung, Überwachung und Fortentwicklung des TCMS. Zur Überwachung dienen Prüfungen durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und die interne Revision sowie die Betriebsprüfung der Finanzämter und Meldungen der Steuerverantwortlichen oder weiteren Mitarbeiter:innen der REWE Group. Die/Der TCO analysiert die Meldungen und leitet bei Bedarf entsprechende Maßnahmen ein – mit dem Ziel, die Fehlerquellen künftig abzustellen oder den Fehler zu korrigieren. Zudem kann sie/er von den Zuständigen ein Monitoring zur Umsetzung der Maßnahmen einfordern.