Baumwolle

Baumwolle ist eine Naturfaser mit vielen positiven Eigenschaften: Sie ist hautfreundlich, weich, strapazierfähig und waschbar. Dies macht Baumwolle zu einem vielfältig einsetzbaren Rohstoff, vor allem für Textilien und Bekleidung.

Textilprodukte mit dem PRO PLANET-Label tragen den Zusatz „Für bessere soziale Bedingungen“ oder „Für mehr Umweltschutz“.

Diese Produkte sind aus Baumwolle gefertigt (Beispiele):

Handtücher

T-Shirt


Anbau

Hot Spot: Anbau

Herausforderungen bei der Gewinnung von Baumwolle

Umwelt

  • Wasserintensiver Anbau
  • Sehr hoher Einsatz von synthetischem Dünger sowie Pflanzenschutz- und Entlaubungsmitteln
  • Biodiversitätsverlust und Resistenzen durch den Einsatz gentechnisch veränderter Baumwolle

Sozial

  • Mangelnde Arbeitssicherheit
  • Gesundheitsgefährdung durch den Kontakt mit Pflanzenschutzmitteln
  • Geringe Löhne
  • Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen (Verbot von Gewerkschaften, Kinderarbeit)
  • Abhängigkeit und hohe Kosten für Saatgut durch den Einsatz gentechnisch veränderter Baumwolle

Stoffherstellung

Veredelung

Hot Spot: Veredelung

Herausforderungen bei der Veredelung von Baumwolle

Umwelt

  • Hoher Wasser- und Energieverbrauch, insbesondere durch Färbe- und Trocknungsprozesse
  • Wasserverschmutzung durch Chemikalieneinsatz (insbesondere beim Bleichen und Färben)

Sozial

  • Gesundheitsgefährdung durch Kontakt mit Chemikalien

Konfektion von Textilien

Hot Spot: Konfektion von Textilien

Herausforderungen bei der Konfektion von Textilien

Sozial

  • Geringe Löhne
  • Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen (Verbot von Gewerkschaften, Kinderarbeit, Sicherheit am Arbeitsplatz)

Transport

Markt

Die Lieferkette der Baumwolle

  1. Baumwolle wird hauptsächlich in China, Indien und den USA auf großen Plantagen angebaut. Sie wird entweder von Hand oder mit der Maschine gepflückt und in einem nächsten Arbeitsschritt entkernt (zum Hot Spot).
  2. Vom Baumwollanbau bis hin zur Näherei ist eine Vielzahl eigenständig handelnder Unternehmen involviert. Oft werden die einzelnen Schritte der Verarbeitung in unterschiedlichen Ländern durchgeführt. In der Spinnerei werden die Baumwollfasern zu Garn gesponnen. Dieses wird in der Weberei zu Stoffen verarbeitet (zum Hot Spot).
  3. In der Veredelung werden die Stoffe in sogenannten Nassproduktionsstätten unter Einsatz von Wasser und Chemikalien geblichen, gefärbt oder bedruckt.
  4. In der Konfektion wird der fertige Stoff zugeschnitten, zu einem Kleidungsstück vernäht und mit Etiketten versehen (zum Hot Spot).
  5. Danach erfolgt der Transport der Baumwolltextilien aus den überwiegend asiatischen Produktionsländern per Schiff nach Deutschland. Von den Logistikzentren werden sie in die Märkte der REWE Group verteilt.

China, Bangladesch und die Türkei sind die wichtigsten Importländer für Textilien und Bekleidung nach Deutschland.

Die größten Anbauländer nach Erntemengen in den Jahren 2020/21 (in 1.000 Baumwollballen)

95
Kleidungsstücke besitzt durchschnittlich jede:r Erwachsene in Deutschland.
391752
Tonnen
Textilabfall produzieren die Deutschen pro Jahr – und liegen damit auf Platz zwei hinter Italien mit 465.925 Tonnen pro Jahr.

Mehr als 10 Tonnen Wasser werden für die Baumwolle für eine Jeans benötigt.

60 Mio.
Menschen arbeiten weltweit in der Textilindustrie.
16 %
aller Insektizide werden in der Baumwollproduktion eingesetzt – mehr als für jede andere kultivierte Pflanze.

Alle nicht REWE Group-spezifischen Kennzahlen wurden aus allgemeinen Fachpublikationen entnommen.