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GRI FP1

Fokusrohstoffe – Food

Insbesondere in den Lieferkettenstufen des Rohstoffanbaus und der Verarbeitung gibt es ökologische Herausforderungen sowie ein erhöhtes Risiko der Missachtung von Arbeits- und Sozialstandards. Sie stehen daher im Fokus der Aktivitäten der REWE Group. Im Rahmen ihrer produktbezogenen Risikoanalyse hat die Unternehmensgruppe folgende kritische Rohstoffe im Food-Bereich ermittelt: Obst und Gemüse, darunter Risikokulturen wie beispielsweise Bananen, Fleisch und Milchprodukte einschließlich der Futtermittel für Tiere sowie Kaffee, Kakao, Säfte (ehemals Orangensaft), Tee, Palmöl und Fisch.

Diese kritischen Rohstoffe im Food-Bereich sind den drei Handlungsfeldern Mensch, Tier und Umwelt innerhalb der Strategie Grüne Produkte 2030 zugeordnet. Im Rahmen dieser Handlungsfelder entwickelt die REWE Group wirksame Maßnahmen, um die ökologischen und sozialen Auswirkungen zu reduzieren und zu verbessern – die Aktivitäten zu den Fokusrohstoffen im Food-Bereich spielen dabei eine besondere Rolle.

GRI FP1:

Anteil des Einkaufsvolumens, das in Übereinstimmung mit den Leitlinien des Unternehmens beschafft wurde

Die REWE Group arbeitet kontinuierlich daran, in ihren Lieferketten soziale und ökologische Faktoren sowie Aspekte des Tierwohls zu berücksichtigen. Dabei setzt die REWE Group auf international anerkannte Zertifizierungsstandards, arbeitet gemeinsam mit der Branche in Initiativen, setzt eigene Projekte auf und formuliert Anforderungen im Rahmen ihrer Leitlinien sowie im PRO PLANET-Prozess. Im Folgenden werden die Ansätze für die einzelnen kritischen Rohstoffe vorgestellt.

Obst und Gemüse

Von Lieferanten landwirtschaftlicher Primärprodukte im Obst- und Gemüsebereich verlangt die REWE Group seit 2013 in ihrem Rahmenvertrag, dass diese sich im Rahmen der jeweils geltenden nationalen Gesetzgebung zur Einhaltung der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) verpflichten. Dazu gehört auch die rechtmäßige Zahlung von mindestens dem geltenden gesetzlichen plus dem tariflichen oder vertraglich vereinbarten Lohn. Beide Anforderungen müssen von den Lieferanten belegt werden können. Sie stehen zudem in der Verantwortung, diese Anforderungen auch für ihre Zulieferer sicherzustellen. Alle Erzeuger von Obst- und Gemüseprodukten müssen entsprechend die Einhaltung der oben benannten Anforderungen in Form von externen Audits (zum Beispiel GLOBALG.A.P. Risk Assessment on Social Practice (GRASP), SA8000, Rainforest Alliance oder amfori BSCI) belegen. Dies wird im Rahmen des Social-Compliance- Monitorings risikobasiert überprüft.

Neben den sozialen Aspekten in der Obst- und Gemüseproduktion engagiert sich die REWE Group auch für die Minderung der ökologischen Auswirkungen. Dazu zählen die Förderung der Biodiversität durch spezifische Projekte, beispielsweise im Obst- und Gemüseanbau in Deutschland, Vorgaben zum Einsatz von Pestiziden und die enge Zusammenarbeit mit Standards wie GLOBALG.A.P., Rainforest Alliance oder Fairtrade.

Bananen und Ananas: Projekte in Mittelamerika

Beim Anbau von Bananen und Ananas können negative soziale und ökologische Auswirkungen in den Produktionsländern auftreten. Dazu zählen schlechte Arbeitsbedingungen auf den Obstplantagen, ein hoher Pestizideinsatz oder die Schädigung von Ökosystemen.

Aus diesem Grund engagiert sich die REWE Group seit 2008 für eine Verbesserung der ökologischen und sozialen Bedingungen im Bananen- und Ananas-Anbau in Mittelamerika. Über den REWE Group-Mittelamerikafonds – in der Vergangenheit auch Bananenfonds genannt – wurde von 2013 bis 2021 ein Projektvolumen von über fünf Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Der Fonds richtet sich an lokale Organisationen, die sich mit ihren Projektideen im Rahmen von Ausschreibungen für eine Förderung bewerben können. Er dient dazu, die Lebensbedingungen der Arbeiter:innen und ihrer Familien sowie die ökologische Situation der Bananen- und Ananasplantagen zu verbessern. Gleichzeitig sollen lokale Organisationen und Gemeinden in der Planung und Umsetzung von Projekten gestärkt werden. Die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ist für die Koordination der Projektanträge verantwortlich und kontrolliert die Umsetzung der Projekte vor Ort. Die Bewilligung der Fördergelder erfolgt durch einen Beirat aus Vertreter:innen der Lieferanten und der REWE Group.

Zudem setzt sich die REWE Group im Rahmen einer Arbeitsgruppe unter dem Dach der Initiative für nachhaltige Agrarlieferketten für existenzsichernde Löhne und Einkommen im Bananensektor ein. Mehr Informationen dazu finden Sie im Abschnitt Existenzsichernde Löhne und Einkommen.

Ergänzt wird das Engagement durch strenge Anforderungen an den Anbau. So müssen alle Erzeugerbetriebe für Bananen und Ananas, die in den Vertriebslinien der REWE Group in Deutschland angeboten werden, Bio-Standards erfüllen oder nach Rainforest Alliance zertifiziert sein. Zusätzlich tragen die Bananen und Ananas der Eigenmarke REWE Beste Wahl, die Ananas bei PENNY sowie die Chiquita-Bananen das PRO PLANET-Label der REWE Group. PENNY verkauft zudem Fairtrade-Bio-Bananen.

Mithilfe eines QR-Codes können die Kund:innen die REWE Beste Wahl Bananen und Ananas und die Fairtrade-Biohelden-Bananen sowie die Ananas von PENNY bis zum Erzeugerbetrieb zurückverfolgen (für mehr Informationen siehe Abschnitt Nachhaltigen Konsum fördern).

Anteile der konventionellen Bananen und Ananas aus Rainforest Alliance-zertifiziertem Anbau

2019 2020 2021 Status
Bananen bei REWE und PENNY in Deutschland 100 % 100 % 100 %
Ananas bei REWE und PENNY in Deutschland 100 % 100 % 100 %
In Umsetzung
Ziel erreicht
Liegt nicht vor
Ziel nicht erreicht

Palmöl

Zunehmender Palmölanbau führt zu einem Verlust von Torf- und Regenwäldern. Dadurch wird der lokalen Bevölkerung häufig die Lebensgrundlage entzogen und Lebensräume für wertvolle Tier- und Pflanzenarten gehen verloren. Zudem werden durch die Rodung der Regenwälder große Mengen CO2 freigesetzt.

Vor diesem Hintergrund hat die REWE Group im Juli 2021 mit ihrer neuen Leitlinie für Palmöl- und Palmkernölerzeugnisse das Ziel formuliert, für sämtliche palm(kern)ölhaltigen Eigenmarken, die in Deutschland und Österreich vertrieben werden, ausschließlich Palmöl aus nachhaltigerer Produktion zu verwenden. Um dies zu gewährleisten, baut das Unternehmen vornehmlich auf den Zertifizierungsstandard des Runden Tisches für nachhaltiges Palmöl (Roundtable on Sustainable Palm Oil, RSPO), bei dem es seit 2011 Mitglied ist. REWE und PENNY in Deutschland setzen bereits seit 2013 zu 100 Prozent zertifiziertes Palmöl ein. Auch die Vertriebslinie Lekkerland verwendet mindestens seit dem Zusammenschluss mit der REWE Group 2020 ausschließlich zertifiziertes Palmöl in ihren Eigenmarken. Die REWE Group in Österreich bezieht seit 2013 ebenfalls ausschließlich zertifiziertes Palmöl und verzichtet zudem bei der Marke Ja! Natürlich seit 2018 gänzlich auf Palmöl.

Anteile der Eigenmarkenprodukte mit zertifizierten Palm(kern)ölerzeugnissen

2019 2020 2021 Status
RSPO-zertifiziertes Palm(kern)öl in Eigenmarkenprodukten bei REWE und PENNY in Deutschland 100 % 100 % 100 %
RSPO-zertifiziertes Palm(kern)öl in Eigenmarkenprodukten (Österreich) 100 % 100 % 100 %
RSPO-zertifiziertes Palm(kern)öl in Eigenmarkenprodukten (Lekkerland) 1 100 % 100 %
In Umsetzung
Ziel erreicht
Liegt nicht vor
Ziel nicht erreicht
1
Für das Jahr 2019 liegen keine Daten vor.

Die Ziele der REWE Group-Leitlinie sind auch Teil einer Selbstverpflichtung, die die REWE Group als Mitglied des Forums Nachhaltiges Palmöl (FONAP) 2015 unterzeichnet hat. Die Mitglieder des FONAP haben sich verpflichtet, ausschließlich nachhaltig zertifiziertes Palmöl, Palmkernöl sowie deren Derivate und Fraktionen in ihren Produkten zu verwenden. Mit den ambitionierten Zielen der Selbstverpflichtung soll die Rückverfolgbarkeit des verwendeten Palmöls unter der Einhaltung definierter Zusatzkriterien langfristig sichergestellt werden. Dazu gehört auch, Palmöl über das anspruchsvolle Handelsmodell Segregation zu beziehen, bei dem RSPO-zertifizierte Ware entlang der gesamten Lieferkette durchgängig von nicht zertifizierter Ware getrennt wird. Unter der Berücksichtigung der individuellen Zielsetzung je Palm(kern)ölerzeugnis erzielten REWE und PENNY in Deutschland 2021 mit allen Eigenmarkenprodukten einen Gesamterfüllungsgrad von 99 Prozent. Die beiden Vertriebslinien arbeiten gemeinsam mit ihren Lieferanten daran, das letzte Prozent zur Vervollständigung der ambitionierten Ziele der Selbstverpflichtung zu erreichen. Die Anforderungen sind insbesondere für kleinere Lieferanten mit komplexen Lieferkettenstrukturen eine Herausforderung. Einzelne Lieferanten konnten zum Beispiel die Umstellung auf das Handelsmodell Segregation erst sukzessive umsetzen, da die Etablierung separater Warenströme sehr aufwendig ist. Dies gilt insbesondere, wenn ein Lieferant nur eine kleine Menge seiner Gesamtproduktion umstellt. Auch bei der REWE Group in Österreich ist jegliches in den Eigenmarkenprodukten verwendete Palmöl und Palmkernöl RSPO-zertifiziert und wird bis auf wenige Ausnahmen über das Handelsmodell Segregation eingekauft.

Von 2018 bis 2021 unterstützte die REWE Group ein Kooperationsprojekt zwischen dem FONAP und der malaysischen Nichtregierungsorganisation WildAsia, um die Transparenz in der Palmöl-Lieferkette zu stärken. In der ersten Projektphase haben ausgewählte Kleinbäuer:innen in der Region Perak/Westmalaysia die Anwendbarkeit von FONAP-Zusatzkriterien getestet. Dazu zählte beispielsweise der Verzicht auf die Nutzung hochgefährlicher Pestizide oder die Umsetzung strenger Reduktionsziele für Treibhausgase. Auf diese Weise konnten sie ein besseres Verständnis für die Bedeutung von Biodiversität entwickeln und zeigen, dass eine organische Produktion ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln möglich ist – und sogar höhere Erträge bringen kann. Im Rahmen der zweiten Projektphase wurden die Kleinbäuer:innen im Zeitraum von Ende 2019 bis März 2021 dabei unterstützt, ihre Ware nachzuverfolgen. Eine App zeichnet die Transaktionen von zertifizierten Kleinproduzenten und Palmölhändlern auf. Die Rückverfolgbarkeit von zertifiziertem Palmöl wird so lückenlos darstellbar. Auf diese Weise soll den Kleinbäuer:innen ein verbesserter Zugang zum Markt ermöglicht werden – denn Transparenz in der Lieferkette ist eine zunehmend wichtige Anforderung beim Verkauf des Rohstoffs.

Kakao

Ein Großteil der weltweiten Rohkakaoproduktion stammt aus Westafrika und findet in erster Linie in kleinbäuerlichen Familienbetrieben statt. Die Kakaobäuer:innen haben dort mit schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen zu kämpfen und leben mit ihren Familien oft unterhalb der Armutsgrenze. In der Folge fehlen notwendige Investitionsmittel, zudem herrschen häufig schlechte Arbeitsbedingungen vor. Dies führt bis hin zu ausbeuterischen Formen der Kinderarbeit (für mehr Informationen siehe Abschnitt Kinder- und Zwangsarbeit).

In ihrer Leitlinie für Kakaoerzeugnisse hat die REWE Group das Ziel formuliert, bis Ende 2015 sämtliche Rohkakaomengen für ihre Eigenmarken aus nachhaltigeren Erzeugerstrukturen zu beziehen – sichergestellt durch die Verwendung der Standards Fairtrade, Fairtrade Sourcing Program und Rainforest Alliance. Bis zum Ende des Berichtsjahres 2021 wurden für die Eigenmarken von REWE und PENNY 99 Prozent zertifizierter Rohkakao verwendet. Bei dem fehlenden Prozent handelt es sich größtenteils um Lieferanten, die Kleinstmengen von Kakao verarbeiten, da diese häufig Schwierigkeiten haben, zertifizierten Kakao zu beziehen. Damit konnte die REWE Group ihr ergänzendes Ziel, die Lücke zum 100-Prozent-Ziel bis Ende 2020 bei den REWE- und PENNY-Eigenmarken in Deutschland zu schließen, vorerst nicht erreichen. Die REWE Group arbeitet weiter daran. Bei der REWE Group in Österreich war 2021 die gesamte Rohkakaomenge für die Eigenmarken zertifiziert. Um im Kakaosektor dauerhaft zu einer Verbesserung der lokalen Lebensbedingungen beizutragen, hat sich die REWE Group 2018 ein weiteres Ziel gesetzt: die vollständige Umstellung der Schokoladenartikel sowie Instantkakao, Nuss-Nougat-Brotaufstriche und Süßgebäck der Eigenmarken sowie aller Bio-Eigenmarken mit Kakaobestandteilen bei REWE und PENNY in Deutschland auf Fairtrade bzw. das Fairtrade-Kakaoprogramm bis Ende 2020. Dieses Ziel wurde erreicht.

Anteile des zertifizierten Kakaos in Eigenmarkenprodukten

2019 2020 2021 Status
Zertifizierte kakaohaltige Eigenmarkenprodukte bei REWE und PENNY in Deutschland nach Fairtrade, Fairtrade Sourcing Program und Rainforest Alliance 99 % 98 % 99 %
Zertifizierte kakaohaltige Eigenmarkenprodukte in Österreich nach Fairtrade, Fairtrade Sourcing Program und Rainforest Alliance 100 % 100 % 100 %
Fairtrade-zertifizierte Schokoladenartikel und Süßgebäck1 der Eigenmarken bei REWE und PENNY in Deutschland 65 % 100 % 100 %
In Umsetzung
Ziel erreicht
Liegt nicht vor
Ziel nicht erreicht
1
Diese Artikel umfassen die Warengruppen Schokoladentafeln, Schokoriegel, Pralinen, Oster- und Weihnachtssüßwaren. Nuss-Nougat-Brotaufstriche und Instantkakao können nicht automatisiert im Rahmen dieser Erhebung ermittelt werden, weshalb diese Artikel nicht in den Reporting-Geltungsbereich fallen.

In Kooperation mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie Fairtrade startete die REWE Group ein Projekt für existenzsichernde Einkommen im Kakaosektor: Die Fairtrade-Tafelschokoladen aus diesem Projekt wurden bei REWE und PENNY ab Mitte 2021 verkauft. Die Kakaobohnen für die Kakaomasse, aus denen diese Schokoladen hergestellt sind, lassen sich komplett physisch zurückverfolgen (für mehr Informationen siehe Abschnitt Existenzsichernde Löhne und Einkommen).

Bedingungen verbessern: Forum Nachhaltiger Kakao

Als Gründungsmitglied der Multi-Stakeholder-Initiative Forum Nachhaltiger Kakao unterstützt die REWE Group seit 2012 zusammen mit anderen Unternehmen das Projekt PRO-PLANTEURS. Das in Kooperation mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) durchgeführte Kakao-Projekt in der Republik Côte d’Ivoire verfolgt das Ziel, kakaoproduzierende Familienbetriebe und ihre Kooperativen zu professionalisieren. Insbesondere Frauen sollen die Möglichkeit erhalten, ihr eigenes Einkommen zu optimieren und eine bessere Nahrungsgrundlage für ihre Familien zu schaffen. Auch soll der Kakaoanbau für junge Kakaobäuer:innen wieder attraktiver werden. Eine Einkommenssteigerung und ausgewogenere Ernährung zielen darauf ab, die Lebenssituation der Familien vor Ort zu verbessern. In der ersten Phase des Projekts von 2015 bis 2020 konnten beispielsweise 76 ländliche Berater:innen ausgebildet und 18.000 Kakaobäuer:innen in guter landwirtschaftlicher Praxis geschult werden. Nach erfolgreichem Abschluss der ersten Phase ist PRO-PLANTEURS 2020 in eine fünfjährige Folgephase übergegangen. Über die gesamte Projektdauer sollen die Lebensbedingungen von 30.000 Kakaobauernfamilien verbessert werden.

Säfte (ehemals Orangensaft)

Viele der in Säften verarbeiteten Früchte und Saftprodukte stammen aus den tropischen und subtropischen Regionen. Dort, aber auch in Europa beeinträchtigen der Anbau in Monokulturen, Rodungen für die Plantagen sowie ein hoher Einsatz von Energie, Pestiziden und Düngemitteln Umwelt und Biodiversität. Vor allem in den tropischen und subtropischen Ländern sind die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Kleinbauernfamilien oder Pflücker:innen häufig prekär oder sogar gefährlich. Es kommt zu Menschenrechtsverletzungen – darunter Kinder- und Zwangsarbeit, nicht existenzsichernde Einkommen oder mangelnder Arbeits- und Gesundheitsschutz. Auch in Europa kann es zu solchen Verstößen kommen.

In ihrer 2022 erneuerten Leitlinie für Säfte hat die REWE Group das Ziel formuliert, 50 Prozent aller Eigenmarken-Säfte, -Nektare und -Fruchtsaftgetränke bei REWE und PENNY Deutschland (ohne Aktions-, Saisonal- und Regionalartikel) bis Ende 2025 nach Rainforest Alliance, Fairtrade, Naturland, Bio, SAI FSA Bronze/Silber/ Gold, GLOBALG.A.P. zu zertifizieren. Das Ziel, bis 2025 den Orangen-Direktsaft und Orangensaft auf Rainforest Alliance oder Bio umzustellen, hat die REWE Group bereits 2020 erreicht. Auch Ananassaft gibt es bei REWE und PENNY seit Ende 2018 nur noch zertifiziert zu kaufen.

Durch die Zusammenarbeit mit Standardorganisationen und Zertifizierungssystemen sorgt die REWE Group dafür, dass in den definierten Risikoländern Ressourcen nachhaltiger angebaut werden. Mit Projekten wie im größten europäischen Apfelanbaugebiet in Polen sorgt sie für mehr Biodiversität, siehe Abschnitt Biodiversität. In weiteren Projekten engagiert sich die REWE Group unter anderem für Bäuer:innen im brasilianischen Zitrusgürtel. Über vier Fairtrade- Kleinbauernorganisationen erhalten 260 Bäuer:innen, Arbeiter:innen oder technische Berater:innen vor Ort Schulungen zu nachhaltigeren Anbaupraktiken, zur Verbesserung von Sicherheits- und Gesundheitsbedingungen und zur Stärkung der Organisationsstrukturen für mehr Selbstbestimmung. Weitere Teile des Projekts sind eine integrierte Schädlingsbekämpfung, das Krankheitsmanagement der Bäume und Bodenschutz. Im Rahmen des Projekts wurden in den Vertriebslinien REWE und PENNY Produkte für die Eigenmarken Paradiso und REWE Beste Wahl entwickelt, durch die dieses Engagement vom Ursprung bis in das Regal rückverfolgbar wird.

Seit 2016 engagiert sich die REWE Group darüber hinaus als Mitglied der europäischen Sustainable Juice Platform für soziale und ökologische Verbesserungen in den Lieferketten der Fruchtsaftindustrie. Die REWE Group hat gemeinsam mit der Sustainable Juice Platform die Erstellung des Living Wage Reports der Global Living Wage Coalition zu existenzsichernden Löhnen im Orangenanbau in Brasilien unterstützt. So arbeitet das Unternehmen aktiv an der Verbesserung der Lohnsituation vor Ort.

Partnerschaft für Nachhaltigen Orangensaft

2020 hat die REWE Group gemeinsam mit anderen Unternehmen und Organisationen wie dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Christlichen Initiative Romero (CIR), TransFair e. V. und ver.di die Partnerschaft für Nachhaltigen Orangensaft (PANAO) gegründet. Als Mitglied im Steuerungskreis und in der Arbeitsgruppe Projektentwicklung verpflichtet sich die REWE Group dazu, soziale Gerechtigkeit und Arbeitsrechte sowie Umweltschutz in der Orangensaft-Lieferkette aktiv zu fördern.

Kaffee

Der Anbau von Kaffee als weltweit gehandeltes Gut ist ein wichtiger Wirtschaftszweig in vielen Ländern Lateinamerikas, Asiens und Afrikas. Die Erträge der meist kleinbäuerlichen Betriebe sind jedoch oft zu niedrig, um den Kaffeebäuer:innen und ihren Familien ein ausreichendes Einkommen zu sichern. Hinzu kommen gesundheitliche und ökologische Risiken durch den unsachgemäßen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Um die Lage der Kaffeebäuer:innen zu verbessern, haben sich REWE und PENNY in Deutschland das Ziel gesetzt, ihre Eigenmarken bis Ende 2020 auf 100 Prozent nach Rainforest Alliance, Bio oder Fairtrade zertifizierten Kaffee umzustellen. Das Ziel wurde bereits 2019 erreicht.

Anteile des zertifizierten Eigenmarken-Kaffees

2019 2020 2021 Status
Zertifizierte Kaffee-Eigenmarkenprodukte bei REWE und PENNY in Deutschland nach Rainforest Alliance, Bio oder Fairtrade 100 % 100 % 100 %
In Umsetzung
Ziel erreicht
Liegt nicht vor
Ziel nicht erreicht

Mit seiner Kaffee-Eigenmarke trägt auch Lekkerland zu einem nachhaltigen Anbau bei: Die Kaffeebohnen der Coffee Bean Company sind Rainforest Alliance-zertifiziert und stehen so für eine umweltschonende Landnutzung und sozial verantwortungsvolles Wirtschaften.

Kooperative: Unterstützung von Kaffeebäuer:innen vor Ort

Seit 2009 verbindet die REWE Group eine besondere Partnerschaft mit den Menschen der Fairtrade-Kaffeekooperative Valle de Incahuasi in Peru, in der sie eine gesicherte Abnahme des Kaffees garantiert. Die Kooperative produziert den REWE Feine Welt Kaffee, der Fairtrade- und Bio-zertifiziert ist. Die Pflanzen werden kontrolliert biologisch angebaut, wodurch das sensible Ökosystem weniger belastet wird. Nach der Ernte werden die Bohnen in der Kooperative verkostet und nach den entsprechenden Kontrollen mit Kleintransportern in die nächstgrößere Stadt Andahuaylas gebracht. Von dort werden sie weiter nach Lima transportiert und verschifft, um schließlich im Ruhrgebiet geröstet zu werden.

Gemeinsam mit der Kooperative führte die REWE Group seit 2018 ein Projekt durch, um dem Klimawandel zu begegnen und das Einkommen der Bäuer:innen zu erhöhen. Es wurde 2021 erfolgreich beendet, die Zusammenarbeit bleibt bestehen. Die Kooperative wird auch in den nächsten Jahren von den Maßnahmen und Aktivitäten aus diesem Projekt profitieren, wie beispielsweise von dem verbesserten Düngemanagement, den Schattenbäumen oder der Zucht eines Pilzes zur biologischen Schädlingsbekämpfung.

Das Engagement in Peru wird seit Anfang 2021 zudem auf die Kooperative Valle de Ubiriki ausgeweitet. REWE möchte mit dem Frauenkaffee „Café Mujer“ Kaffeebäuerinnen mehr wirtschaftliche Teilhabe und Unabhängigkeit ermöglichen: Mit den REWE Bio Caffè Crema Pads bietet REWE erstmals Kaffee an, der ausschließlich von Frauen angebaut wird. Die Arabica-Bohnen, Fairtrade-zertifiziert und aus Bio-Anbau, stammen aus der Region Chanchamayo im Herzen Perus, von Kaffeegärten, die alleinig von Frauen bewirtschaftet werden und auch ihnen gehören. Die gesamte Rohkaffeeproduktion wird von den Bäuerinnen eigenständig organisiert. REWE garantiert den 120 Frauen der Kooperative „Valle de Ubiriki“ die komplette Abnahme ihrer Jahresproduktion zum Fairtrade-Mindestpreis. Das zusätzlich ins Leben gerufene Projekt „Café Mujer“ soll die Frauen ganzheitlich unterstützen. Dabei werden Anlagen zur Herstellung von organischen Düngemitteln gebaut und einheimische Bäume in den Kaffeegärten der Bäuerinnen gepflanzt. Letzteres hat bedeutende Vorteile: Der Schatteneffekt hemmt das Unkrautwachstum, erhöht die Bodenfruchtbarkeit, erhält die biologische Vielfalt auf den Flächen und die Erträge der Bäume schaffen weitere Einkommensquellen. Außerdem werden vielfältige Workshops, etwa zur Nacherntebehandlung der Kaffeebohnen und zu anderen betrieblichen Praktiken sowie zur Förderung der Bäuerinnen in Qualifikationen wie Teamführung, Selbstvertrauen oder Kommunikation, organisiert.

Tee

Der konventionelle Anbau der Teepflanzen erfolgt häufig in Monokulturen und unter einem hohen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Das gefährdet die Artenvielfalt und die Trinkwasserversorgung der Menschen in den Anbaugebieten. Die Arbeiter:innen vor Ort sind zudem mit Herausforderungen wie zu geringen Löhnen, unzureichendem Gesundheitsschutz und mangelnder Arbeitssicherheit konfrontiert. Vor diesem Hintergrund fördert die REWE Group eine nachhaltigere Landwirtschaft in der Teeproduktion und bezieht zertifizierte Ware, die vor allem das Siegel Rainforest Alliance, aber auch Fairtrade und das EU-Bio-Logo trägt.

Die REWE Group hat sich das Ziel gesetzt, dass alle Schwarz- und Grünteeartikel zu 100 Prozent zertifizierte Rohware enthalten sollen. Dieses Ziel konnte Ende 2018 erreicht werden. Darüber hinaus sollen alle Kräuter- und Früchteteeartikel (inkl. Rooibostee) bis Ende 2025 zertifiziert sein und mindestens 30 Prozent zertifizierte Rohware enthalten. Es wird angestrebt, den zertifizierten Rohwarenanteil je Artikel kontinuierlich zu erhöhen. Diese Ziele sowie Herausforderungen und Maßnahmen fasst die REWE Group in ihrer Leitlinie für Teeerzeugnisse zusammen.

Anteile zertifizierter Teeprodukte/Rohware bei REWE und PENNY

2019 2020 2021 Status
Zertifizierte Schwarz- und Grünteeartikel bei REWE- und PENNY-Eigenmarken in Deutschland nach Rainforest Alliance, Fairtrade oder Bio 100 % 100 % 100 %
Zertifizierte Kräuter- und Früchteteeartikel bei REWE und PENNY in Deutschland nach Rainforest Alliance, Fairtrade oder Bio 57 % 93 % 93 %
In Umsetzung
Ziel erreicht
Liegt nicht vor
Ziel nicht erreicht

Fisch

Der globale Konsum von Fisch steigt stetig und beträgt aktuell etwa 20 Kilogramm pro Kopf pro Jahr. Fischerei und Aquakulturen bieten rund 60 Millionen Menschen eine Existenzgrundlage. Die Kehrseite: Die Fischbestände leiden unter Überfischung, manche Arten sind sogar vom Aussterben bedroht. Unerwünschter Beifang kann zu dem Verlust von Biodiversität und einer veränderten Zusammensetzung mariner Ökosysteme führen. Auch Aquakulturen haben mit ökologischen Problemen zu kämpfen.

Die REWE Group will aktiv zur Verringerung und Beseitigung ökologischer, sozialer und ökonomischer Auswirkungen in der Lieferkette von Fisch und Meeresfrüchten beitragen. Dafür hat das Unternehmen in seiner 2022 aktualisierten Leitlinie für Fisch und Meeresfrüchte für die Eigenmarkenartikel von REWE und PENNY folgende Ziele formuliert: 100 Prozent der Eigenmarken-Fischprodukte in den Bereichen Tiefkühlung, Convenience, Frische und Konserve in Deutschland nach Marine Stewardship Council (MSC), GLOBALG.A.P., Aquaculture Stewardship Council (ASC) oder Bio-Zertifizierung, sofern verfügbar, zu zertifizieren. Beim Einkauf zertifizierter Ware ist die REWE Group abhängig von den Einigungen der Anrainerstaaten bezüglich der Fangquoten. Hierbei kann es bei einzelnen Fischarten zum Entzug von Zertifizierungen wie dem MSC kommen. Die REWE Group setzt sich daher für politische Einigungen ein. Des Weiteren sollen alle Fisch-Monoartikel langfristig über Tracking-Codes auf den Verpackungen verfügen, über die Kund:innen detaillierte Informationen zur Herkunft und Weiterverarbeitung des Fisches erhalten.

Anteile nachhaltigerer Eigenmarken-Fischprodukte der REWE Group in Deutschland

2019 2020 2021 Status
Eigenmarken-Fischprodukte von REWE und PENNY in Deutschland mit Zertifizierung nach MSC, GLOBALG.A.P., ASC oder Bio-Zertifizierung - 70 % 88 %
Eigenmarken-Fischprodukte von REWE und PENNY in Deutschland mit Zertifizierung nach MSC, GLOBALG.A.P., ASC oder Bio-Zertifizierung und Eigenmarken-Thunfisch von ausgewählten Lieferanten1 96 % - -
Anteil der Eigenmarken-Fischprodukte von REWE und PENNY in Deutschland mit Tracking-Code 78 % 63 %2 84 %
In Umsetzung
Ziel erreicht
Liegt nicht vor
Ziel nicht erreicht
1
Der Thunfisch stammt, wenn nicht MSC-zertifiziert, von einem Lieferanten, der Mitglied der International Sustainable Seafood Foundation (ISSF) ist, von einem Fangschiff, das im Proactive Vessel Register (PVR) eingetragen ist, oder aus einem Fishery Improvement Project (FIP).
2
Der Rückgang resultiert aus einem Fehler, aufgrund dessen der Tracking-Code 2020 nicht auf allen dafür vorgesehenen Produkten abgebildet wurde.

Das Sortiment der REWE Group in Österreich umfasst bei Eigen- und Industriemarken rund 400 MSC-zertifizierte Fischprodukte.

Fleisch

Fleisch ist ein fester Bestandteil heutiger Ernährungsgewohnheiten. Damit stellt die Erzeugung tierischer Produkte einen wesentlichen Zweig der landwirtschaftlichen Produktion dar. Die REWE Group setzt sich hierbei für eine tiergerechte Haltung ein. Dafür arbeitet das Unternehmen zusammen mit Geschäftspartnern und Lieferanten an der Implementierung verbindlicher Standards und fördert den Dialog zwischen allen Partnern, um negativen Auswirkungen mit Blick auf das Tierwohl entgegenzuwirken. Als zusätzlichen Ansatz bietet die Unternehmensgruppe zudem etwa vegane Eigenmarken an, um den dynamischen Trend veganer Ernährung zu begleiten. In der 2022 aktualisierten Leitlinie für Tierwohl schreibt das Unternehmen konkrete Maßnahmen und Ziele fest. Weitere Informationen hierzu und umfassende Einblicke zur strategischen Herangehensweise sowie den konkreten Zielen und Maßnahmen siehe Abschnitt Tierwohl.

Soja als Futtermittel

In der konventionellen Nutztierhaltung wird für eine ausreichende Eiweißversorgung der Tiere in vielen Fällen auf Sojaschrot zurückgegriffen, das aus Übersee importiert ist. In der konventionellen Nutztierhaltung wird für eine ausreichende Eiweißversorgung der Tiere in vielen Fällen auf Sojaschrot zurückgegriffen, das aus Übersee importiert ist. Da der flächenintensive Soja-Anbau insbesondere in Südamerika drastische Folgen für die Umwelt hat, analysiert die REWE Group kontinuierlich alle Lieferketten mit hohem Soja-Einsatz mit Blick auf die ökologische Bilanz. Ziel ist eine sukzessive Reduktion von aus Übersee importiertem Sojaschrot und – wo nicht substituierbar – eine Umstellung auf zertifiziert entwaldungsfreies Soja. Dies hat die REWE Group bereits 2013 in ihrer Leitlinie für Soja als Futtermittel festgelegt.

Seit Ende 2019 ist das gesamte deutschlandweite REWE- und PENNY-Eigenmarkensortiment für Frischeier, Trinkmilch und frisches Geflügelfleisch zertifiziert entwaldungsfrei, seit Ende 2021 auch das Eigenmarkensortiment für Schweine- und Rindfleisch. Zudem hat sich das Unternehmen im Berichtsjahr ein neues Ziel gesetzt: 100 Prozent entwaldungsfreie Futtermittel für Milcherzeugnisse und verarbeitete Fleischwaren mit einem Fleischanteil über 50 Prozent bis Ende 2025. Dabei setzt die REWE Group auf anerkannte Standards wie Pro Terra, ISCC+, Donau Soja / Europe Soya und RTRS. Die vertraglichen Vereinbarungen mit den Lieferanten werden durch entsprechende Nachweise dokumentiert.

Zudem führt das Handelsunternehmen konkrete Projekte in den Ursprungsländern durch. Als Gründungsmitglied des Vereins Donau Soja konnte die REWE Group seit 2015 in Kooperation mit über 250 Landwirt:innen den Anbau von über 79.000 Tonnen zertifiziert entwaldungsfreiem Soja in Kroatien und Serbien fördern.

Das aus Übersee importierte Sojaschrot stammt häufig von gentechnisch veränderten Sorten. In ihrer Leitlinie für Soja als Futtermittel hat die REWE Group deshalb die Gentechnikfreiheit von Soja als Anforderung für die Erzeuger von Eigenmarkenprodukten festgelegt. Die Umsetzung dieser Anforderung erfolgt individuell für jede Nutztierspezies.

Für den Nachweis der gentechnikfreien Fütterung setzt die REWE Group in Deutschland unter anderem auf das Siegel des Verbands für Lebensmittel ohne Gentechnik e. V. (VLOG). Der VLOG-Standard wird durch die entsprechenden Zertifikate der Lieferanten nachgewiesen. Ebenso werden bei Bio-Produkten tierischen Ursprungs keine durch Gentechnik veränderten Futtermittel eingesetzt.

Wie bereits 2019 und 2020 lag der Anteil der Eigenmarkenprodukte von REWE und PENNY in Deutschland mit VLOG-Siegel bei frischem Geflügelfleisch, dem Frischei-Sortiment sowie der Frisch- und H-Milch 2021 bei 100 Prozent. Zudem ist eine Fütterung mit Futtermitteln ohne Gentechnik bei allen Fleischartikeln der Haltungsformstufen 3 und 4 sichergestellt. Bei der Vertriebslinie REWE gibt es darüber hinaus drei regionale und nationale Schweinefleischprogramme in der Haltungsformstufe 2, die eine gentechnikfreie Fütterung garantieren. Bei der REWE Group in Österreich stammt das gesamte Frischei- und Frischmilchsortiment aus gentechnikfreier Fütterung.

Anteile der Produkte mit Siegel des Verbands für Lebensmittel ohne Gentechnik e. V. (VLOG)

2019 2020 2021
Frischmilch und H-Milch 100 % 100 % 100 %
Frischei-Sortiment 100 % 100 % 100 %
Frisches Geflügelfleisch 100 % 100 % 100 %

Für weitere Informationen zum Engagement der REWE Group in Organisationen und Initiativen siehe Abschnitt Initiativen und Mitgliedschaften.