REWE Group-Nachhaltigkeitsbericht 2020

Zusammenarbeit mit Politik

Um eine zukunftsorientierte Wirtschafts-, Ernährungs- und Umweltpolitik zu unterstützen, führt die REWE Group den Dialog mit der Politik auf unterschiedlichen Ebenen und fördert den öffentlichen Diskurs.

GRI 415: Politische Einflussnahme

Managementansatz

Die REWE Group unterhält in Berlin wie in Brüssel Büros als Plattform für Dialog und Austausch mit den für den Handel, die Touristik und die REWE Group relevanten Anspruchsgruppen. Hierbei verfolgt das Unternehmen den Ansatz, niemanden von diesem Dialog auszuschließen, der die Werte und Grundsätze der REWE Group teilt.

2019 hat die Europäische Kommission mit der Vorlage des EU Green Deals einen Fahrplan veröffentlicht, der die Wirtschaft in der EU insgesamt nachhaltiger aufstellen sowie klima- und umweltpolitische Herausforderungen in Chancen umwandeln soll. Die REWE Group begrüßt, dass die EU Kommission einen kohärenten Rahmen setzt, damit in den nächsten Jahren die Weichen gestellt werden, um europaweit Klimaneutralität zu erreichen und Wirtschaftswachstum von Ressourcennutzung zu entkoppeln. Aus dem EU Green Deal gehen richtungsgebende, europäische Strategien hervor, die die REWE Group in allen Geschäftsbereichen und -tätigkeiten betreffen, beispielsweise die Farm to Fork Strategie für nachhaltige Lebensmittellieferketten oder der EU Kreislaufwirtschaftsaktionsplan. Bereits seit Jahren beschäftigt sich die REWE Group intensiv mit Themenbereichen des EU Green Deals. Der Ausbau regionaler Wertschöpfungsketten und die Bekämpfung von Lebensmittelverschwendung sind nur zwei Beispiele. Die langfristige Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen ist aus Sicht der REWE Group untrennbar mit einer nachhaltigen, strategischen Ausrichtung verbunden, wofür das Handelsunternehmen weiter seinen Beitrag leistet.

Im Berichtszeitraum fanden mehrere Hintergrundgespräche und Veranstaltungen statt, zu denen viele Entscheidungsträger unterschiedlicher Parteien eingeladen wurden. Aufgrund der Covid-19-Pandemie fand eine Vielzahl dieser Dialoge digital statt. Dabei ging es unter anderem um Themen wie Lokalität, die Einführung der Nährwertkennzeichnung Nutri-Score auf Eigenmarken und die Zukunft der Tourismuswirtschaft. Vertreter:innen der REWE Group führten zudem direkte Gespräche mit Mandatsträger:innen sowie Vertreter:innen von Behörden und Verwaltungen, um sie für relevante Themen zu sensibilisieren und die Interessen des Unternehmens zu verdeutlichen. Weiterhin nahmen Vertreter:innen der REWE Group als Redner:innen, Gäste oder Diskutant:innen an Veranstaltungen von Behörden, Parteien und Verbänden zu für das Unternehmen relevanten politischen und gesellschaftlichen Themen teil. Denn als Handels- und Touristikunternehmen ist die REWE Group von Gesetzgebungsverfahren wie der Einführung eines Sorgfaltspflichtengesetzes oder dem Verbot des Kükentötens betroffen. Im Berichtszeitraum lag der Fokus der Public-Affairs-Arbeit auf den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Geschäftseinheiten der REWE Group.

Spenden für Parteien oder politische Vereinigungen, Amtsträger:innen und öffentliche Stellen sowie an Kirchen und andere religiöse Gruppen müssen von dem/der zuständigen Ressortvorständ:in sowie dem Chief Compliance Officer der REWE Group genehmigt werden. Jede Spende muss in Einklang mit den geltenden Gesetzen und den regulatorischen Vorgaben innerhalb der REWE Group wie etwa dem Verhaltenskodex stehen.

Seit 2014 berichtet die REWE Group im Transparenzregister der Europäischen Union über die Aktivitäten und jährlichen Ausgaben für den politischen Dialog auf der europäischen Ebene.

GRI 415-1:

Gesamtwert politischer Spenden

Die REWE Group hat im Berichtszeitraum kein Parteiensponsoring betrieben. Für die Kaufleute können keine Angaben gemacht werden. Seit 2016 ist die REWE Group Mitglied sowohl im Wirtschaftsforum der SPD e.V. als auch im Wirtschaftsrat der CDU e.V. Die Kosten der beiden Mitgliedschaften addieren sich auf circa 38.000 Euro jährlich. Außerdem ist die REWE Group seit 2018 Mitglied im „Wirtschaftsbeirat“ der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen.

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