REWE Group-Nachhaltigkeitsbericht 2020

Ökologische
Aspekte in der Lieferkette

Die REWE Group bezieht eine Vielzahl von Produkten und Produktbestandteilen aus dem In- und Ausland. Insbesondere im Anbau und in der Produktion entstehen dabei negative Umwelteffekte und es werden natürliche Rohstoffe verbraucht. Gleichzeitig steigt der weltweite Bedarf an Rohstoffen – aus diesem Grund ist der Schutz der Ressourcen ein bedeutendes Anliegen der REWE Group.

Um Nachhaltigkeit als festen Bestandteil in die Unternehmensprozesse zu integrieren, hat die REWE Group eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie mit den vier zentralen Säulen Grüne Produkte, Energie, Klima und Umwelt, Mitarbeiter:innen und Gesellschaftliches Engagement entwickelt. Zudem wurde die Strategie Grüne Produkte 2030 verabschiedet, um Nachhaltigkeit noch stärker in die Beschaffungsprozesse zu integrieren. Im Rahmen der Handlungsfelder Mensch, Tier und Umwelt entwickelt das Handels- und Touristikunternehmen wirksame Maßnahmen in der Säule Grüne Produkte, um ökologische und soziale Auswirkungen zu reduzieren. Die Aktivitäten zu ökologischen Aspekten in der Lieferkette beziehen sich auf das Handlungsfeld Umwelt – mit dem Ziel, natürliche Ressourcen zu schützen und Biodiversität entlang der Lieferketten zu erhalten. Hierzu wurden drei Fokusthemen definiert, an denen gezielt gearbeitet wird. Neben Kreislaufwirtschaft und Biodiversität zählt dazu das Fokusthema Klima, welches im Berichtsjahr neu mitaufgenommen wurde. Bei dem Thema Kreislaufwirtschaft liegt der aktuelle Fokus auf Verpackungen.

GRI 308: Umweltbewertung der Lieferanten

Managementansatz

Um die ökologischen Auswirkungen entlang der Lieferketten zu verbessern, achtet die REWE Group bei der Auswahl ihrer Lieferanten und Geschäftspartner auf die Einhaltung von Umweltstandards. Gemeinsam mit ihnen arbeitet das Unternehmen daran, Lieferketten transparenter und die Herstellung ökologisch verträglicher zu gestalten. Mit der Leitlinie für nachhaltiges Wirtschaften hat die REWE Group die Grundsätze ihrer Geschäftsbeziehungen formuliert. Im Bereich Ökologie gehören dazu:

  • der schonende Umgang mit Ressourcen wie Boden, Luft, Wasser und natürlichen Rohstoffen,
  • Schutz und Erhalt von natürlichen Ökosystemen und der biologischen Vielfalt (Biodiversität) sowie
  • die Vermeidung und Reduktion von Umweltrisiken.

Diese Grundwerte gelten sowohl für die eigenen Geschäftsprozesse als auch für Geschäftspartner und Lieferanten der REWE Group. Im Falle vorsätzlicher grober Missachtung der in der Leitlinie beschriebenen Werte behält sich die REWE Group Sanktionen vor.

Um die wesentlichen ökologischen Auswirkungen zu identifizieren und geeignete Maßnahmen zur Verbesserung in den zum Teil sehr komplexen und globalen Lieferketten ihrer Produkte umzusetzen, wendet die REWE Group einen vierstufigen Prozess an.

Schritt 1: Mit ausführlichen Risiko- und Hot-Spot-Analysen werden Auswirkungen identifiziert. Seit dem Jahr 2016 hat die REWE Group ihren Ansatz zur Erfassung von Risiken deutlich ausgeweitet und systematisiert. Für weitere Informationen siehe Abschnitt Produktbezogene Risikoanalyse.

Schritt 2: Aus den im ersten Schritt gewonnenen Erkenntnissen leiten sich Fokusrohstoffe und -themen ab. Dabei wurden Textil, Plastik und Metall und im Lebensmittelbereich Obst und Gemüse sowie Fleisch als Warengruppen mit besonders hohen Umweltauswirkungen identifiziert.

Schritt 3: Die Fokusrohstoffe und -themen werden mit entsprechenden Maßnahmen bearbeitet, um negativen Effekten entgegenzuwirken. Diese Maßnahmen werden durch einen Managementansatz auf drei verschiedenen Ebenen umgesetzt:

  1. Interne Zusammenarbeit: beispielsweise durch Schulung von Einkäufer:innen
  2. Zusammenarbeit in der Lieferkette: beispielsweise durch Anforderungen an Lieferanten oder den Einkauf zertifizierter Rohstoffe
  3. Zusammenarbeit mit Stakeholdern: beispielsweise durch die Weiterentwicklung von Standardorganisationen

Je nachdem, welche Risiken ermittelt werden, können Maßnahmen unterschiedlich definiert sein, beispielsweise eine Einforderung von Standards und Zertifizierungen, die Zusammenarbeit mit Standardorganisationen, der Beitritt zu Brancheninitiativen sowie Projekte mit Lieferanten und Erzeugern vor Ort.

Schritt 4: Die durchgeführten Aktivitäten werden überwacht und evaluiert. Die Erkenntnisse aus dem Monitoring fließen in die Weiterentwicklung der Maßnahmen ein.

Um die Fortschritte im Handlungsfeld Umwelt messbar zu machen, wurden folgende Ziele sowie Key Performance Indikatoren (KPI) für die Eigenmarken definiert (für weitere Informationen siehe den übergeordneten Managementansatz Grüne Produkte):

KPI Ziel Status
Anteil der relevanten Food- und Non-Food-Produzenten, die in einem Umweltprogramm integriert sind (REWE und PENNY in Deutschland) 100 % bis Ende 2030 ↗︎
Anteil umweltfreundlicherer Eigenmarkenverpackungen1 100 % bis Ende 2030 ↗︎
↗︎In Umsetzung Ziel erreichtZiel nicht erreicht
1 Betrachtet wird die Bezugsmenge der Eigenmarkenverpackungen. Dieses Ziel gilt für die REWE Group in Deutschland (REWE, PENNY, toom Baumarkt) und seit 2019 auch für die internationalen Marken (BILLA, MERKUR, PENNY und ADEG).

Durch die REWE Group-Einkaufsgesellschaften vor Ort können Anforderungen und Problemstellungen direkt mit den Lieferanten bzw. Produktionsstätten besprochen und Maßnahmen implementiert werden. So ist im asiatischen Raum das Sourcing- und Beschaffungsbüro REWE Far East (RFE) für einen Teil der Beschaffung von Food- und Non-Food-Produkten zuständig und nimmt eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der Umweltbedingungen in der Lieferkette ein. Hierfür steht die Corporate-Responsibility-Abteilung der RFE im direkten Kontakt zu den Lieferanten und betreut das Green Production Program und Detox-Programm vor Ort.

Bei der Beschaffung von Obst und Gemüse wird die REWE Group durch ihre 100-prozentigen Tochterunternehmen Eurogroup und Campina Verde mit ihren einzelnen Ländervertretungen unterstützt. So gelingt es dem Handelsunternehmen, seine Wertschöpfungsketten transparenter zu gestalten. Die Länderbeauftragten für Spanien, Italien und Deutschland sorgen für einen engen Austausch mit der Produktion und helfen dabei, die Anforderungen der REWE Group bestmöglich umzusetzen.

GRI 308-2:

Negative Umweltauswirkungen in der Lieferkette und ergriffene Maßnahmen

Konkrete Maßnahmen zur Reduktion negativer ökologischer Auswirkungen setzt die REWE Group im Rahmen von drei Ansätzen um:

1. Interne Zusammenarbeit

Regelmäßig werden Mitarbeiter:innen der REWE Group zu relevanten ökologischen Themen geschult, damit diese bei der Auswahl der Lieferanten sowie im Einkaufsprozess entsprechend Berücksichtigung finden. Zielgruppenorientiert werden Informationen zu relevanten Themen wie Biodiversität, Verpackungen oder Entwaldung zur Verfügung gestellt.

2. Zusammenarbeit in der Lieferkette

Das Lieferkettenmanagement der REWE Group umfasst die Lieferantenbewertung, -sensibilisierung und -verpflichtung sowie Audits und daraus abgeleitete Maßnahmen. Die REWE Group arbeitet mit etablierten Standards zusammen, um die Lieferkette schrittweise nachhaltiger zu gestalten. Spezielle Anforderungen werden bereits im Ausschreibungsprozess berücksichtigt und in Lieferantenverträge integriert.

Auf Lieferantenveranstaltungen und in individuellen Gesprächen mit Lieferanten sensibilisiert die REWE Group immer wieder für ökologische Themen. Außerdem sind die Anforderungen zu den Themen sowohl in den Verträgen mit den Lieferanten als auch in der Leitlinie für nachhaltiges Wirtschaften integriert, sodass die Einhaltung mit jeder Ausschreibung bzw. jedem Vertrag durch die Lieferanten bestätigt wird. Für Fokusrohstoffe, wie beispielsweise Kakao oder Palmöl, hat die REWE Group Leitlinien mit detaillierten Anforderungen und Zielen definiert, welche an die Lieferanten weitergegeben werden.

Ökologische Standards umsetzen

Bei der Umsetzung von Verbesserungen setzt die REWE Group auf international anerkannte Standards wie beispielsweise das Siegel Global Organic Textile Standard (GOTS), Cotton made in Africa für nachhaltige Textilien oder die FSC®- und PEFC™-Zertifizierungen für nachhaltige Forstwirtschaft. Auch Standards wie Rainforest Alliance, Naturland, Fairtrade, Blauer Engel, der Verband für Lebensmittel ohne Gentechnik e.V. und das EU-Bio-Logo haben eine bedeutende Rolle für die REWE Group, um eine Verbesserung der ökologischen Bedingungen in der Lieferkette zu erwirken. In der Lieferkettenstufe der Produktion setzt die REWE Group unter anderem auf Instrumente der Business Environmental Performance Initiative (BEPI) oder des Detox-Programms. Außerdem engagiert sich die REWE Group durch die aktive Mitarbeit bei Plattformen wie dem Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) oder dem Forum Nachhaltiger Kakao (GISCO), um Standards weiterzuentwickeln und branchenweite Verbesserungen von ökologischen Bedingungen herbeizuführen (siehe dazu auch Abschnitt Fokusrohstoffe - Food und Fokusrohstoffe - Non-Food).

Klimaschutz in globalen Lieferketten

Angesichts der großen Bedeutung von Treibhausgasemissionen der globalen Landwirtschaft für den Klimawandel möchte die REWE Group durch das Engagement in den eigenen Lieferketten einen Beitrag zur Begrenzung der globalen Erwärmung leisten. Auch Konsument:innen, Mitarbeiter:innen sowie Fachstakeholder der REWE Group bewerteten das Thema im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse als besonders bedeutend für das Unternehmen (für mehr Informationen siehe Abschnitt Wesentlichkeitsanalyse). So hat sich das Unternehmen das Ziel gesetzt, in den Lieferketten der Eigenmarkenartikel eine absolute Reduktion der Treibhausgasemissionen von 15 Prozent bis Ende 2030 im Vergleich zu 2019 zu erreichen. Mehr zum Ansatz zur Reduktion der Treibhausgasemissionen in ihren Lieferketten finden Sie im Abschnitt Klimaschutz in der Lieferkette.

Eine Negativliste für den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln bei konventionellem Obst und Gemüse

Die REWE Group hat sich das Ziel gesetzt, die Pestizidbelastung bei konventionellem Obst und Gemüse zu reduzieren. Dazu arbeitet sie mit Erzeugern, NGOs und der Wissenschaft an Lösungen, um die Umwelt und Gesundheit möglichst wenig zu belasten und dabei die Produktion und Ertragssicherheit für Landwirt:innen sicherzustellen. Die REWE Group hat eine Negativliste definiert. Diese führt Wirkstoffe auf, die von den Erzeugern in der Produktion nicht eingesetzt werden dürfen. Die Liste wird regelmäßig erweitert – im Jahr 2020 um weitere 42 Wirkstoffe. Für 20 weitere Wirkstoffe hat die REWE Group die Obergrenze der Rückstände deutlich verschärft: So dürfen sie nur 25 Prozent der gesetzlich vorgeschriebenen Höchstwerte betragen. Um die Spezifikationen weiterzuentwickeln, hat die REWE Group in den letzten Jahren spezifische Analyseberichte erstellen lassen – so beispielsweise für 2017 zum Thema endokrine Disruptoren und für 2018 zum Thema bienengefährliche Stoffe. Zudem werden alle Obst- und Gemüseprodukte regelmäßig auf Basis eines risikoorientierten Probenziehungsplans auf mögliche Rückstände durch Pflanzenschutzmittel im Rahmen des Qualitätsmanagements untersucht. Diese Risikoanalyse ist auch Bestandteil der jährlichen Saisonplanung des Einkaufs, da sie ein Entscheidungskriterium dafür ist, ob und wie ein Artikel vermarktet wird.

Umwelteffekte mit dem Green Production Program prüfen und verbessern

Im Jahr 2018 hat die REWE Group ein Umweltprogramm für Lieferanten von REWE, PENNY und toom Baumarkt gestartet, das zum Erreichen des KPIs beiträgt: Das sogenannte Green Production Program dient dazu, die Umwelteffekte in Produktionsstätten bei Lieferanten zu verbessern und regelmäßig zu überwachen. Dafür muss jede Produktionsstätte eine Selbsteinschätzung basierend auf der Business Environmental Performance Initiative (BEPI) von amfori oder ein ISO 14001-Zertifikat vorlegen. Ergänzend dazu durchlaufen die Produktionsstätten nach dem Zufallsprinzip ein amfori BEPI-Audit, um die Einhaltung der Umweltvorschriften zu überprüfen. Im Jahr 2020 wurden alle Lieferanten mit aufgenommen, die für REWE Far East produzieren – damit sind mittlerweile 383 Lieferanten (711 Produktionsstätten) der REWE Group in das Green Production Program integriert. Für alle strategischen Lieferanten, deren Prozesse als umweltgefährdend eingestuft werden, führt die REWE Group Beratungen zur Verbesserung durch. Ausgenommen davon sind Textillieferanten, da für sie bereits das etablierte Detox-Programm besteht.

Detox-Programm gegen negative Auswirkungen in der Textilproduktion

Um die ökologischen Auswirkungen in der Lieferkette von Textilien zu verbessern, hat sich die REWE Group im Jahr 2014 der Detox-Kampagne von Greenpeace angeschlossen und ein entsprechendes Programm für Produkte mit der REWE Group als Inverkehrbringer in den Warengruppen Kleidung, Schuhe und Heimtextilien aufgesetzt. Das Ziel ist eine sichere Textilproduktion ohne gefährliche Chemikalien. Dazu arbeitet die REWE Group gemeinsam mit ihren Lieferanten daran, gefährliche Chemikalien systematisch aus der Textilproduktion zu eliminieren. Mit dem Jahr 2020 lief die Greenpeace Detox-Kampagne offiziell aus. Unabhängig davon hat sich die REWE Group dazu verpflichtet, gefährliche Chemikalien in der Textilproduktion zu eliminieren.

In den Jahren 2015 bis 2019 hat die REWE Group ihre Entwicklung mit Blick auf das Detox-Programm in jährlichen Fortschrittsberichten dokumentiert. 2020 startete das Unternehmen einen neuen Detox-Prozess. Der Ansatz umfasst insbesondere die Lieferantenentwicklung mit Blick auf das Chemikalienmanagement.

Seit 2020 greift die REWE Group auf die Manufacturing Restricted Substances List (MRSL) der Initiative „Zero Discharge of Hazardous Chemicals“ (ZDHC) zurück. Sie enthält als gefährlich eingestufte Chemikalien, die in der Produktion nicht eingesetzt werden dürfen. Außerdem müssen die Fabriken stets über einen gültigen Abwassertest verfügen, ein Chemikalieninventar vorweisen und jährlich an einem Training teilnehmen. Die REWE Group bezieht ihre Produkte aus einem Pool von Nassprozessfabriken, welche die neuen Anforderungen erfüllen.

Zwischen 2018 und 2020 wurden insgesamt 21 Produzenten z.B. aus China, Serbien, Italien, Bangladesch und der Türkei trainiert. Dabei wurden Verbesserungen in den Bereichen Chemikalienmanagement, Managementsysteme, Prozessoptimierung, Abwasser- und Abfallmanagement sowie Wasserverbrauch erfasst. Die teilnehmenden Produzenten der REWE Group konnten sich durchschnittlich um 19 Prozent verbessern.

Um das Thema weiter voranzutreiben, fördert die REWE Group den Austausch mit anderen Einzelhändlern und Textilunternehmen und unterstützt das Textilsiegel Grüner Knopf.

3. Zusammenarbeit mit Stakeholdern

Um Rahmenbedingungen zu verbessern, bündelt die REWE Group in Brancheninitiativen und Partnerschaften ihre Kräfte mit anderen Unternehmen sowie weiteren Stakeholdern und erhöht damit ihren Einfluss. Zudem beteiligt sich die REWE Group aktiv an der Weiterentwicklung dieser Partnerschaften und vertritt dort ihre Interessen.

Die REWE Group engagiert sich in den folgenden nationalen und internationalen Initiativen, die sich mit den Umweltauswirkungen in Lieferketten befassen:

  • Mitglied bei amfori BEPI: Die amfori Business Environmental Performance Initiative (BEPI) unterstützt Unternehmen bei der Verbesserung ihrer umweltorientierten Leistungen in globalen Lieferketten.
  • Austausch und Zusammenarbeit mit dem Aquaculture Stewardship Council (ASC): Das Fisch-Gütesiegel setzt sich für umweltgerechtere Aquakulturen ein und zeichnet verantwortungsbewusst gezüchtete Fische und Meeresfrüchte aus.
  • Mitglied beim World Banana Forum: Das Forum bringt unterschiedliche Stakeholder der weltweiten Bananenlieferkette zusammen, um einen nachhaltigeren Anbau, die Einhaltung von Menschenrechten und die Verbesserung von Arbeitsbedingungen zu erreichen.
  • Mitglied beim Bündnis für nachhaltige Textilien: Das Bündnis ist eine Partnerschaft unterschiedlicher Stakeholder, um Verbesserungen entlang der globalen Wertschöpfungskette in der Textilindustrie durchzusetzen. Die REWE Group wird 2021 erneut eine Roadmap entwickeln, die auf die Bündnisziele einzahlt.
  • Mitglied im Board bei Cotton made in Africa: Diese Initiative wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Lebensbedingungen der Menschen in den afrikanischen Baumwollanbaugebieten zu verbessern.
  • Mitglied bei der Fruit Juice CSR Platform: Die Plattform treibt soziale und ökologische Verbesserungen in den Lieferketten der Fruchtsaftindustrie voran. Sie wurde ins Leben gerufen, um die europäischen Fruchtsaftproduzenten dabei zu unterstützen, CSR-Maßnahmen in ihre Unternehmensstrategien zu integrieren und so einen langfristigen nachhaltigen Beitrag entlang der globalen Wertschöpfungskette von Fruchtsäften für alle Stakeholder zu erreichen.
  • Austausch und Zusammenarbeit mit dem Forest Stewardship Council (FSC®): Die Organisation setzt sich für eine nachhaltige Forstwirtschaft ein und stellt die Einhaltung wichtiger Umwelt- und Sozialstandards sicher.
  • Gründungsmitglied beim Forum Nachhaltiger Kakao (GISCO): Die Multi-Stakeholder-Initiative engagiert sich für die Verbesserung der Lebensumstände von Kakaobäuer:innen, den Schutz natürlicher Ressourcen und der Biodiversität sowie für den Anbau und die Vermarktung nachhaltigen Kakaos.
  • Gründungsmitglied beim Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP): Ziel der Multi-Stakeholder-Initiative ist es, den Anteil nachhaltig erzeugten Palmöls signifikant zu erhöhen und gleichzeitig existierende Zertifizierungen und Standards zu verbessern.
  • Mitglied beim Runden Tisch für nachhaltiges Palmöl (Roundtable on Sustainable Palm Oil, RSPO): Der gemeinnützige Verein RSPO arbeitet mit seinen Mitgliedern daran, globale Standards für nachhaltiges Palmöl zu entwickeln und umzusetzen. Um zertifiziertes nachhaltiges Palmöl herzustellen, müssen Unternehmen eine Reihe von Umwelt- und Sozialkriterien erfüllen. Die REWE Group ist seit 2011 Mitglied beim RSPO.
  • Mitglied in der GLOBALG.A.P. Arbeitsgruppe zu Umweltaspekten im Kulturpflanzenanbau: Die Arbeitsgruppe befasst sich mit der Weiterentwicklung des GLOBALG.A.P.-Standards mit dem Fokus auf ökologische Nachhaltigkeit bei der Zertifizierung von Nutzpflanzen. Der Standard soll im September 2021 eingeführt werden.
  • Regelmäßiger Austausch und Zusammenarbeit mit dem Marine Stewardship Council (MSC): Der MSC ist eine unabhängige und gemeinnützige Organisation, die ein Siegel für Fisch und Meeresfrüchte aus nachhaltigem Wildfang vergibt. Die zertifizierten Fischereien sorgen für einen nachhaltigen Fischbestand, intakte marine Lebensräume und den Schutz gefährdeter Arten.
  • Austausch und Zusammenarbeit mit dem Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes (PEFCTM): Das System zur Sicherstellung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung betrachtet die gesamte Produktherstellung vom Rohstoff bis zum Endprodukt, eine Kontrolle erfolgt durch unabhängige Gutachter:innen.
  • Mitglied im Rainforest Alliance Standards Committee: Rainforest Alliance ist ein Nachhaltigkeitsstandard für die Produktion von Agrarrohstoffen und -produkten. Das Standards Committee entscheidet auf Grundlage der öffentlichen Standardkonsultationen über die inhaltliche Weiterentwicklung.
  • Beteiligung bei der Initiative Wirtschaft macht Klimaschutz: Ziel des Dialogforums war es, die Erarbeitung konkreter Klimaschutzmaßnahmen in Unternehmen anzustoßen, um einen Beitrag zu den Klimaschutzzielen zu leisten. Die Initiative wurde im März 2020 abgeschlossen.
  • Zusammenarbeit mit XertifiX: Um die Lieferkette von Natursteinen bis in den Steinbruch lückenlos zu verfolgen und die Einhaltung von sozialen wie ökologischen Kriterien unabhängig zu kontrollieren, arbeitet toom Baumarkt mit den unabhängigen Expert:innen von XertifiX zusammen.
  • Patenschaft mit dem Verein Donau Soja: Seit 2016 besteht eine Eiweißpartnerschaft mit dem Verein Donau Soja zur Förderung des gentechnikfreien Sojabohnenanbaus. Daraus entstand 2017 und 2018 ein gemeinschaftliches Projekt in der Zupanja-Region in Kroatien zur Unterstützung der Landwirt:innen.
  • Beteiligung in der Initiative Biodiversity in Good Company: In dem branchenübergreifenden Zusammenschluss engagieren sich Unternehmen gemeinsam für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der weltweiten Biodiversität. Die REWE Group hat sich im Rahmen der Initiative dazu verpflichtet, den Schutz und die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt in das betriebliche Nachhaltigkeitsmanagement zu integrieren.
  • Gründungsmitglied der Initiative „Food for Biodiversity“: Im März 2021 hat die REWE Group gemeinsam mit weiteren Unternehmen, Verbänden und Zertifizierungsorganisationen aus der Lebensmittelbranche sowie Umweltverbänden und Forschung den Verein „Food for Biodiversity“ gegründet. Dieses erste branchenweite Bündnis setzt sich dafür ein, den Schutz der biologischen Vielfalt als ein zentrales Anliegen der Lebensmittelbranche bis in die vorgelagerten Wertschöpfungsketten zu verankern.
  • Mitglied beim Consumer Goods Forum: Die Organisation soll Einzelhändlern und Konsumgüterherstellern dabei helfen, zusammen mit anderen wichtigen Interessengruppen daran zu arbeiten, das Vertrauen der Verbraucher:innen zu sichern und positive Veränderungen unter dem Motto „Better Lives through Better Business“ voranzutreiben.
  • Mitglied in der Floriculture Sustainability Initiative (FSI): Die Organisation aus den Niederlanden setzt sich für verantwortungsvolle Produktion und verantwortungsvollen Handel mit Pflanzen entlang der Lieferkette ein. Durch die Mitgliedschaft in der Initiative bekennt sich toom Baumarkt zum Ziel der Initiative, bis 2020 sowie darüber hinaus mindestens 90 Prozent der Zierpflanzen nach den Kriterien der Initiative nachhaltig zu beziehen. Lieferanten müssen demnach über einen Umwelt- und Sozialstandard gemäß geltenden Zertifizierungssystemen wie GLOBALG.A.P. und MPS GAP bzw. GRASP und MPS SQ verfügen. toom Baumarkt engagiert sich zudem aktiv in Arbeitskreisen, um den Zierpflanzenhandel nachhaltiger zu gestalten.

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