REWE Group-Nachhaltigkeitsbericht 2020

Abfall

Im Rahmen der Geschäftstätigkeit der REWE Group fallen verschiedene Arten an Abfällen an. Dabei ist die ordnungsgemäße Verwertung der nicht vermeidbaren Abfälle ein wichtiges Anliegen des Handelsunternehmens, um wertvolle Ressourcen zu schonen.

Um Nachhaltigkeit als festen Bestandteil in die Unternehmensprozesse zu integrieren, hat die REWE Group eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie mit den vier zentralen Säulen Grüne Produkte, Energie, Klima und Umwelt, Mitarbeiter:innen und Gesellschaftliches Engagement entwickelt. Im Rahmen der Säule Energie, Klima und Umwelt wurden darüber hinaus drei Handlungsfelder definiert: Energieeffizienz, Klimarelevante Emissionen und Ressourcenschonung. Die Aktivitäten mit Blick auf das Abfallmanagement sind dem Handlungsfeld Ressourcenschonung zuzuordnen. Die REWE Group verfolgt das Ziel, Abfälle nach Möglichkeit werkstofflich zu verwerten, um Ressourcen einzusparen.

GRI 306-1: Anfallender Abfall und erhebliche abfallbezogene Auswirkungen

GRI 306-2: Management erheblicher abfallbezogener Auswirkungen

Managementansatz

Beim Umgang mit Abfällen und Wertstoffen verfolgt die REWE Group gemeinsam mit ihren Entsorgungspartnern konsequent den Anspruch des Recyclings. Insbesondere die Wertstoffe, die in der Logistik anfallen, werden weitgehend sortenrein erfasst und können so optimal der werkstofflichen Verwertung zugeführt werden.

Das zeigt sich vor allem bei den nicht gefährlichen Abfällen, die nicht nur insgesamt zu einem hohen Anteil verwertet werden, sondern im Wesentlichen sogar werkstofflich. Im Berichtsjahr lag diese Quote bei rund 94 Prozent. Fast vollständig werkstofflich verwertet wird die Fraktion Papier, Pappe und Kartonagen (PPK), die mit knapp 46 Prozent den größten Anteil des gesamten Abfallaufkommens ausmacht. PPK ist ein wichtiger Rohstoff für die Papierindustrie, da aus den recycelten Fasern wieder Papier und Pappe hergestellt werden können. Aber auch bei Kunststoffen, Metallen, Glas und Abfällen aus den Märkten wird der größte Teil verwertet. Die in den Lebensmittelmärkten anfallenden organischen Abfälle werden geeigneten Biogasanlagen zugeführt und in Strom und Wärme umgewandelt.

Vermeidung von Lebensmittelverschwendung

Die REWE Group ist bestrebt, die Verlustquoten von Lebensmitteln auf ein Minimum zu reduzieren. Moderne Prognosesysteme und automatisierte Bestellverfahren in Verbindung mit kurzen Transportwegen und einer lückenlosen Kühlung tragen zu einer bedarfsgerechten Versorgung der Märkte bei, sodass der Anteil an nicht verkaufter Ware gering gehalten wird.
Eine wichtige Rolle für die richtige Einschätzung des Bedarfs spielt dabei auch die kaufmännische Erfahrung der Mitarbeiter:innen, für die die REWE Group regelmäßige Schulungen zu diesem Thema anbietet. Für Informationen zum Engagement der REWE Group zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung siehe Abschnitt Projekte und Förderungen.

GRI 306-3:

Angefallener Abfall

Die Menge nicht gefährlicher Abfälle innerhalb der Unternehmensgruppe in Deutschland und Österreich betrug 2020 rund 752.000 Tonnen. Sie stieg damit gegenüber dem Vorjahr um 8,4 Prozent. Dies ist auf die durch die Corona-Pandemie gewachsene Geschäftstätigkeit der REWE Group zurückzuführen und lässt sich vor allem an dem deutlichen Anstieg der Fraktion Papier, Pappe und Kartonagen an den Logistikstandorten ablesen. Die gefährlichen Abfälle, hierzu gehören vor allem bestimmte Elektroaltgeräte, Öle, Fahrzeugbatterien sowie Leuchtstoffröhren, machten in den Vorjahren mit deutlich weniger als einem Prozent nur einen sehr geringen Teil des gesamten Abfalls aus. Eine deutliche Steigerung des Aufkommens gefährlicher Abfälle ist nicht zu erwarten. Aufgrund des hohen Erfassungsaufwands werden sie daher nicht mehr im Nachhaltigkeitsbericht separat ausgewiesen.

Nicht gefährliche Abfälle – Absolutes Aufkommen (t)
2018 2019 2020
Absolutes Aufkommen (t) 682080 694032 752348
Nicht gefährliche Abfälle – Spezifisches Abfallaufkommen je Quadratmeter Verkaufsfläche (kg/m²)
2018 2019 2020
Spezifisches Abfallaufkommen (kg/m²) 88.8 91.6 98.9
Nicht gefährliche Abfälle – prozentuales Aufkommen nach Abfallart
Abfall zur Verwertung 10.4%
Organik 19.8%
PPK (Papier und Pappe/Karton) 45.7%
Kunststoffe 12.1%
Restmüll 5.7%
Sonstige (u.a. Holz, Metalle, Bauabfälle) 6.3%
in %

Geltungsbereich: Unternehmen der REWE Group in Deutschland und Österreich ohne Kaufleute (Anteil zunehmend). Nicht berücksichtigt wurde bei der Erfassung der Abfallanfall von Lekkerland sowie von den Einheiten, die im Berichtszeitraum bezogen auf den Geltungsbereich aus der REWE Group ausgeschieden sind.

Weitere Themen aus diesem Bereich:

Materialien

GRI 301

Energie

GRI 302

Betrieblicher
Wasserverbrauch

GRI 303

Klimaschutz auf Unternehmensebene

GRI 305

Logistik und Mobilität

GRI 307

Green Building

RG 1