REWE Group-Nachhaltigkeitsbericht 2019

Ökologische
Aspekte in der Lieferkette

Die REWE Group bezieht eine Vielzahl von Produkten und Produktbestandteilen aus dem In- und Ausland. Insbesondere im Anbau und in der Produktion entstehen dabei negative Umwelteffekte und es werden natürliche Rohstoffe verbraucht. Gleichzeitig steigt der weltweite Bedarf an Rohstoffen – aus diesem Grund ist der Schutz der Ressourcen ein bedeutendes Anliegen der REWE Group.

Um Nachhaltigkeit als festen Bestandteil in die Unternehmensprozesse zu integrieren, hat die REWE Group eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie mit den vier zentralen Säulen Grüne Produkte, Energie, Klima und Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaftliches Engagement entwickelt. Im Jahr 2017 wurde die Strategie Grüne Produkte 2030 verabschiedet, um Nachhaltigkeit noch stärker in die Beschaffungsprozesse zu integrieren. Im Rahmen der Handlungsfelder Mensch, Tier und Umwelt entwickelt das Handels- und Touristikunternehmen wirksame Maßnahmen in der Säule Grüne Produkte, um ökologische und soziale Auswirkungen zu reduzieren. Die Aktivitäten zu ökologischen Aspekten in der Lieferkette beziehen sich auf das Handlungsfeld Umwelt – mit dem Ziel, natürliche Ressourcen zu schützen und Biodiversität entlang der Lieferketten zu erhalten. Hierzu wurden die Fokusthemen Kreislaufwirtschaft, Biodiversität und Wasser definiert, an denen gezielt gearbeitet wird. Bei dem Thema Kreislaufwirtschaft liegt der aktuelle Fokus auf dem Thema Verpackungen.

GRI 308: Umweltbewertung der Lieferanten

Managementansatz

Um die ökologischen Auswirkungen entlang der Lieferketten zu verbessern, achtet die REWE Group bei der Auswahl ihrer Lieferanten und Geschäftspartner auf die Einhaltung von Umweltstandards. Gemeinsam mit ihnen arbeitet das Unternehmen daran, Lieferketten transparenter und die Herstellung ökologisch verträglicher zu gestalten. Mit der Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften hat die REWE Group die Grundsätze ihrer Geschäftsbeziehungen formuliert. Im Bereich Ökologie gehören dazu:

  • der schonende Umgang mit Ressourcen wie Boden, Luft, Wasser und natürlichen Rohstoffen,
  • Schutz und Erhalt von natürlichen Ökosystemen und der biologischen Vielfalt (Biodiversität) sowie
  • die Vermeidung und Reduktion von Umweltrisiken.

Diese Grundwerte gelten sowohl für die eigenen Geschäftsprozesse als auch für Geschäftspartner und Lieferanten der REWE Group. Im Falle vorsätzlicher grober Missachtung der in der Leitlinie beschriebenen Werte behält sich die REWE Group Sanktionen vor.

Um die wesentlichen ökologischen Auswirkungen zu identifizieren und geeignete Maßnahmen zur Verbesserung in den zum Teil sehr komplexen und globalen Lieferketten ihrer Produkte umzusetzen, wendet die REWE Group einen vierstufigen Prozess an.

Schritt 1: Mit ausführlichen Risiko- und Hot-Spot-Analysen werden Auswirkungen identifiziert. Seit dem Jahr 2016 hat die REWE Group ihren Ansatz zur Erfassung von Risiken deutlich ausgeweitet und systematisiert. Für weitere Informationen siehe Abschnitt Produktbezogene Risikoanalyse.

Schritt 2: Aus den im ersten Schritt gewonnenen Erkenntnissen leiten sich Fokusrohstoffe und Schwerpunktthemen ab. Dabei wurden Textil, Plastik und Metall und im Lebensmittelbereich Obst und Gemüse sowie Fleisch als Warengruppen mit besonders hohen Umweltauswirkungen identifiziert.

Schritt 3: Die Fokusrohstoffe und Schwerpunktthemen werden mit entsprechenden Maßnahmen bearbeitet, um negativen Effekten entgegenzuwirken. Diese Maßnahmen werden durch einen Managementansatz auf drei verschiedenen Ebenen umgesetzt:

  1. Interne Zusammenarbeit: beispielsweise durch Schulung von Einkäufern
  2. Zusammenarbeit in der Lieferkette: beispielsweise durch Anforderungen an Lieferanten oder den Einkauf zertifizierter Rohstoffe
  3. Zusammenarbeit mit Stakeholdern: beispielsweise durch die Weiterentwicklung von Standardorganisationen

Je nachdem, welche Risiken ermittelt werden, können Maßnahmen unterschiedlich definiert sein, beispielsweise eine Einforderung von Standards und Zertifizierungen, die Zusammenarbeit mit Standardorganisationen, der Beitritt zu Brancheninitiativen sowie Projekte mit Lieferanten und Erzeugern vor Ort.

Schritt 4: Die durchgeführten Aktivitäten werden überwacht und evaluiert. Die Erkenntnisse aus dem Monitoring fließen in die Weiterentwicklung der Maßnahmen ein.

Um die Fortschritte im Handlungsfeld Umwelt messbar zu machen, wurden folgende Ziele sowie Key Performance Indikatoren für die Eigenmarken definiert (für weitere Informationen siehe den übergeordneten Managementansatz Grüne Produkte):

KPI Ziel Status1
Anteil der relevanten Food- und Non-Food-Produzenten, die in einem Umweltprogramm integriert sind (REWE und PENNY in Deutschland) 100 % bis Ende 2030 ↗︎
Anteil umweltfreundlichere Eigenmarkenverpackungen 100 % bis Ende 2030 ↗︎
↗︎On Track Ziel erreichtZiel nicht erreicht
1 Genaue Angaben zum aktuellen Status werden durch die Einführung einer systemseitigen Erfassung voraussichtlich ab 2020 möglich sein.

Durch die REWE Group-Einkaufsgesellschaften vor Ort können Anforderungen und Problemstellungen direkt mit den Lieferanten bzw. Produktionsstätten besprochen und Maßnahmen implementiert werden. So ist im asiatischen Raum das Sourcing- und Beschaffungsbüro REWE Far East (RFE) für einen Teil der Beschaffung von Food- und Non-Food-Produkten zuständig und nimmt eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der Umweltbedingungen in der Lieferkette ein. Hierfür steht die Corporate-Responsibility-Abteilung der RFE im direkten Kontakt zu den Lieferanten und betreut das Green Production Program und Detox-Programm vor Ort.

Bei der Beschaffung von Obst und Gemüse wird die REWE Group durch ihre 100-prozentigen Tochterunternehmen Eurogroup und Campina Verde mit ihren einzelnen Ländervertretungen unterstützt. So gelingt es dem Handelsunternehmen, seine Wertschöpfungsketten transparenter zu gestalten. Die Länderbeauftragten für Spanien, Italien und Deutschland sorgen für einen engen Austausch mit der Produktion und helfen dabei, die Anforderungen der REWE Group bestmöglich umzusetzen.

GRI 308-2:

Negative Umweltauswirkungen in der Lieferkette und ergriffene Maßnahmen

Konkrete Maßnahmen zur Reduktion negativer ökologischer Auswirkungen setzt die REWE Group im Rahmen von drei Ansätzen um:

1. Interne Zusammenarbeit

Regelmäßig werden Mitarbeiter der REWE Group zu relevanten ökologischen Themen geschult, damit diese bei der Auswahl der Lieferanten sowie im Einkaufsprozess entsprechend Berücksichtigung finden. Zielgruppenorientiert werden Informationen zu relevanten Themen wie Biodiversität, Verpackungen oder Entwaldung zur Verfügung gestellt. Spezielle Anforderungen werden bereits im Ausschreibungsprozess berücksichtigt und in Lieferantenverträge integriert.

2. Zusammenarbeit in der Lieferkette

Das Lieferkettenmanagement der REWE Group umfasst die Lieferantenbewertung, -sensibilisierung und -verpflichtung sowie Audits und daraus abgeleitete Maßnahmen. Die REWE Group arbeitet mit etablierten Standards zusammen, um die Lieferkette schrittweise nachhaltiger zu gestalten.

Auf Lieferantenveranstaltungen und in individuellen Gesprächen mit Lieferanten sensibilisiert die REWE Group immer wieder für ökologische Themen. Außerdem sind die Anforderungen zu den Themen sowohl in den Verträgen mit den Lieferanten als auch in der Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften integriert, sodass die Einhaltung mit jeder Ausschreibung bzw. jedem Vertrag durch die Lieferanten bestätigt wird. Für Fokusrohstoffe, wie beispielsweise Kakao oder Palmöl, hat die REWE Group Leitlinien mit detaillierten Anforderungen und Zielen definiert, welche an die Lieferanten weitergegeben werden.

Ökologische Standards umsetzen

Bei der Umsetzung von Verbesserungen setzt die REWE Group auf international anerkannte Standards wie beispielsweise das Siegel Global Organic Textile Standard (GOTS) oder Cotton made in Africa für nachhaltige Textilien oder die FSC®- und PEFC™-Zertifizierungen für nachhaltige Forstwirtschaft. Auch Standards wie Rainforest Alliance, Naturland, Fairtrade, Blauer Engel, der Verband für Lebensmittel ohne Gentechnik e.V. und das EU-Bio-Siegel haben eine bedeutende Rolle für die REWE Group, um eine Verbesserung der ökologischen Bedingungen in der Lieferkette zu erwirken. In der Lieferkettenstufe der Produktion setzt die REWE Group unter anderem auf Instrumente der Business Environmental Performance Initiative (BEPI) oder des Detox-Programms. Außerdem engagiert sich die REWE Group durch die aktive Mitarbeit bei Plattformen wie dem Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) oder dem Forum Nachhaltiger Kakao (GISCO), um Standards weiterzuentwickeln und branchenweite Verbesserungen von ökologischen Bedingungen herbeizuführen (siehe dazu auch Abschnitt Fokusrohstoffe – Food und Fokusrohstoffe – Non-Food).

Eine Negativliste für den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln bei konventionellem Obst und Gemüse

Die REWE Group hat sich das Ziel gesetzt, die Pestizidbelastung bei konventionellem Obst und Gemüse zu reduzieren. Dazu arbeitet sie mit Erzeugern, NGOs und der Wissenschaft an Lösungen, um die Umwelt und Gesundheit möglichst wenig zu belasten und dabei die Produktion und Ertragssicherheit für die Landwirte sicherzustellen. Die REWE Group hat eine Negativliste definiert, die Wirkstoffe aufführt, die von den Erzeugern in der Produktion nicht eingesetzt werden dürfen. Diese Liste wird regelmäßig erweitert, zum Beispiel zuletzt um bestimmte Pestizide aus dem Bereich endokrine Disruptoren. Um die Spezifikationen weiterzuentwickeln, hat die REWE Group in den letzten Jahren spezifische Analyseberichte erstellen lassen – so beispielsweise für 2017 zum Thema endokrine Disruptoren und für 2018 zum Thema bienengefährliche Stoffe. Aktuell wird darüber hinaus an einem neuen Konzept für diese Analyseberichte gearbeitet. Zudem werden alle Obst- und Gemüseprodukte regelmäßig auf mögliche Rückstände durch Pflanzenschutzmittel im Rahmen des Qualitätsmanagements untersucht.

Umwelteffekte mit dem Green Production Program prüfen und verbessern

Im Jahr 2018 wurde ein Umweltprogramm für Lieferanten von REWE, PENNY und toom Baumarkt implementiert, das zum Erreichen des KPIs beiträgt: Das sogenannte Green Production Program basiert auf einem Prozess, der die Umwelteffekte in Produktionsstätten bei Lieferanten prüft, um diese anschließend zu verbessern und regelmäßig zu überwachen. Hierzu wurden zunächst ausgewählte Lieferanten im Rahmen eines Pilotprojekts mit Blick auf Umweltrisiken überprüft oder beraten. Seither werden sukzessive weitere Produktionsstätten in das Programm integriert – aktuell sind es alle 180 Plastik- und Metalllieferanten der REWE Group. Bei den strategischen Plastik- und Metalllieferanten wird zudem eine sechsmonatige Beratung durchgeführt. In einem nächsten Schritt werden nun auch die Lieferanten aller weiteren Warengruppen in das Green Production Program integriert. Neben dem Green Production Program, das unter anderem auf Instrumenten der Business Environmental Performance Initiative (BEPI) von amfori fußt, bestehen für andere Warenbereiche bereits etablierte Programme wie beispielsweise das Detox-Programm.

Detox-Programm gegen negative Auswirkungen in der Textilproduktion

Um die ökologischen Auswirkungen in der Lieferkette von Textilien zu verbessern, hat sich die REWE Group im Jahr 2014 der Detox-Kampagne von Greenpeace angeschlossen und ein entsprechendes Programm für Produkte mit der REWE Group als Inverkehrbringer in den Warengruppen Kleidung, Schuhe und Heimtextilien aufgesetzt. Das Ziel ist eine sichere Textilproduktion ohne gefährliche Chemikalien. Dazu arbeitet die REWE Group gemeinsam mit ihren Lieferanten daran, gefährliche Chemikalien systematisch aus der Textilproduktion zu eliminieren.

Chemikalien kommen vor allem in den sogenannten Nassprozessen der Textilproduktion wie dem Färben, Bleichen oder Waschen zum Einsatz. Wenn bei diesen Arbeitsschritten gefährliche Substanzen verwendet werden, kann dies zu einer Gesundheitsgefährdung der Arbeiter in den Fabriken führen. Gelangen die Chemikalien über das Abwasser der Fabriken in die Umwelt, können Gewässer und andere Ökosysteme dadurch Schaden nehmen.

Zur Umsetzung des Detox-Programms wurde im Jahr 2014 eine Roadmap verabschiedet, die den Weg bis 2020 aufzeigt. Der aktuelle Status der Roadmap wird in jährlichen Fortschrittsberichten dokumentiert (die Berichte können hier heruntergeladen werden: Fortschrittsbericht 2015, Fortschrittsbericht 2016, Fortschrittsbericht 2017, Fortschrittsbericht 2018, Fortschrittsbericht 2019).

Der Ansatz der REWE Group umfasst dabei folgende Elemente:

Das Chemikalienmanagement (1) umfasst die kontinuierliche Weiterentwicklung von Anforderungen an Lieferanten und Produkte. Dafür hat die REWE Group folgende Instrumente entwickelt:

  • Die Manufacturing Restricted Substances List (MRSL) 4.0 enthält die von der REWE Group als gefährlich eingestuften Chemikalien, die in der Produktion nicht eingesetzt werden dürfen. Um eine Standardisierung der Anforderungen zu unterstützen, hat die REWE Group sich dazu entschieden, ab 2020 auf die MRSL der Initiative „Zero Discharge of Hazardous Chemicals“ (ZDHC) zurückzugreifen.
  • Sieben Pilotprojekte zur Eliminierung von ausgewählten Chemikalien
  • Verbot gefährlicher Chemikaliengruppen
  • Abwasser- und Produkttests

Eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg des Detox-Programms ist die Zusammenarbeit entlang der Lieferkette und damit die Lieferantenentwicklung und das -management (2). Die REWE Group konnte darauf hinwirken, dass sich 100 Prozent der Lieferanten in der Lieferkette dem Detox-Programm verpflichtet haben. Zudem hat die REWE Group unter anderem folgende Maßnahmen umgesetzt:

  • Veröffentlichung einer Informationsbroschüre in fünf Sprachen
  • Treffen, Veranstaltungen und Workshops sowie ein Lieferantenevent
  • Capacity-Building-Programm für Nassprozessfabriken: 2019 wurden 21 Produzenten in China und Bangladesch trainiert. Dabei wurden Verbesserungen in den Bereichen Chemikalienmanagement, Managementsysteme, Prozessoptimierung, Abwasser und Abfallmanagement sowie Wasserverbrauch erfasst. Die teilnehmenden Produzenten der REWE Group konnten sich durchschnittlich um 19 Prozent verbessern.
  • Trainings in zehn Fabriken in Indien, Pakistan und der Türkei zur Root-Cause-Analyse: systematische Ermittlung der Ursachen von Verstößen, die bei Abwassertests festgestellt wurden
  • Aufbau eines Pools an Nassprozessfabriken, mit denen intensiv daran gearbeitet wird, die Detox-Ziele zu erreichen.
  • Aufnahme der Detox-Anforderungen als verbindliche Vorgaben in die Lieferantenverträge

Zur Umsetzung des Detox-Programms ist ein gemeinsames Vorgehen unabdingbar. Die Kooperation und der Dialog mit Stakeholdern (3) ist damit ein wesentlicher Bestandteil. So nimmt die REWE Group auf verschiedenen Ebenen aktiv am Austausch mit Stakeholdern teil:

  • Austausch zu Best Practices mit anderen Einzelhändlern und Textilunternehmen
  • Mitglied im Bündnis für nachhaltige Textilien und Aktivitäten in der Bündnisinitiative Umwelt- und Chemikalienmanagement
  • Unterstützung des neuen deutschen Textilsiegels Grüner Knopf
  • Jährliche Veröffentlichung eines Detox-Fortschrittsberichts, um Stakeholder transparent zu informieren – hier wird auch die Auswertung der Abwassertests dargestellt.

Im Rahmen der Detox-Verpflichtung arbeitet die REWE Group an Maßnahmen zur Förderung von geschlossenen Materialkreisläufen im Textilbereich – einem Closed Loop Model (4). Folgende Schritte wurden in den vergangenen Jahren unternommen:

  • Durchführung einer wissenschaftlichen Studie zum Thema Closed Loop
  • Optimierungsprojekte und Lieferantengespräche zur Vermeidung von Verpackungsmaterialien
  • Erhöhung der Recyclingfähigkeit der Textilverpackung durch Verzicht auf hochglänzende Beschichtung der Papiereinleger
  • Einführung eines Rücknahmesystems für Textilien: Bis Ende 2019 wurden 623 Container zur Sammlung von Altkleidern aufgestellt.
  • Angebot von Produkten mit recycelten Fasern
  • Kundenkommunikation zu den Themen umweltfreundliches Waschen und Upcycling von Textilien

3. Zusammenarbeit mit Stakeholdern

Um Rahmenbedingungen zu verbessern, bündelt die REWE Group in Brancheninitiativen und Partnerschaften ihre Kräfte mit anderen Unternehmen sowie weiteren Stakeholdern und erhöht damit ihren Einfluss. Zudem beteiligt sich die REWE Group aktiv an der Weiterentwicklung dieser Partnerschaften und vertritt dort ihre Interessen.

Die REWE Group war im Berichtsjahr 2019 in zwei Arbeitsgruppen zu ökologischen Themen in der Lieferkette bei der amfori Business Environmental Performance Initiative (BEPI) vertreten. Als aktiver Teil des Standard Committees der Rainforest Alliance unterstützt das Handelsunternehmen die Entwicklung des neuen Standards. Zudem engagiert sich die REWE Group in den folgenden nationalen und internationalen Initiativen, die sich ebenfalls mit den Umweltauswirkungen in Lieferketten befassen:

  • Mitglied bei amfori BEPI: Die amfori Business Environmental Performance Initiative (BEPI) unterstützt Unternehmen bei der Verbesserung ihrer umweltorientierten Leistungen in globalen Lieferketten. Die REWE Group ist neben der Mitgliedschaft bei amfori BEPI auch im amfori Member Advisory Council vertreten, um eine fachkundige strategische Beratung aus unternehmerischer Sicht zu bieten.
  • Austausch und Zusammenarbeit mit dem Aquaculture Stewardship Council (ASC): Das Fisch-Gütesiegel setzt sich für umweltgerechtere Aquakulturen ein und zeichnet verantwortungsbewusst gezüchtete Fische und Meeresfrüchte aus.
  • Mitglied beim World Banana Forum: Das Forum bringt unterschiedliche Stakeholder der weltweiten Bananenlieferkette zusammen, um einen nachhaltigeren Anbau, die Einhaltung von Menschenrechten und die Verbesserung von Arbeitsbedingungen zu erreichen.
  • Mitglied beim Bündnis für nachhaltige Textilien: Das Bündnis ist eine Partnerschaft unterschiedlicher Stakeholder, um Verbesserungen entlang der globalen Wertschöpfungskette in der Textilindustrie durchzusetzen. Die REWE Group hat für 2019 erneut eine Roadmap entwickelt, die auf die Bündnisziele einzahlt. Im Rahmen des Reportings des Textilbündnisses wird die REWE Group über Fortschritte im Jahr 2019 berichten.
  • Mitglied im Board bei Cotton made in Africa: Diese Initiative wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Lebensbedingungen der Menschen in den afrikanischen Baumwollanbaugebieten zu verbessern.
  • Mitglied bei der Fruit Juice CSR Platform: Die Plattform treibt soziale und ökologische Verbesserungen in den Lieferketten der Fruchtsaftindustrie voran. Sie wurde ins Leben gerufen, um die europäischen Fruchtsaftproduzenten dabei zu unterstützen, CSR-Maßnahmen in ihre Unternehmensstrategien zu integrieren und so einen langfristigen nachhaltigen Beitrag entlang der globalen Wertschöpfungskette von Fruchtsäften für alle Stakeholder zu erreichen.
  • Austausch und Zusammenarbeit mit dem Forest Stewardship Council (FSC®): Die Organisation setzt sich für eine nachhaltige Forstwirtschaft ein und stellt die Einhaltung wichtiger Umwelt- und Sozialstandards sicher.
  • Gründungsmitglied beim Forum Nachhaltiger Kakao (GISCO): Die Multi-Stakeholder-Initiative engagiert sich für die Verbesserung der Lebensumstände von Kakaobauern, den Schutz natürlicher Ressourcen und der Biodiversität sowie für den Anbau und die Vermarktung nachhaltigen Kakaos.
  • Gründungsmitglied beim Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP): Ziel der Multi-Stakeholder-Initiative ist es, den Anteil nachhaltig erzeugten Palmöls signifikant zu erhöhen und gleichzeitig existierende Zertifizierungen und Standards zu verbessern. Die REWE Group war bis 2019 im Vorstand des FONAP vertreten.
  • Mitglied im GLOBALG.A.P. Technical Committee Aquakultur: Das Technical Committee Aquakulturen befasst sich neben Fragen der Lebensmittelsicherheit sowie Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz auch mit entscheidenden Kriterien für Umweltmaßnahmen (einschließlich Biodiversität) und Tierschutz. Der GLOBALG.A.P. Aquakultur Standard deckt alle Arten in Aquakulturen ab.
  • Regelmäßiger Austausch und Zusammenarbeit mit dem Marine Stewardship Council (MSC): Der MSC ist eine unabhängige und gemeinnützige Organisation, die ein Siegel für Fisch und Meeresfrüchte aus nachhaltigem Wildfang vergibt. Die zertifizierten Fischereien sorgen für einen nachhaltigen Fischbestand, intakte marine Lebensräume und den Schutz gefährdeter Arten
  • Austausch und Zusammenarbeit mit dem Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes (PEFCTM): Das System zur Sicherstellung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung betrachtet die gesamte Produktherstellung vom Rohstoff bis zum Endprodukt, eine Kontrolle erfolgt durch unabhängige Gutachter.
  • Mitglied im Rainforest Alliance Standards Committee: Rainforest Alliance ist ein Nachhaltigkeitsstandard für die Produktion von Agrarrohstoffen und -produkten. Das Standards Committee entscheidet auf Grundlage der öffentlichen Standardkonsultationen über die inhaltliche Weiterentwicklung.
  • Beteiligung bei der Initiative Wirtschaft macht Klimaschutz: Das Dialogforum vernetzt die deutsche Wirtschaft zum Zweck des Klimaschutzes. Ziel ist es, die Erarbeitung konkreter Klimaschutzmaßnahmen in Unternehmen anzustoßen, um einen Beitrag zu den Klimaschutzzielen zu leisten.
  • Zusammenarbeit mit XertifiX: Um die Lieferkette von Natursteinen bis in den Steinbruch lückenlos zu verfolgen und die Einhaltung von sozialen wie ökologischen Kriterien unabhängig zu kontrollieren, arbeitet toom Baumarkt mit den unabhängigen Experten von XertifiX zusammen.

Weitere Themen aus diesem Bereich:

Produktbezogene Risikoanalysen

GRI 102-11

Regionalität

GRI 204-1

Fokusrohstoffe – Food

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Fokusrohstoffe – Non-Food

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GRI FP2

Verpackungen

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Biodiversität

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Soziale Aspekte
in der Lieferkette

GRI 412, 414

Kundengesundheit und Produktsicherheit

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Nachhaltigen Konsum fördern

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Tierwohl

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Kinder- und Zwangsarbeit

GRI 408, 409

Haltungsbedingungen

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Ernährung

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Existenzsichernde
Löhne und Einkommen

GRI 414

Wasser

GRI 303