REWE Group-Nachhaltigkeitsbericht 2018

Wirtschaftliche Leistung

Der langfristige Unternehmenserfolg der REWE Group basiert auf ihrer genossenschaftlichen Struktur, die durch Werte wie Solidarität, Zusammenhalt und Nachhaltigkeit geprägt ist. Das genossenschaftliche Selbstverständnis, die daraus erwachsene Führungskultur und die damit verbundene langfristige, generationenübergreifende Ausrichtung schaffen für alle Stakeholder Sicherheit und Stabilität, ob Mitglieder, Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten oder das gesamte sozioökonomische Umfeld. Aufsichtsrat, Anteilseigner, Kaufleute und Vorstand der REWE Group bekennen sich daher zu der auf Dauer angelegten genossenschaftlichen Struktur als Garant für Unabhängigkeit und Selbstbestimmung.

GRI 201: Wirtschaftliche Leistungen

Managementansatz

Die REWE Group will ökonomisch langfristig erfolgreich sein und ihre Geschäftstätigkeiten umwelt- und sozialverträglich gestalten. Dies ist verankert in der Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften, die für alle Mitarbeiter und die Vertragspartner der REWE Group maßgeblich ist. In der Leitlinie bekennt sich das Unternehmen unter anderem zur Reduzierung der durch die Geschäftsprozesse entstehenden Treibhausgasemissionen, zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen und zum schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen. Darüber hinaus trägt das Unternehmen durch die Entwicklung sozial- und umweltverträglicherer Produkte und Dienstleistungen sowie durch die Erweiterung des nachhaltigeren Sortiments dazu bei, negative Auswirkungen der Geschäftstätigkeit zu minimieren.

GRI 201-1:

Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert

Der Gesamtaußenumsatz der REWE Group wuchs im Jahr 2018 um 4,7 Prozent auf 61,2 Milliarden Euro. Der Gesamtumsatz des REWE-Konzerns betrug im Jahr 2018 53,4 Milliarden Euro (Vorjahr: 49,4 Milliarden Euro) (für weitere Angaben siehe auch den kombinierten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018, Seite 12 und 14).

Umsatzentwicklung
in Mio. € 2018 2017 Veränderung absolut Veränderung in Prozent
Handel Deutschland 31.443,7 28.621,1 2.822,6 9,9
Handel International 14.242,7 13.353,5 889,2 6,7
Touristik 4.880,0 4.649,6 230,4 5,0
Baumarkt 2.151,1 2.130,8 20,3 1,0
Sonstige 660,3 669,3 -9,0 -1,3
Gesamt 53.377,8 49.424,3 3.953,5 8,0

Ergebniskennzahlen
in Mio. € 2018 2017 Veränderung absolut Veränderung in Prozent
Umsatzerlöse 53.377,8 49.424,3 3.953,5 8,0
Materialaufwand einschließlich Bestandsveränderungen -40.378,2 -36.948,6 -3.429,6 -9,3
Rohertrag 12.999,6 12.475,7 523,9 4,2
Rohertragsquote 24,4% 25,2 %
EBITDA 1.843,1 1.594,9 248,2 15,6
Abschreibungen/Zuschreibungen und Wertminderungen (ohne Firmenwerte) -1.234,6 -1.103,5 -131,1 -11,9
EBITA 608,5 491,4 117,1 23,8
Wertminderungen auf Firmenwerte -10,4 0,0 -10,4 0,0
EBIT 598,1 491,4 106,7 21,7
Finanzergebnis -14,6 -16,6 2,0 12,0
EBT 583,5 474,8 108,7 22,9
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -153,7 -133,0 -20,7 -15,6
Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen 429,8 341,8 88,0 25,7
Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen 0,0 -4,0 4,0 100,0
EAT/Jahresergebnis 429,8 337,8 92,0 27,2

GRI 201-3:

Verbindlichkeiten für leistungsorientierte Pensionspläne und sonstige Vorsorgepläne

REWE Group-Pensionskasse
Die zusätzliche Vorsorge für das Alter gewinnt angesichts der demografischen Entwicklung zunehmend an Bedeutung. Dessen ist sich auch die REWE Group bewusst und bietet ihren Mitarbeitern mit der REWE Group-Pensionskasse eine betriebliche Altersversorgung, die sich speziell an den Bedürfnissen von Mitarbeitern im Handel orientiert.

Die REWE Group-Pensionskasse sieht neben der Altersvorsorge auch Leistungen im Falle von Invalidität und Tod vor und kann auch bei einem Wechsel des Arbeitgebers weitergeführt werden. Darüber hinaus haftet die REWE Group für die Sicherheit der eingezahlten Beiträge und unterstützt die Mitarbeiter mit einem arbeitgeberfinanzierten Beitrag von bis zu 300 Euro im Jahr. Eigene Beiträge aus Bruttoentgeltumwandlung der Beschäftigten fördert das Unternehmen mit einem Zuschuss von bis zu 15 Prozent. In Österreich bietet die REWE International AG ein vergleichbares Modell an.

REWE Group-Höherversorgung
Die Leistungen der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung sind bis zur sogenannten Beitragsbemessungsgrenze limitiert. Für Beschäftigte mit Einkommen oberhalb dieser Grenze ist der Handlungsbedarf für eine zusätzliche Altersvorsorge daher größer, weil der Abstand zwischen dem letzten Gehalt und dem höchstmöglichen gesetzlichen Rentenanspruch sehr groß werden kann. Um auch den Interessen dieser Zielgruppe gerecht zu werden, bietet die REWE Group mit der REWE Group-Höherversorgung ein eigenes Altersversorgungsmodell an. Der Vorteil besteht insbesondere in der steuerbefreiten Ansparmöglichkeit auch größerer arbeitnehmerfinanzierter Beiträge durch Bruttoentgeltumwandlung. Da nationales Sozialversicherungs- und Steuerrecht die Rahmenbedingungen betrieblicher Altersvorsorge bestimmt, finden sich im Ausland eigene Vorsorgeformen.

Historische Altersversorgungsmodelle
Neben den oben angeführten aktiven Altersversorgungsmodellen werden sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Zusagen der Beschäftigten von in der Vergangenheit zugekauften Unternehmen fortgeführt und spiegeln sich gegebenenfalls in den Pensionsrückstellungen des Geschäftsberichts wider.

2018 entsprach der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined Benefit Obligation, kurz DBO) 1.003,4 Millionen Euro (zuzüglich 238,8 Millionen Euro pensionsähnlicher Verpflichtungen; 2017: 998,1 Millionen Euro bzw. 243,5 Millionen Euro). Weitere Angaben finden sich im kombinierten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018 ab Seite 129.

Weitere Leistungen
Weitere Leistungen für Arbeitnehmer betreffen die unten dargestellten freiwilligen übertariflichen Sonderzahlungen und freiwillige Sozialleistungen wie Hinterbliebenenbezüge und Ruhestandsbeihilfen, deren Volumen als Bestandteil der sogenannten „pensionsähnlichen Verpflichtungen“ sichtbar wird.

Freiwillige übertarifliche Sonderzahlungen nach Vertriebslinie, in Euro

Vertriebslinie Jahr Euro
Handel Deutschland 2016 51.345.413
2017 57.558.722
2018 56.942.695
Handel International (Österreich) 2016 -
2017 -
2018 -
Touristik 2016 234.000
2017 242.000
2018 245.000
Baumarkt 2016 2.700.049
2017 2.757.977
2018 2.699.678
Sonstige 2016 8.518.443
2017 8.973.589
2018 9.600.905
Gesamt (Scope NH-Bericht) 2016 62.797.904
2017 69.532.287
2018 69.488.278

Das 13. und 14. Gehalt (Urlaubs- und Weihnachtsgeld) sind in Österreich kollektivvertraglich geregelt und damit nicht übertariflich.

Betriebliche Altersvorsorge nach Vertriebslinie, in Euro

Anteil der Teilnehmer an der betrieblichen Altersvorsorge (an der Summe aller Bezugsberechtigten) in % Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge (Arbeitnehmer + Arbeitgeber) in Euro
Vertriebslinie Jahr
Handel Deutschland 2016 24,6 27.411.364
2017 23,5 30.373.824
2018 22,4 31.800.602
Handel International (Österreich) 2016 5,2 595.200,0
2017 5,1 598.200,0
2018 5,2 620.400,0
Touristik 2016 63,3 5.487.000
2017 64,1 5.606.000
2018 63,3 5.629.000
Baumarkt 2016 34,1 3.843.507
2017 33,6 4.160.498
2018 32,5 4.076.178
Sonstige 2016 37,4 12.933.275
2017 36,8 14.899.269
2018 37,0 11.674.634
Gesamt (Scope NH-Bericht) 2016 22,3 50.270.345
2017 21,7 55.637.792
2018 20,9 53.800.814

In Österreich gibt es seit September 2010 eine betriebliche Altersvorsorge für Mitarbeiter. Die Firmenpension für Führungskräfte in Österreich ist nicht in der Tabelle aufgeführt.

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