REWE Group-Nachhaltigkeitsbericht 2018

Grundsätze und Leitlinien

Die REWE Group hat Grundwerte, Verhaltensnormen, die Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften sowie diverse rohstoffspezifische Leitlinien definiert, um verantwortungsvolles Handeln im Unternehmen und darüber hinaus in den Lieferketten zu verankern.

GRI 102-16:

Werte, Grundsätze, Standards und Verhaltensnormen

Mit dem Ziel „Die beste Leistung – für Kunden, Kaufleute, Mitarbeiter“ wurden die Grundwerte der REWE Group im Rahmen des Leitbilds 2008 wie folgt formuliert:

  • Wir handeln eigenverantwortlich im Sinne der Gemeinschaft!
  • Wir handeln für den Kunden – wir sind mitten im Markt!
  • Wir haben Mut für Neues, Stillstand ist Rückschritt!
  • Wir begegnen einander offen, mit Vertrauen und Respekt. Unser Wort gilt!
  • Wir ringen um die beste Lösung, entscheiden wohlüberlegt und handeln konsequent!
  • Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und handeln nachhaltig!

Regelungen für das integre Verhalten aller Mitarbeiter und Führungskräfte einschließlich Vorstand und Aufsichtsräten sind im Verhaltenskodex der REWE Group spezifiziert und verbindlich niedergelegt. Er soll auch jenen, die mit der REWE Group zusammenarbeiten, eine Orientierung geben.

Basis des nachhaltigen Handelns in der REWE Group ist die Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften. Sie konkretisiert den Grundwert „Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und handeln nachhaltig!“ und dient damit als verbindliche Orientierung für Mitarbeiter, Führungskräfte, Geschäftspartner und Lieferanten.

In ihrer Grundsatzerklärung Menschenrechte verpflichtet sich die REWE Group dazu, die Menschenrechte zu stärken und Menschenrechtsverletzungen vorzubeugen. Dieses Bekenntnis gilt sowohl für die eigenen Geschäftstätigkeiten als auch für die globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten.

Spezifische Leitlinien legen Standards fest

Ein wichtiges Instrument, um die Lieferketten kritischer Rohstoffe nachhaltiger zu gestalten, sind die Leitlinien der REWE Group. Darin legt das Unternehmen Standards für den Bezug von Rohstoffen wie etwa Kakao, Palmöl oder Fisch fest und definiert einen Zeitraum, bis wann die Umstellung auf nachhaltigere Rohstoffe erfolgt sein muss. Folgende Leitlinien hat die REWE Group bis Anfang 2019 verabschiedet:

  • Leitlinie für Fairness: Definiert Prozesse zur Stärkung der Menschenrechte und der Verbesserung von Arbeitsbedingungen (Download).
  • Leitlinie für Fische, Krebs- und Weichtiere: Definiert Standards für Wildfisch und Fische aus Aquakultur, darunter anspruchsvolle Transparenzkriterien (Download).
  • Leitlinie für Kakaoerzeugnisse: Definiert Anforderungen für die Beschaffung von Kakao und erläutert die bereits erfolgte Umstellung auf zertifizierte Quellen (Download).
  • Leitlinie für Orangensaft: Legt Ziele und Maßnahmen für eine nachhaltigere Orangensaftproduktion fest und definiert Verpflichtungen der Geschäftspartner (Download).
  • Leitlinie für umweltfreundlichere Verpackungen: Legt den Handlungsrahmen der REWE Group fest, um Verpackungen der Eigenmarken umweltfreundlicher zu gestalten (Download).
  • Leitlinie für nachhaltigere Textilien: Legt Anforderungen an die Sozial- und Umweltstandards der Lieferanten von Textilprodukten fest (Download).
  • Leitbild Nutztierhaltung der Zukunft: Formuliert Grundwerte und Ziele für die Umsetzung einer artgerechten Tierhaltung (Download).
  • Leitlinie für Natursteinerzeugnisse: Definiert einen Umsetzungsrahmen für die Verbesserung von Sozial- und Umweltstandards in der Produktion von Natursteinen (Download).
  • Leitlinie für Palmöl- und Palmkernölerzeugnisse: Legt einen anspruchsvollen Umsetzungsfahrplan für die Umstellung auf nachhaltiges Palmöl fest und definiert Anforderungen, die über etablierte Standards hinausgehen (Download).
  • Leitlinie für Produkte aus ökologischem Landbau: Definiert Standards für Bio-Eigenmarken, die in vielen Punkten über die Anforderungen des EU-Biosiegels hinausgehen (Download).
  • Leitlinie für Soja als Futtermittel: Formuliert als wesentliche Anforderung die Gentechnikfreiheit von importiertem Sojaschrot und die Prüfung von Substitutionsmöglichkeiten durch heimische Eiweißquellen (Download).

Auch im Jahr 2019 sollen weitere Leitlinien veröffentlicht und bestehende aktualisiert werden.

Daten zum Status und Zielerreichungsgrad der Leitlinien werden in den Abschnitten Fokusrohstoffe – Food und Fokusrohstoffe – Non-Food berichtet.

GRI 102-17:

Verfahren zu Beratung und Bedenken in Bezug auf die Ethik

Nach der Einführung eines professionellen Antikorruptionssystems im Jahr 2007 hat sich die REWE Group im Jahr 2010 entschlossen, eine eigenständige dezentrale Compliance-Organisation aufzubauen: Der Zentralbereich Governance & Compliance bündelt und koordiniert alle Compliance-relevanten Aktivitäten innerhalb der REWE Group. In den Geschäftseinheiten und den Landesgesellschaften steht jeweils ein Compliance Officer als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung.

Das Ziel des Compliance-Management-Systems (CMS) der REWE Group ist, Verstößen gegen gesetzliche und unternehmensinterne Regelungen vorzubeugen und dadurch Schaden vom Unternehmen sowie die persönliche Haftung von Unternehmensorganen und Mitarbeitern abzuwenden. Zur Erreichung dieses Ziels besteht ein Compliance-Programm, das eine Vielzahl von präventiven Maßnahmen umfasst – dazu zählt die Durchführung von Risk Assessments, Schulungen und Beratungen. Verstöße gegen gesetzliche Vorgaben oder interne Regelungen, insbesondere in Bezug auf Korruption, können über ein konzernweites Hinweisgebersystem an die zuständigen Compliance Officers oder an einen externen Ombudsmann gemeldet werden. Diese nehmen Hinweise sämtlicher Mitarbeiter der REWE Group oder Dritter entgegen, die den Verdacht auf solche Verstöße begründen (für weitere Informationen siehe auch Abschnitt Compliance).

Weitere Themen aus diesem Bereich:

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GRI 102-45 – 102-47, 102-49

Berichtsprofil

GRI 102-48, 102-50 – 102-56

Wirtschaftliche Leistung

GRI 201

Compliance

GRI 205, 206, 307, 419

Zusammenarbeit mit Politik

GRI 415

Datenschutz

GRI 418