REWE Group-Nachhaltigkeitsbericht 2018

Gleichbehandlung

Diskriminierung bezeichnet die Benachteiligung von Personen oder Personengruppen aufgrund bestimmter Eigenschaften. Das Verbot der Diskriminierung ist als Menschenrecht definiert und bildet die Grundlage für ein respektvolles Miteinander. Insbesondere in Unternehmen ist die Gewährleistung einer Gleichbehandlung der Mitarbeiter ein bedeutendes Element.

Um Nachhaltigkeit als festen Bestandteil in die Unternehmensprozesse zu integrieren, hat die REWE Group eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie mit den vier zentralen Säulen Grüne Produkte, Energie, Klima und Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaftliches Engagement entwickelt. Im Rahmen der Säule Mitarbeiter wurden darüber hinaus fünf Handlungsfelder definiert: Werte und Kultur, Ausbildung und Entwicklung, Gesundheit und Sicherheit, Beruf und Lebensphasen sowie Vielfalt und Chancengleichheit. Die Aktivitäten im Bereich Gleichbehandlung sind dem Handlungsfeld Vielfalt und Chancengleichheit zuzuordnen.

GRI 406: Nichtdiskriminierung

Managementansatz

Die REWE Group pflegt eine Unternehmenskultur, die geprägt ist von einem vertrauens- und respektvollen Umgang zwischen Kunden, Mitarbeitern und Geschäftspartnern. Dies ist verankert in den Grundwerten des Unternehmens. Zudem gilt für alle Mitarbeiter und Geschäftspartner die Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften, welche eine ausdrückliche Formulierung hinsichtlich des Diskriminierungsverbots enthält: „Wir tolerieren keine Diskriminierungen in Beschäftigung und Beruf aus Gründen wie Geschlecht, Hautfarbe, Religion, ethnischer Herkunft, Alter, Nationalität, Familienstand, sexueller Orientierung, Behinderung, sozialer Herkunft oder politischer Anschauung.“ Dieses Prinzip gilt sowohl für die Einstellung neuer Mitarbeiter, für Mitarbeiter in bestehenden Arbeitsverhältnissen als auch für Geschäftspartner.

In allen Vertriebslinien gibt es Ansprechpartner, an die sich die Mitarbeiter im Falle einer Diskriminierung wenden können, unter anderem in den Bereichen Compliance und beim Betriebsrat sowie im Netzwerk di.to (mehr Informationen zum Thema di.to (different together) siehe Abschnitt Vielfalt und Chancengleichheit). Darüber hinaus können die Mitarbeiter auf die Führungskräfte und den HR-Bereich zugehen. Jegliche Hinweise auf Diskriminierung werden konsequent verfolgt, die vertrauliche Behandlung wird dabei selbstverständlich gewährleistet. In diesem Zusammenhang werden persönliche Gespräche mit den Betroffenen geführt und der Betriebsrat eingebunden. Bei der REWE Group in Österreich stehen den Mitarbeitern für diesen Zweck 14 geschulte Ansprechpartner beratend zur Seite. Im Jahr 2017 trat das Entgelttransparenzgesetz in Kraft. Es dient dazu, ein gleiches Entgelt für Frauen und Männer bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit durchzusetzen. Im Berichtsjahr wurden 17 Anfragen von Mitarbeitern zu diesem Thema verzeichnet. Mit Blick auf Anfragen zur gleichen Bezahlung können sich die Mitarbeiter an den zentralen Bereich Compensation & Benefit wenden. Dieser Prozess ist mit den Betriebsräten abgestimmt.

GRI 406-1:

Diskriminierungsvorfälle und ergriffene Abhilfemaßnahmen

Die REWE Group verfolgt sämtliche Hinweise auf Diskriminierung konsequent und ahndet sie mit disziplinarischen sowie gegebenenfalls personellen Maßnahmen. Im Berichtszeitraum gab es in Deutschland keine Diskriminierungsfälle, die rechtlich weiterverfolgt wurden. Ein Fall konnte im Gespräch zwischen der Führungskraft und den Beteiligten geklärt werden. In Österreich wendeten sich zwei Mitarbeiter aufgrund von sexueller Diskriminierung an ihre Ansprechpartner. In beiden Fällen konnten einvernehmliche Lösungen gefunden werden. Im Berichtszeitraum gab es keine anonymen Anfragen. Mit der Aktion „Sexuelle Belästigung und Diskriminierung – NEIN danke!“ informiert die REWE Group in Österreich ihre Mitarbeiter über Möglichkeiten, gegen derartige Vorfälle vorzugehen. So stehen eigens geschulte Mitarbeiter betroffenen Personen im Unternehmen jederzeit zur Seite – ob in einem anonymen Gespräch oder auch, um aktiv Schritte einzuleiten.

Weitere Themen aus diesem Bereich:

Beschäftigung

GRI 401

Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Verhältnis

GRI 402

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

GRI 403

Aus- und Weiterbildung

GRI 404

Vielfalt und Chancengleichheit

GRI 405