REWE Group-Nachhaltigkeitsbericht 2017

Wirtschaftliche Leistung

GRI 201: Wirtschaftliche LeistungenManagementansatz

Der langfristige Unternehmenserfolg der REWE Group basiert auf ihrer genossenschaftlichen Struktur, die ihre Werte wie Solidarität, Zusammenhalt und Nachhaltigkeit geprägt hat. Das genossenschaftliche Selbstverständnis, die daraus erwachsene Führungskultur und die damit verbundene langfristige, generationenübergreifende Ausrichtung schaffen für alle Stakeholder Sicherheit und Stabilität, ob Mitglieder, Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten oder das gesamte sozioökonomische Umfeld. Aufsichtsrat, Anteilseigner, Kaufleute und Vorstand der REWE Group bekennen sich daher zu der auf Dauer angelegten genossenschaftlichen Struktur als Garant für Unabhängigkeit und Selbstbestimmung.

Die REWE Group will ökonomisch langfristig erfolgreich sein und ihre Geschäftstätigkeiten umwelt- und sozialverträglich gestalten. Dies ist verankert in der Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften, die für alle Mitarbeiter und die Vertragspartner der REWE Group maßgeblich ist. In der Leitlinie bekennt sich das Unternehmen unter anderem zur Reduzierung der durch die Geschäftsprozesse entstehenden Treibhausgasemissionen, zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen und zum schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen. Darüber hinaus trägt das Unternehmen durch die Entwicklung sozial- und umweltverträglicherer Produkte und Dienstleistungen sowie durch die Erweiterung des nachhaltigeren Sortiments dazu bei, negative Auswirkungen der Geschäftstätigkeit zu minimieren.

GRI 201-1: Erwirtschafteter und verteilter wirtschaftlicher Wert

Der Gesamtaußenumsatz der REWE Group wuchs im Jahr 2017 um 6,7 Prozent auf 57,8 Milliarden Euro. Der Gesamtumsatz des REWE-Konzerns betrug im Jahr 2017 49,4 Milliarden Euro (Vorjahr: 45,64 Milliarden Euro) (für weitere Angaben siehe auch den kombinierten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017, Seite 11 und 13).

Umsatzentwicklung
in Mio. € 2017 2016 Veränderung absolut Veränderung in Prozent
Handel Deutschland 28.621,1 25.588,8 3.032,3 11,9
Handel International 13.353,5 12.710,0 643,5 5,1
Touristik 4.649,6 4.576,4 73,2 1,6
Fachmarkt National 2.130,8 2.088,5 42,3 2,0
Sonstige 669,3 672,3 -3,0 -0,4
Gesamt 49.424,3 45.636,0 3.788,3 8,3

Ergebniskennzahlen
in Mio. € 2017 2016 Veränderung absolut Veränderung in Prozent
Umsatzerlöse 49.424,3 45.636,0 3.788,3 8,3
Materialaufwand einschließlich Bestandsveränderungen -36.948,6 -33.954,4 -2.994,2 -8,8
Rohertrag 12.475,7 11.681,6 794,1 6,8
Rohertragsquote 25,2 % 25,6 %
EBITDA 1.594,9 2.002,6 -407,7 -20,4
Abschreibungen / Zuschreibungen und Wertminderungen (ohne Firmenwerte) -1.103,5 -1.006,0 -97,5 -9,7
EBITA 491,4 996,6 -505,2 -50,7
Wertminderungen auf Firmenwerte 0,0 -137,0 137,0 100,0
EBIT 491,4 859,6 -368,2 -42,8
Finanzergebnis -16,6 28,8 -45,4 < -100
EBT 474,8 888,4 -413,6 -46,6
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -133,0 -396,1 263,1 66,4
Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen 341,8 492,3 -150,5 -30,6
Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen -4,0 -29,8 25,8 86,6
EAT / Jahresergebnis 337,8 462,5 -124,7 -27,0

GRI 201-3: Verpflichtungen aus leistungsorientierten und anderen Pensionsplänen

REWE Group-Pensionskasse

Die zusätzliche Vorsorge für das Alter gewinnt angesichts der demografischen Entwicklung zunehmend an Bedeutung. Dessen ist sich auch die REWE Group bewusst und bietet ihren Mitarbeitern mit der REWE Group-Pensionskasse eine betriebliche Altersversorgung, die sich speziell an den Bedürfnissen von Mitarbeitern im Handel orientiert.

Die REWE Group-Pensionskasse sieht neben der Altersvorsorge auch Leistungen im Falle von Invalidität und Tod vor. Die REWE Group-Pensionskasse kann bei einem Wechsel des Arbeitgebers weitergeführt werden. Darüber hinaus haftet die REWE Group für die Sicherheit der eingezahlten Beiträge und unterstützt die Mitarbeiter mit einem arbeitgeberfinanzierten Beitrag von bis zu 300 Euro im Jahr. Eigene Beiträge aus Bruttoentgeltumwandlung der Beschäftigten fördert das Unternehmen mit einem Zuschuss von bis zu 15 Prozent. In Österreich bietet die REWE International AG ein vergleichbares Modell an.

REWE Group-Höherversorgung

Die Leistungen der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung sind bis zur sogenannten Beitragsbemessungsgrenze limitiert. Für Beschäftigte mit Einkommen oberhalb dieser Grenze ist der Handlungsbedarf für eine zusätzliche Altersvorsorge daher größer, weil der Abstand zwischen dem letzten Gehalt und dem höchstmöglichen gesetzlichen Rentenanspruch sehr groß werden kann. Um auch den Interessen dieser Zielgruppe gerecht zu werden, bietet die REWE Group mit der „REWE Group-Höherversorgung“ ein eigenes Altersversorgungsmodell an. Der Vorteil besteht hier insbesondere in der steuerbefreiten Ansparmöglichkeit auch größerer arbeitnehmerfinanzierter Beiträge durch Bruttoentgeltumwandlung. Da nationales Sozialversicherungs- und Steuerrecht die Rahmenbedingungen betrieblicher Altersvorsorge bestimmt, finden sich im Ausland eigene Vorsorgeformen.

Historische Altersversorgungsmodelle

Neben den oben angeführten aktiven Altersversorgungsmodellen werden sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Zusagen der Beschäftigten von in der Vergangenheit zugekauften Unternehmen fortgeführt und spiegeln sich gegebenenfalls in den Pensionsrückstellungen des Geschäftsberichts wider.

2017 entsprach der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined Benefit Obligation, kurz DBO) 998,1 Millionen Euro (zuzüglich 243,5 Millionen Euro pensionsähnlicher Verpflichtungen; 2016: 934,7 Millionen Euro bzw. 243,8 Millionen Euro). Weitere Angaben befinden sich im kombinierten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 ab Seite 121.

Weitere Leistungen:

Weitere Leistungen für Arbeitnehmer betreffen die unten dargestellten freiwilligen übertariflichen Sonderzahlungen und freiwillige Sozialleistungen wie Hinterbliebenenbezüge und Ruhestandsbeihilfen, deren Volumen als Bestandteil der sogenannten „pensionsähnlichen Verpflichtungen“ sichtbar wird.

Freiwillige übertarifliche Sonderzahlungen nach Region, in Euro

Vertriebslinie Jahr Euro
Vollsortiment National 2015 24.324.514
2016 24.802.240
2017 25.046.462
Vollsortiment International (Österreich) 2015 -
2016 -
2017 -
Handel Deutschland Zentralgesellschaften 2015 1.950.080
2016 2.975.003
2017 3.467.743
Discount National 2015 7.874.067
2016 8.262.509
2017 8.391.562
Discount Österreich 2015 -
2016 -
2017 -
Fachmarkt National 2015 2.572.515
2016 2.662.439
2017 2.709.734
Touristik National 2015 245.000
2016 234.000
2017 242.000
Sonstige 2015 8.443.022
2016 8.518.443
2017 8.973.549
Gesamt (Scope NH-Bericht) 2015 45.409.197
2016 47.454.633
2017 48.831.050

Das 13. und 14. Gehalt (Urlaubs- und Weihnachtsgeld) sind in Österreich kollektivvertraglich geregelt und damit nicht übertariflich.

Betriebliche Altersvorsorge in Euro, nach Region

Anteil der Teilnehmer an der betrieblichen Altersvorsorge (an der Summe aller Bezugsberechtigten) in % Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge (Arbeitnehmer + Arbeitgeber) in Euro
Vertriebslinie Jahr
Vollsortiment National 2015 30,7 14.863.047
2016 30,3 15.066.498
2017 29,1 15.077.488
Vollsortiment International (Österreich) 2015 5,3 562.500
2016 5,3 578.700
2017 5,2 582.000
Discount National 2015 31,1 6.767.105
2016 30,0 5.729.480
2017 29,4 5.618.818
Discount Österreich 2015 2,2 15.600
2016 2,3 16.500
2017 2,2 16.200
Fachmarkt National 2015 36,4 3.570.379
2016 35,8 3.610.530
2017 35,2 3.936.964
Touristik National 2015 61,9 5.329.000
2016 63,3 5.487.000
2017 64,1 5.606.000
Sonstige 2015 38,3 11.354.836
2016 37,4 12.933.275
2017 36,9 14.899.269
Gesamt (Scope NH-Bericht) 2015 26,4 44.167.946
2016 26,3 46.422.325
2017 25,8 51.564.506

In Österreich gibt es seit September 2010 eine betriebliche Altersvorsorge für Mitarbeiter. Die Firmenpension für Führungskräfte in Österreich ist nicht in der Tabelle aufgeführt.

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