REWE Group-Nachhaltigkeitsbericht 2017

Arbeitssicherheit
und Gesundheitsmanagement

GRI 403: Arbeitssicherheit und GesundheitsschutzManagementansatz

Die Bereiche Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement sind seit Sommer 2017 organisatorisch in die HR-Services Arbeitssicherheit & Gesundheitsschutz sowie das Center of Expertise (CoE) Gesundheit & Innovation unterteilt. Das CoE Gesundheit & Innovation, zuständig für das Gesundheitsmanagement, engagiert sich ergänzend zum klassischen Arbeits- und Gesundheitsschutz konsequent für die Mitarbeiter der REWE Group. Ein wichtiges Ziel ist es, die Gesundheit der Mitarbeiter nachhaltig zu fördern und so die Gesundheitsquote zu steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die REWE Group unterschiedliche gesundheitsfördernde Maßnahmen ausgebaut und neue ins Leben gerufen. Zudem entwickelt und koordiniert das CoE Gesundheit & Innovation Konzepte im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung und bietet den Strategischen Geschäftseinheiten und deren Beschäftigten zahlreiche Angebote, wie Gesundheitsvorsorge-Screenings, Fit.Netz-Angebote (Bewegungs- und Entspannungskurse) oder das Projekt LoS! (Lebensphasenorientierte Selbsthilfekompetenz). Auch beteiligt sich das CoE Gesundheit & Innovation an verschiedenen regionalen und nationalen Projekten. Für weitere Maßnahmen zum Thema Gesundheit siehe GRI 403-3.

Auch in der REWE International AG ist das Thema betriebliche Gesundheitsförderung in der Nachhaltigkeitsstrategie integriert. Die Förderung fußt auf drei Säulen: Körper, Soziales und Geist/Wohlbefinden. Ausgehend von Pilotprojekten im Filialbereich gibt es seit 2010 auch ein Programm für die Mitarbeiter in den Zentralen der Handelsunternehmen. Dieses umfasst individuelle Fitness-Einheiten, Beratungen zu Ergonomie am Arbeitsplatz sowie Vorträge zur Stärkung des Gesundheitsbewusstseins. Im Filialbereich werden Vorsorge- und Gesundenuntersuchungen durch bezahlte Freistellung für die Zeit der Untersuchung unterstützt. Auch Schulungen zum richtigen Heben und Tragen sowie ergonomische Gesundheitsschuhe werden angeboten.

Die arbeitsmedizinische Betreuung wird einheitlich durch einen überbetrieblichen Dienstleister für die Vertriebslinien der REWE Group (REWE, PENNY, toom Baumarkt und DER Touristik) sichergestellt. Der Dienstleister wird national durch das CoE Gesundheit & Innovation sowie in Abstimmung mit den Verantwortlichen in den Geschäftseinheiten und den Fachkräften für Arbeitssicherheit bedarfsgerecht entsprechend den strategischen Zielsetzungen koordiniert.

In den HR-Services Arbeitssicherheit & Gesundheitsschutz wurden die Vollzeit-Fachkräfte für Arbeitssicherheit in einer Organisationseinheit zusammengeführt und betreuen insbesondere die Gesellschaften im Handel Deutschland als interner Dienstleister entsprechend den gesetzlichen Anforderungen. Eine Koordination der sechs regional aufgestellten Teams mit ihren Teamleitern erfolgt dabei national über die leitende Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Unter Berücksichtigung der staatlichen und berufsgenossenschaftlichen Vorschriften finden regelmäßige Begehungen der Arbeitsstätten, systematische Analysen von Unfällen, Auswertungen der im Arbeitsschutz eingehenden Berichte von Behörden (wie Bezirksregierung, Gewerbeaufsicht, Amt für Arbeitsschutz oder Berufsgenossenschaft) sowie regelmäßige Arbeitsschutzausschuss-Sitzungen statt. Entscheidend ist zudem, Mitarbeiter für Arbeitssicherheit sowie gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen und -prozesse zu sensibilisieren. Im Rahmen eines kontinuierlichen Entwicklungsprozesses werden Schwerpunkte regelmäßig überprüft und weiter ausgebaut. Einer der Schwerpunkte liegt in der Entwicklung einer „technisch modernen“ und effizienten Gefährdungsbeurteilung. Das Ziel ist es, ein System zu entwickeln, mit dem die Gefahrenschwerpunkte erfasst, bewertet und Vorschläge für geeignete Umsetzungsmaßnahmen entwickelt werden können. Die Gefährdungsbeurteilung basiert auf systematischen Marktbegehungen mit elektronischer Erfassung der Gefährdungen. Insbesondere für PENNY, toom Baumarkt und REWE Digital (sowie die zu diesen Gesellschaften gehörenden Logistikstandorte) wurde durch die Verantwortlichen in Zusammenarbeit mit den FASI (Fachkraft für Arbeitssicherheit) flächendeckend das System „Gefährdungsbeurteilung Online“ der Berufsgenossenschaft Handel und Warendistribution (BGHW) umgesetzt. Mithilfe eines Tablets oder am Markt-PC wird dabei eine elektronische Checkliste mit relevanten Aspekten aufgerufen und auf mögliche Risiken hin bewertet.

Bei der physischen Gefährdungsbeurteilung werden Mitarbeiterbefragungen und Checklisten hinzugezogen, die so weit wie möglich IT-basiert dokumentiert werden. Außerdem werden mitarbeiterbezogene Instrumente wie Mitarbeiter-Foren, (Gesundheits-) Zirkel, Arbeitssituationserfassungen und andere moderierte Workshopverfahren genutzt. Als Basis-Instrument zur Unterweisung in den REWE- und PENNY-Märkten existiert seit 2012 ein E-Learning zum Thema Arbeits- und Gesundheitsschutz in allen Filialen und wird von den Beschäftigten und den Führungskräften durchgeführt. Um das Gelernte nachhaltig zu verankern, finden jährliche Wiederholungen statt. Spezielle Themen, insbesondere örtliche Besonderheiten, der Einsatz und die Nutzung von Maschinen und Geräten, werden vor Ort durch die Verantwortlichen mit den Nutzern besprochen. PENNY bildet in den Märkten zusätzlich Brandschutz- und Evakuierungshelfer aus. Aus jedem Markt absolvieren ein bis zwei Mitarbeiter sowie der Marktleiter ein E-Learning. Zudem werden sie regelmäßig praktisch geschult.

Für Auszubildende wurde bei PENNY in den Jahren 2014 und 2015 im Rahmen der Erstunterweisung eine interaktive Schulungsunterlage (Azupoly) entwickelt. Durch spielerische Wissensvermittlung im Sinne einer Unterweisung soll erreicht werden, dass jungen Menschen die Themen Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung verständlich und praxisnah vermittelt werden. Bereits 2015 wurde Azupoly mit dem Präventionspreis der BGHW ausgezeichnet. Das Programm hat sich seitdem zu einem jährlichen Standardprogramm entwickelt, das alle PENNY-Auszubildenden zu Beginn ihrer Tätigkeit durchlaufen und das zwischenzeitlich auch auf andere Gesellschaften übertragen wurde.

GRI 403-2: Art und Rate der Verletzungen, Berufskrankheiten, Arbeitsausfalltage und Abwesenheit sowie Zahl der arbeitsbedingten Todesfälle

Unfälle, Berufskrankheiten, Ausfalltage und Todesfälle

Die von der REWE Group erhobene Unfallstatistik erfasst die Arbeitsunfälle sowie die damit verbundenen Ausfalltage und ermöglicht eine Auswertung nach Geschlecht und Geschäftsfeld. Die Darstellung erfolgt wie die BGHW-Statistiken entsprechend als meldepflichtige Unfälle pro 1.000 Full Time Equivalent (FTE, deutsch: Vollzeitäquivalent).

2017 stieg die Unfallrate im Vergleich zu 2016 leicht auf 44,4 Unfälle pro 1.000 FTE an und ist damit trotzdem um 2,3 Unfälle pro 1.000 FTE niedriger als 2015. Bedauerlicherweise sind die Arbeits- als auch Wegeunfälle im Berichtszeitraum gestiegen, allerdings wurden erfreulicherweise keine Todesfälle gemeldet. Der Krankenstand innerhalb der REWE Group ist im Berichtszeitraum erneut leicht gestiegen und lag 2017 bei 6,4 Prozent (2016: 6,3 Prozent, 2015: 6,1 Prozent). Der bezahlte Krankenstand lag im Berichtszeitraum bei 4,3 Prozent und ist damit im Vergleich zu 2016 minimal gestiegen (2016: 4,2 Prozent, 2015: 4,1 Prozent).

Seit der Einführung im Jahr 2008 setzt die REWE Group den kassenartenübergreifenden Gesundheitsbericht regelmäßig verstärkt ein und diskutiert ihn in unterschiedlichen Gremien. Der Gesundheitsbericht umfasst die bei den größten Krankenkassen in der REWE Group gemeldeten Arbeitsunfähigkeiten, Daten zu Berufskrankheiten werden nicht dokumentiert. Erfahrungen zeigen jedoch, dass bei der REWE Group anerkannte Berufskrankheiten nur in einem geringen Umfang zum Tragen kommen.

Raubüberfälle sind in den Märkten der REWE Group – wie im gesamten Einzelhandel – leider nach wie vor ein aktuelles Thema. Die betroffenen Mitarbeiter können sowohl unter körperlichen als auch psychischen Schäden leiden. Das kann zu längeren Ausfallzeiten führen. Eine Akutintervention nach traumatischen Ereignissen kann hier sehr hilfreich sein. 2017 wurden 155 von Raubüberfällen betroffene Arbeitnehmer in Deutschland und Österreich gemeldet, 37 weniger als im Vorjahr. Die Akutintervention, das heißt eine professionelle psychologische Beratung nach traumatischen Ereignissen, ist im Betrachtungszeitraum bei REWE und PENNY durch verstärkte Aufklärung und Prozessoptimierung auf über 60 Prozent Inanspruchnahme gestiegen (BGHW-weit liegt die Quote bei rund 20 Prozent).

Die REWE Group-Dienstleister sind in der Regel selbstständige dezentrale Vertragspartner, sodass Daten zu Unfallraten, Krankenstand und Todesfällen in Bezug auf externe Dienstleister derzeit nicht erfasst werden.

Unfälle, Raubüberfälle und Todesfälle

Gesamt (Scope NH-Bericht) Deutschland Österreich
Art Geschlecht 2015 2016 2017 2015 2016 2017 2015 2016 2017
Unfälle 1.000 FTE* weiblich 47,3 43,2 43,5 59,5 54,7 55,8 18,5 16,1 13,9
männlich 53,8 51,3 53,9 60,4 56,7 61,0 30,1 31,9 28,1
Ergebnis 49,7 46,2 47,4 59,9 55,5 57,9 22,0 20,9 18,2
Anzahl verunfallte Mitarbeiter (Arbeits- und Wegeunfälle) weiblich 3.552 3.271 3.379 3.140 2.907 3.062 412 364 317
männlich 2.334 2.295 2.515 2.048 1.982 2.235 286 313 280
Ergebnis 5.886 5.566 5.895 5.188 4.889 5.297 698 677 598
Anzahl verunfallte Mitarbeiter (Arbeitsunfälle) weiblich 2.663 2.458 2.571 2.663 2.458 2.571 - - -
männlich 1.813 1.774 1.961 1.813 1.774 1.961 - - -
Ergebnis 4.476 4.232 4.532 4.476 4.232 4.532 - - -
Anzahl verunfallte Mitarbeiter (Wegeunfälle) weiblich 477 449 491 477 449 491 - - -
männlich 235 208 274 235 208 274 - - -
Ergebnis 712 657 765 712 657 765 - - -
Durch Raubüberfälle betroffene Arbeitnehmer weiblich 116 114 104 116 114 104 - - -
männlich 57 56 39 57 56 39 - - -
Ergebnis 189 192 155 173 170 143 16 22 12
Tödliche Unfälle weiblich 1 1 - 1 1 - - - -
männlich 2 2 - 2 1 - - 1 -
Ergebnis 3 3 - 3 2 - - 1 -

In Österreich ist die Trennung in Arbeits- und Wegeunfälle gesetzlich nicht vorgeschrieben, daher ist diese Trennung in den Systemen auch nicht vorhanden und nicht auswertbar. Es wird für Österreich nur die Gesamtzahl Unfälle (Arbeits- und Wegeunfälle) angegeben. In der Gesamtsumme Geltungsbereich NH-Bericht fehlen somit in den Spalten Arbeitsunfälle und Wegeunfälle jeweils die Zahlen aus Österreich.

*FTE = Full Time Equivalent

Ohne EHA Austria, Mayflor, Commercetools und Zoo Royal.

Ausfalltage durch Unfälle

Ausfalltage durch Unfälle 2015 2016 2017
Geschlecht TAG TAG TAG
Gesamt (Scope NH-Bericht)  weiblich 65.916 67.658 68.068
männlich 39.841 37.711 42.632
Ergebnis 105.757 105.369 110.719
Deutschland  weiblich 60.285 62.202 64.017
männlich 35.576 33.481 37.678
Ergebnis 95.861 95.683 101.694
Österreich weiblich 5.631 5.456 4.051
männlich 4.265 4.230 4.954
Ergebnis 9.896 9.686 9.025

Ohne EHA Austria, Mayflor, Commercetools und Zoo Royal. Aufgrund von Rundungen kommt es zu Abweichungen bei den Summen.

Krankenstand

2015 2016 2017
Krankenstand gesamt Krankenstand gesamt Krankenstand gesamt
Region Geschlecht  % % %
Gesamt (Scope NH-Bericht)  weiblich 6,5 6,8 6,9
männlich 5,5 5,5 5,6
Ergebnis 6,1 6,3 6,4
Deutschland weiblich 7,3 7,8 7,9
männlich 6,0 6,1 6,1
Ergebnis 6,8 7,1 7,1
Österreich  weiblich 4,6 4,6 4,8
männlich 3,8 3,9 4,2
Ergebnis 4,4 4,4 4,6

Ohne EHA Austria, Mayflor, Commercetools und Zoo Royal. Aufgrund von Rundungen kommt es zu Abweichungen bei den Summen.

GRI 403-3: Mitarbeiter mit hohem Auftreten von oder Risiko für Krankheiten, die mit ihrer beruflichen Tätigkeit in Verbindung stehen

Hinweise auf Arbeitnehmer, die aufgrund ihrer Tätigkeit eine hohe Erkrankungsrate oder -gefährdung aufweisen, liegen nicht vor.

Um gesundheitsbewusstes Verhalten der Mitarbeiter zu fördern, finden verschiedene Projekte statt. So erfreuten sich die Präventionskurse des betrieblichen Gesundheitsmanagements in Köln unter dem Namen Fit.Netz einer hohen Teilnehmerzahl: 2015, 2016 und 2017 wurden insgesamt rund 4.000 Kursplätze belegt. Auf Marktebene und in der Logistik spielt insbesondere das Thema Ergonomie am Arbeitsplatz eine große Rolle. Hier verursachen oftmals wiederkehrende Bewegungsabläufe sowie falsches Heben, Tragen und Stehen häufig Schmerzen und Ausfalltage. Aus diesem Grund wurden im Berichtszeitraum in vielen Regionen die Ergonomie-Trainings „Heben und Tragen“ und „Kasse“ zur richtigen Einstellung und Gestaltung der Arbeitsplätze, aber beispielsweise auch Aktionstage zum Thema Rückengesundheit durchgeführt. Zudem werden in den Vertriebslinien auf regionaler Ebene vielzählige unterschiedliche präventive Angebote gemacht, z. B. Sprechstunden zur persönlichen Beratung an allen Verwaltungsstandorten sowie Gesundheitstage, Fitness-Checks, Krebsvorsorge (Hautscreening), Grippeschutzimpfungen, Ernährungskurse, Nichtraucherkurse, Massage am Arbeitsplatz, individuelle Kurse und Workshops oder Online-Coaching-Kurse in Zusammenarbeit mit der DAK Gesundheit. Das Projekt „Voll im Leben – Kenn Dein Limit“ der Vollsortimentsregion Südwest richtet sich mit dem Thema Suchtprävention speziell an Jugendliche und junge Beschäftigte. Es wurde 2013 erstmalig mit rund 350 Auszubildenden durchgeführt und von der Berufsgenossenschaft Handel und Warendistribution (BGHW) als „Projekt mit Vorbildcharakter“ ausgezeichnet. Aufgrund der sehr guten Resonanz der jungen Berufstätigen ist „Voll im Leben – Kenn Dein Limit“ seit 2014 zum festen Bestandteil der Ausbildung bei der REWE Südwest geworden.

Weitere Beispiele für das Angebot zur Gesundheitsförderung sind:

  • In den Logistiklagern in der Region Süd werden nach und nach Fitnessräume eingerichtet.
  • In der Region West wurden für Mitarbeiter und Führungskräfte Schulungen zu den Themen „Umgang mit Stress“, „Progressive Muskelentspannung“ und „Gesund managen“ durchgeführt.
  • In der Region Nord/Lehrte wurde zum wiederholten Mal die „Tour de REWE“ veranstaltet, innerhalb derer das REWE Gesundheitsmobil verschiedene Märkte besuchte und Check-up- und Informationsmodule wie Cardio- oder Venen-Scans für die Mitarbeiter anbot.
  • Seit 2017 wird in PENNY LIVE (Radio in den Märkten) zweimal wöchentlich vor Marktöffnung „Der Gesundschreiber“ gespielt. Fachexperten und Ärzte geben Ratschläge rund um das Thema Gesundheit.

2016 hat toom Baumarkt die Gesundheitsförderung dezentralisiert. So wurde in allen Regionen eine Suchtberatung mit ausgebildeten Suchtberatern vor Ort implementiert und eine Sprechstunde zur persönlichen Beratung am Verwaltungsstandort der Zentrale eingeführt. Des Weiteren beinhaltet die Gesundheitsförderung Seminare zum Thema „Gesund managen“ sowie Gesundheitstage an einzelnen Logistikstandorten und eine Gesundheitsolympiade in einzelnen Baumärkten.

Bei der Gesundheitsprävention spielt der Umgang mit Stress und psychischen Belastungen eine wichtige Rolle. Psychische Belastung wirkt sich auf Beschäftigungsfähigkeit, Motivation und Arbeitsleistung von Beschäftigten teilweise gravierend aus. Die REWE Group hat deshalb schon 2011 in Kooperation mit dem Institut für gesundheitliche Prävention (IFGP) das Projekt „LoS! – Lebensphasenorientierte Selbsthilfekompetenz“ ins Leben gerufen. In den Jahren 2013 bis 2017 wurden in zehn Multiplikatoren-Qualifizierungen kollegiale Erstberater ausgebildet, sodass aktuell rund 140 sogenannte „LoS!-Multiplikatoren“ als Ansprechpartner für Mitarbeiter in kritischen Lebensphasen zur Verfügung stehen. Zur Unterstützung der ehrenamtlichen Tätigkeit der Multiplikatoren werden regelmäßig neue Handlungshilfen entwickelt.

Die Aktivitäten der betrieblichen Gesundheitsförderung in den REWE Zentralfirmen in Österreich orientieren sich an der biopsychosozialen Gesundheit der Mitarbeiter und Führungskräfte und gliedern sich in die Handlungsfelder Ergonomie am Arbeitsplatz, Ernährung, Psyche/Entspannung, Sport/Bewegung, Vorsorge und Arbeitszeitflexibilisierung. In diesem Zusammenhang liegt ein Schwerpunkt der REWE International AG auf der Sensibilisierung der Mitarbeiter für physische und psychische Gesundheitsfaktoren. Zu den Maßnahmen zählen hierbei die konzernweit verpflichtende Führungskräfte-Akademie mit einem Modulschwerpunkt „Gesundes Führen“ und das BILLA-Burnout-Präventions-Curriculum. Zusätzlich besteht einerseits die Möglichkeit eines individuellen Coachings für Führungskräfte, andererseits eines arbeitspsychologischen Coachings für Mitarbeiter.

Für ihr hohes Engagement im Bereich Gesundheitsförderung wurde die REWE International AG (Österreich) zum dritten Mal mit dem Gütesiegel „Betriebliche Gesundheitsförderung“ ausgezeichnet.

Das betriebliche Eingliederungsmanagement unterstützt Mitarbeiter, die nach längerer Krankheit wieder in den Beruf einsteigen. Es orientiert sich an den gesetzlichen Regelungen und berücksichtigt betriebliche Rahmenbedingungen wie Standort oder Mitarbeiterstrukturen. Darüber hinaus können alle Mitarbeiter der Region Süd das Netzwerk Reha REWE nutzen – ein Kooperationsprojekt von REWE, der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd, Schwaben und Nordbayern sowie verschiedener Rehabilitationskliniken. Das Netzwerk Reha REWE ermöglicht Mitarbeitern beispielsweise eine gezielte, qualitativ hochwertige und arbeitsplatzbezogene Rehabilitation.

Auch in Österreich wurde 2017 das betriebliche Eingliederungsmanagement (Wiedereingliederungsteilzeit) gesetzlich eingeführt.Die REWE Österreich fördert dieses Modell, das bereits von einigen Mitarbeitern in Anspruch genommen wird.

Weitere Themen aus diesem Bereich:

GRI 401

Beschäftigung

GRI 402

Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Verh.

GRI 404

Aus- und Weiterbildung

GRI 405

Vielfalt und Chancengleichheit

GRI 406

Gleichbehandlung