REWE Group-Nachhaltigkeitsbericht 2017

Abfall

GRI 306: Abwasser und AbfallManagementansatz

Beim Umgang mit Abfällen und Wertstoffen verfolgt die REWE Group gemeinsam mit ihren Entsorgungspartnern konsequent den Anspruch des Recyclings. Insbesondere die Wertstoffe, die im Bereich Logistik anfallen, werden möglichst sortenrein erfasst und können so optimal der weiteren Verwertung zugeführt werden.

Das zeigt sich vor allem an den hohen Verwertungsquoten bei den nicht gefährlichen Abfällen, die zu einem hohen Anteil werkstofflich verwertet werden.

Seit 2008 liegt diese Quote bei über 90 Prozent, seit 2012 relativ konstant bei über 95 Prozent. Fast vollständig werkstofflich verwertet wird die Fraktion Papier, Pappe und Kartonagen (PPK), die mit 45 Prozent den größten Anteil des gesamten Abfallaufkommens ausmacht. Dies ist ein wichtiger Rohstoff für die Papierindustrie, da aus den recycelten Fasern wieder Papier und Pappe hergestellt werden kann. Aber auch bei Kunststoffen, Metallen, Glas sowie Abfällen aus Märkten wird der größte Teil verwertet. Die in den Lebensmittelmärkten anfallenden organischen Abfälle werden geeigneten Biogasanlagen zugeführt und in Strom und Wärme umgewandelt.

Im Bereich Lebensmittel ist die REWE Group bestrebt, die Verlustquoten auf ein Minimum zu reduzieren. Moderne Prognosesysteme und automatisierte Bestellverfahren in Verbindung mit kurzen Transportwegen und einer lückenlosen Kühlung tragen zu einer bedarfsgerechten Versorgung der Märkte bei, sodass der Anteil an nicht verkaufter Ware gering gehalten wird.

Eine wichtige Rolle für die richtige Einschätzung des Bedarfs spielt dabei auch die kaufmännische Erfahrung der Mitarbeiter, für die die REWE Group regelmäßige Schulungen zu diesem Thema anbietet.

Neben dem Anfall von Abfällen entstehen durch die Geschäftstätigkeit der REWE Group auch Abwässer. Das Unternehmen leitet keine Abwässer direkt in Gewässer ein, sondern führt diese den an den Standorten üblichen öffentlichen oder privaten Abwassersystemen zu.

GRI 306-2: Abfall nach Art und Entsorgungsverfahren

Die Menge nicht gefährlicher Abfälle innerhalb der Unternehmensgruppe in Deutschland und Österreich betrug 2017 rund 650.600 Tonnen. Die gefährlichen Abfälle, hierzu gehören vor allem bestimmte Elektroaltgeräte, Öle, Fahrzeugbatterien sowie Leuchtstoffröhren, machten 2017 mit 1.567 Tonnen, nur einen sehr geringen Teil des gesamten Abfalls aus. Im Vergleich zu den nicht gefährlichen Abfällen liegt die Menge der gefährlichen Abfälle deutlich unter einem Prozent.

Nicht gefährliche Abfälle – Absolutes Aufkommen (t)
2015 2016 2017
Absolutes Aufkommen (t) 622859 637089 650610
Nicht gefährliche Abfälle – Spezifisches Abfallaufkommen je Quadratmeter Verkaufsfläche (kg/m²)
2015 2016 2017
Spezifisches Abfallaufkommen (kg/m²) 84.8 87.7 88.4
Nicht gefährliche Abfälle – Absolutes Aufkommen (t)
Abfall zur Verwertung 11.4%
Organik 18.8%
PPK (Papier und Pappe/Karton) 44.6%
Kunststoffe 13.1%
Restmüll 5.4%
Sonstige (u.a. Holz, Metalle, Bauabfälle) 6.6%
in %
Gefährliche Abfälle – Absolutes Aufkommen (t)
2015 2016 2017
Absolutes Aufkommen (t) 1453 1357 1567

Geltungsbereich: Unternehmen der REWE Group in Deutschland und Österreich ohne Partnerkaufleute. Nicht berücksichtigt wurden Einheiten, die im Berichtszeitraum aus der REWE Group ausgeschieden sind: Rothermel.

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