REWE Group-Nachhaltigkeitsbericht 2015/2016

Tierwohl

Nachhaltigere SortimenteManagementansatz (GRI 103-1, 103-2, 103-3)

Die Nutztierhaltung ist ein wesentlicher Zweig der landwirtschaftlichen Produktion und tierische Produkte wie Fleisch oder Eier ein fester Bestandteil heutiger Ernährungsgewohnheiten. Die aktuelle Diskussion in der Gesellschaft zum Thema Tierwohl zeigt aber auch, dass Verbrauchern eine artgerechte Haltung der Nutztiere immer wichtiger wird.

Tierwohl in der Nutztierhaltung verbessern

In ihrer Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften bekennt sich die REWE Group zur Einhaltung und Verbesserung von Tierschutzstandards und setzt diesen Anspruch im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie um. Bereits seit Jahren engagiert sich das Unternehmen daher intensiv für mehr Tierwohl, Tiergesundheit und Tierschutz. Dafür entwickelt die REWE Group Maßnahmen, die auf die jeweilige Tierart zugeschnitten sind und die Rahmenbedingungen der verschiedenen Wertschöpfungsketten berücksichtigen.

Die Maßnahmen werden unter anderem in PRO PLANET-Projekten durchgeführt, in denen beispielsweise die Fütterung und Haltungsbedingungen von Hähnchen und Legehennen verbessert wurden. Weitere Schwerpunkte des Engagements liegen in der Produktion von Schweine-, Puten- und Kaninchenfleisch sowie Frischmilch. Ein wichtiger Tierwohlaspekt betrifft schmerzhafte Eingriffe wie die Kastration von Ferkeln oder das Kürzen von Schnäbeln bei Legehennen, für deren Verzicht die REWE Group anspruchsvolle Ziele formuliert hat. Bei der Umsetzung ist die REWE Group in engem Austausch mit ihren relevanten Stakeholdern, wie Lieferanten, Wissenschaftlern und NGOs.

Initiative Tierwohl

Als Gründungsmitglied der Initiative Tierwohl setzt sich die REWE Group auch für die Verbesserung branchenweiter Tierwohlstandards ein. Der Zusammenschluss aus Vertretern der Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und des Lebensmittelhandels verfolgt das Ziel einer tiergerechteren Fleischerzeugung. Die beteiligten Unternehmen des deutschen Lebensmitteleinzelhandels führen mit einem Beitrag von vier Cent (6,25 Cent ab 01.01.2018) pro Kilogramm verkaufter Schweine- und Geflügelfleischware einen Gesamtbetrag von rund 255 Mio. Euro in den kommenden drei Jahren an die Initiative Tierwohl ab. So stehen jährlich rund 85 Mio. Euro, bzw. ab 2018 130 Mio. Euro, für die Finanzierung von Tierwohlmaßnahmen zur Verfügung, die über gesetzliche Bestimmungen hinausgehen. Durch die Beteiligung von mehr als 3.000 Betrieben konnten die Haltungsbedingungen für über 255 Millionen Schweine, Hähnchen und Puten verbessert werden. Die Weiterentwicklung der Initiative sieht eine Aufstockung der finanziellen Ressourcen auf 100 Mio. Euro pro Jahr vor, um weiteren schweinehaltenden Betrieben die Teilnahme zu ermöglichen.

Leitbild Nutztierhaltung der Zukunft

Die REWE Group hat 2015 mit dem Leitbild Nutztierhaltung der Zukunft ein Positionspapier veröffentlicht, das die übergreifenden Ziele der REWE Group für eine nachhaltigere Nutztierhaltung dokumentiert. Das Leitbild zeigt die verschiedenen Anforderungen auf, die eine zukunftsfähige Landwirtschaft in Einklang bringen muss. Dazu zählen neben Tierwohl auch Umwelt- und Klimaschutz, Ressourceneffizienz, Lebensmittelsicherheit und Wirtschaftlichkeit. Außerdem formuliert die REWE Group mit dem Leitbild einen Wertekanon für ihr Tierwohlengagement, der sich an den „Fünf Freiheiten“ einer verantwortungsvollen Nutztierhaltung orientiert, die durch das Farm Animal Welfare Council des britischen Landwirtschaftsministeriums definiert wurden:

  1. Freiheit von Hunger, Durst und Fehlernährung
  2. Freiheit von Unbehagen
  3. Freiheit von Angst, Stress und Leiden
  4. Freiheit von Schmerzen, Verletzungen und Krankheiten
  5. Freiheit zum Ausleben normaler Verhaltensweisen

Das Leitbild dient dazu, die bestehenden Projekte und Anforderungen weiterzuentwickeln. So ist geplant, in Zukunft Leitlinien für spezifische Haltungs- und Managementsysteme mit konkreten Vorgaben zu verabschieden.

Das vollständige Leitbild kann hier heruntergeladen werden.

Im Dezember 2016 hat die REWE International AG eine eigene Leitlinie Tierwohl veröffentlicht, die die wesentlichen Maßnahmen und Handlungsfelder in diesem Bereich darstellt.

Darüber hinaus gibt es in Deutschland sowie in allen anderen relevanten Ländern, die als Lieferländer für Rohstoffe tierischen Ursprungs infrage kommen, entsprechende ordnungspolitische Rahmenbedingungen für die Nutztierhaltung. Die REWE Group akzeptiert nur Partner in ihren Lieferketten, die die jeweils national gültigen gesetzlichen Rahmenbedingungen vollumfänglich erfüllen.

Tierwohl bei der DER Touristik

Als verantwortungsbewusster Reiseveranstalter, der sich zu nachhaltigem Handeln verpflichtet, legt die DER Touristik Wert auf Natur- und Tierschutz. In vielen Urlaubsdestinationen ist die Interaktion mit Tieren Teil des lokalen Unterhaltungsangebotes. Um solche touristischen Attraktionen zu ermöglichen, werden Wildtiere oftmals ihrem natürlichen Lebensraum entrissen, in Gefangenschaft gehalten und als Touristenattraktion gefügig gemacht. Für die Touristen sind diese Auswirkungen der Angebote nicht immer auf den ersten Blick erkennbar.

Die DER Touristik ist überzeugt, dass tierfreundlicher Tourismus möglich ist. Dazu gehört, die Tiere vor Missbrauch zu schützen, den natürlichen Lebensraum nicht zu beeinträchtigen und gegebenenfalls eine artgerechte Haltung sicherzustellen. Aus diesem Grund unterstützt das Unternehmen vor allem Reiseerlebnisse, bei denen die Beobachtung von Wildtieren in freier Wildbahn im Vordergrund steht.

Tierschutzrichtlinie

Im November 2016 hat die DER Touristik Central Europe eine Tierschutzrichtlinie verabschiedet, die für alle dazugehörigen Produkte der Veranstaltungsmarken und Zielgebietsagenturen sowie alle eingekauften, angebotenen oder vermittelten Leistungen, auch bei Durchführung durch Drittanbieter, gültig ist. Die Unternehmensrichtlinie regelt den Umgang mit touristischen Produkten mit Tierinteraktionen und verfolgt das Ziel, bis 2020 alle Angebote mit der Nutzung von Tieren zur touristischen Unterhaltung, die nicht den Anforderungen der DER Touristik Tierschutzrichtlinie entsprechen, aus dem Programm der DER Touristik zu entfernen oder, wo möglich, durch tierfreundliche Alternativen zu ersetzen. Des Weiteren verpflichtet sich das Unternehmen, Kunden über einen angemessenen Umgang mit Tieren und tierfreundliche touristische Angebote zu informieren. Zu Beginn des Jahres 2017 erfolgt die Implementierung der Richtlinie. Die Vorgaben werden beginnend mit der Wintersaison 2017/2018 sukzessive umgesetzt. Der Fokus liegt in der ersten Phase auf den Tierarten Elefant, Raubkatze, Meeressäuger. Um die Einhaltung der festgelegten Tierschutzkriterien und anerkannten Tierschutzstandards sicherzustellen, ist geplant, Tiereinrichtungen im Rahmen eines unabhängigen Audits zu überprüfen.

Die DER Touristik engagiert sich gemeinsam mit Nichtregierungsorganisationen und anderen Branchenteilnehmern in der Arbeitsgruppe „Proving Demand for Higher Welfare Elephant Venues Working Group“. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Nachfrage nach elefantenfreundlichen touristischen Tiereinrichtungen zu steigern und die Erarbeitung von konsistenten, transparenten und hohen Tierschutzstandards zu unterstützen.

Indikator: Projekte und Maßnahmen zur Verbesserung des Tierwohls

Im Bereich Tierwohl setzt die REWE Group unterschiedliche Maßnahmen um, die auf die jeweilige Tierart und die Bedingungen der Nutztierhaltung abgestimmt sind. Im Folgenden werden einige ausgewählte Projekte vorgestellt.

Verzicht auf unbetäubte Ferkelkastration

Bei nicht kastrierten männlichen Schweinen kann sich mit der Geschlechtsreife ein strenger Geruch entwickeln, der auch auf das Fleisch übergeht. Daher werden männliche Ferkel etwa sieben Tage nach der Geburt kastriert, in der Regel ohne Betäubung. Die REWE Group hat sich zum Ziel gesetzt, ab 2017 nur noch frisches Schweinefleisch zu vermarkten, das von nicht betäubungslos kastrierten Schweinen stammt. Ende 2016 entsprechen rund 70 Prozent des vertriebenen Fleischs diesen Anforderungen. Die Mehrheit der Zulieferbetriebe der REWE Group konnte damit bereits auf Alternativmethoden, wie die Kastration unter Betäubung, die Ebermast oder die Impfung gegen den Ebergeruch, umstellen. Dennoch stehen vor allem kleinere Betriebe weiter vor großen Herausforderungen. Um die kleinbäuerlichen Strukturen zu erhalten, arbeitet die REWE Group gemeinsam mit den Lieferanten an wirtschaftlich tragfähigen Lösungen für eine Umstellung dieser Betriebe.

Verzicht auf routinemäßiges Kürzen des Ringelschwanzes bei Schweinen

In der konventionellen Tierhaltung werden den meisten Ferkeln innerhalb der ersten vier Lebenstage die Schwänze gekürzt. Damit wird gegenseitiges Schwanzbeißen verhindert, das auftreten kann, wenn Schweine hohem Stress ausgesetzt sind. Wird der Ringelschwanz nicht gekürzt und bleibt während der Aufzucht unversehrt, kann er als Indikator für tiergerechte Haltungsbedingungen herangezogen werden.

Im Jahr 2016 hat die REWE Group in enger Kooperation mit den beiden Bauernverbänden NRWs, dem Landwirtschaftsministerium und der Landwirtschaftskammer NRW ein Leuchtturmprojekt zum Ringelschwanz durchgeführt, an dem sich etwa 60 schweinehaltende Betriebe beteiligt haben. Die Betriebe verzichten auf das Kürzen des Ringelschwanzes und passen die Haltungsbedingungen an, indem den Tieren Wühlerde, Heu oder Stroh sowie offene Tränken zur Verfügung gestellt werden. Dies dient als zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeit und trägt zu einer erhöhten Tiergesundheit bei. Zudem wird die Beobachtung der Tiere intensiviert und die Fütterung angepasst. Als Aufwandsentschädigung erhalten die beteiligten Landwirte einen Betrag von 18 Euro pro Tier und eine zusätzliche einmalige Zahlung in Höhe von 500 Euro für weitergehende Untersuchungen oder Spezialberatungen.

Verzicht auf Eier aus Käfighaltung

Die Haltungsbedingungen von Legehennen in Käfighaltung sind für die REWE Group nicht akzeptabel. Bereits seit 2010 vermarktet die REWE Group in Deutschland nur noch Eier aus Boden- und Freilandhaltung, die den Anforderungen des Vereins für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen e.V. (KAT) entsprechen. Im Jahr 2012 folgte der Entschluss, in Deutschland auch bei verarbeiteten Produkten auf den Einsatz von Käfigeiern und Eiern aus Kleingruppenhaltung zu verzichten. Bis spätestens 2025 soll auch in allen Auslandsgesellschaften der Handel mit Käfigeiern beendet werden. Im Jahr 2016 wurde die REWE Group von der Tierschutzorganisation Compassion in World Farming für ihren frühzeitigen Verzicht auf Eier aus Käfighaltung mit dem Good Egg Award ausgezeichnet.

Verzicht auf Schnabelkürzen und das Töten von männlichen Küken bei Legehennen

In konventioneller Tierhaltung war es bis Anfang 2017 die Regel, dass die Schnäbel der Legehennen gekürzt werden, um die Verletzungsgefahr durch gegenseitiges Picken zu reduzieren. Außerdem werden männliche Küken einen Tag nach dem Schlüpfen getötet, da sie für die Mast ungeeignet sind.

Die REWE Group hat sich das Ziel gesetzt, als erstes Handelsunternehmen in Deutschland bis zum 31. Dezember 2017 in allen Märkten der Vertriebslinien REWE und PENNY keine konventionellen Eigenmarken-Eier von Legehennen mit gekürztem Schnabel zu verkaufen. Dieses Ziel wird voraussichtlich bereits im September 2017 erreicht. Damit setzt die REWE Group vorzeitig eine Vereinbarung der Branchenverbände der Geflügelwirtschaft und des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft um, die einen Verkaufsstopp bis Mitte 2018 vorsieht. Bio-Eier sind von dieser Maßnahme ausgeschlossen, da für die Bio-Zertifizierung die Unversehrtheit der Schnäbel bereits verpflichtend ist.

Bereits jetzt verzichtet die Vertriebslinie REWE in einem Pilotprojekt auf das Kürzen der Schnäbel und das Töten der männlichen Küken. Derzeit werden die Eier in rund 600 Märkten in Nordrhein-Westfalen, im Norden von Rheinland-Pfalz und in einigen Märkten in der REWE-Region Ost unter der Exklusivmarke „Spitz & Bube“ verkauft, sollen aber bis August 2017 in allen Märkten deutschlandweit verfügbar sein. Das Produkt wird von den Kunden sehr gut angenommen.

Als erster Discounter in Deutschland hat PENNY Anfang 2017 bundesweit mit HERZBUBE Frischeier aus Bodenhaltung eingeführt, bei denen die Legehennen mit ungekürzten Schnäbeln gehalten und die männlichen Küken aufgezogen werden.

Zucht einer neuen Putenrasse

Die Geflügelmast nach ökologischen Richtlinien stellt hohe Anforderungen und bringt somit besondere Herausforderungen mit sich. Aktuell stammen 95 Prozent der weltweiten Putenzucht aus nur zwei Betrieben, die ausschließlich mit sogenannten Hybridputen arbeiten. Diese Zuchtlinien sind für die ökologische Geflügelmast nur bedingt geeignet, da es durch ihr schnelles Wachstum zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen kann und die Puten sich nicht für die eigene Nachzucht eignen. Dadurch entsteht ein Abhängigkeitsverhältnis zum Züchter.

REWE Bio unterstützt die Biofino GmbH auf einem richtungsweisenden Weg in der Züchtung. Durch die Kreuzung von englischen Freilandputen der Rasse Auburn und einer konventionellen Hybridrasse wird eine neue Rasse gezüchtet, die sich durch besondere Robustheit und Vitalität auszeichnet und sich sehr gut für die Aufzucht in Auslaufhaltung und Fütterung mit Biofutter eignet. In der Aufzucht stehen jedem Tier rund 12 Quadratmeter Auslauf im Stall, auf dem Freigelände und im überdachten Außenbereich zur Verfügung. Die längere Dauer des Wachstums wird dabei bewusst in Kauf genommen. 2016 stammt das Putenfleisch der Biofino GmbH zu 30 Prozent von diesen Puten. Im Jahr 2017 wird der Anteil auf 70 Prozent gesteigert und soll bis 2019 bei 100 Prozent liegen.

Systematische Umstellung auf Bodenhaltung bei Kaninchen

Seit 2010 arbeitet die REWE Group mit der Tierschutzstiftung VIER PFOTEN International an der Umstellung von Käfig- auf Bodenhaltung für Mastkaninchen. Neben mehr Bewegungsfreiheit erhalten die Tiere Beschäftigungsmaterial und der Boden ist mit Kunststoffplatten zur Schonung der Fußballen ausgelegt. Als ersten Schritt hat die REWE Group Ende 2012 ihr Tiefkühlfleisch auf Kaninchen aus Bodenhaltung umgestellt. Seit dem 1. Juli 2016 wird nun auch frisches Kaninchenfleisch ausschließlich von Tieren aus Bodenhaltung verkauft. Damit löst die REWE Group ihr Versprechen aus dem Jahr 2014 ein. Im Jahr 2016 wurde der REWE Group von der Tierschutzorganisation Compassion in World Farming für ihr langjähriges Engagement für eine artgerechte Tierhaltung die Auszeichnung Good Rabbit Commendation verliehen.

Vermarktung von Weidemilch

Die REWE Group leistet mit der zunehmenden Vermarktung von Weidemilch einen grundlegenden Beitrag für mehr Tierwohl in der Milchkuhhaltung. Die Weidehaltung ist die Haltungsform, die der natürlichen Lebensform der Kühe am nächsten kommt, sowohl hinsichtlich der Futteraufnahme als auch des Fortbewegungs- und Sozialverhaltens. Bei der Weidehaltung stehen die Tiere an mindestens 120 Tagen im Jahr für mindestens sechs Stunden auf Weideflächen. Bei länger haltbarer Frischmilch (ESL-Milch) im REWE-Sortiment lag der Anteil Weidemilch bei 37,2 Prozent. Ab August 2017 bietet REWE in einigen Bundesländern zertifizierte Weidemilch mit dem Siegel „PRO WEIDELAND - Deutsche Weidecharta“ an. Neben Frischmilch wurden bereits erste Käseartikel auf Weidehaltung umgestellt und die Umstellung weiterer Artikel ist in Planung.

DER Touristik: Chilis gegen Elefanten

Im Rahmen des gemeinnützigen Vereins „DER Touristik Foundation e.V.“ fördert DER Touristik das Projekt „Chilis gegen Elefanten“. Der „Wildtier-Mensch-Konflikt“ wird durch die steigende Bevölkerungszahl und die Migration der Bevölkerung an die Grenzen von Naturschutzgebieten zunehmend zum Problem. Häufig zerstören Elefanten Jahresernten ganzer Dörfer und werden deswegen nicht selten getötet.

In einer Sensibilisierungskampagne soll das Bewusstsein der Bevölkerung in Tansania hinsichtlich der Förderung des ökologischen Lebensraums und der Artenvielfalt gestärkt werden. Für den Konflikt mit Elefanten gibt es eine simple Lösung. Elefanten haben einen sehr stark ausgeprägten Geruchssinn und meiden Chilipflanzen. Durch eine Einzäunung der Agrarwirtschaftsflächen mit sogenannten Chili-Zäunen können rund 75 Prozent der ursprünglichen Schäden vermieden werden. Die einheimische Bevölkerung erhält Schulungen zum Anbau und Erhalt von Chili-Zäunen. Das in Zusammenarbeit mit den Projektpartnern Upendo e.V. und PAMS Foundation durchgeführte Projekt kommt Tier und Mensch zugute und kann den Konflikt um den Lebensraum entschärfen.

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GRI 204

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