REWE Group-Nachhaltigkeitsbericht 2015/2016
  • Ansporn für gute Taten

Mit dem PENNY Förderkorb und dem Fonds „100 Gute Taten“ der REWE Group erhalten engagierte Projekte und Mitarbeiter Unterstützung, Sichtbarkeit und Zuspruch.

Ohne sie steht die Gesellschaft still: Viele Menschen helfen aktiv ihren Nachbarn, Bedürftigen in der Nähe, lokalen Vereinen und oft sogar Menschen an weit entfernten Orten. Es sind die vielen kleinen Projekte, die zusammen Großes bewirken. Deshalb fördert die REWE Group soziales Engagement mit verschiedenen Initiativen. Die Unterstützung des Unternehmens geht dabei weit über Spenden und Sponsoring hinaus.

Engagement in der Nachbarschaft: Der PENNY Förderkorb

Schnippeln und satt werden: Das Sozialunternehmen „Hilfe für unsere Kinder“ sorgt in Hannover für verlässliche Mahlzeiten und gehört zu den Gewinnern des PENNY Förderkorbs 2016.

„Wir bereiten hier das Essen vor für Kinder, die eigentlich nicht so viel zu essen haben“, erklärt ein kleines Mädchen, das gerade mit seinen Klassenkameraden Gemüse schneidet. Die Organisation „Hilfe für unsere Kinder“ gGmbH aus Hannover fördert die tägliche Versorgung von über 1.000 Kindern in Hannover mit regelmäßigen und verlässlichen Mahlzeiten, die von den Kindern selbst zubereitet werden. In Schulen, Kindertagesstätten und Nachbarschaftstreffs begleitet das Sozialunternehmen die Hilfe zur Selbsthilfe von Kindern und Familien. Das Ziel: Sattwerden ohne Fertigprodukte. Das Team von „Hilfe für unsere Kinder“ gewann dafür den PENNY Förderkorb 2016 in seiner Region.

Der Förderkorb unterstützt Kinder und Jugendliche

Für Kinder und Jugendliche ist das Erwachsenwerden nicht immer leicht. Oft erleben sie Brüche, Umwege und Schwierigkeiten, die sich nicht allein mit den Eltern lösen lassen. Organisationen und Projekte aus den Bereichen Kultur, Kunst, Bildung und Sport können Jugendlichen bei der Bewältigung ihrer Herausforderungen helfen. Deshalb unterstützt der PENNY Förderkorb Projekte für benachteiligte Kinder und Jugendliche und will damit besonders das Engagement in der Nachbarschaft sichtbar machen.

„Jeder weiß, wie wichtig Kinder- und Jugendförderung ist. Dennoch gibt es immer wieder Wunschprojekte, für die kein Geld zur Verfügung steht. Mit dem PENNY Förderkorb zeigen wir, dass sich gute Nachbarn auch helfen.“


Stefan Magel,
Bereichsvorstand Discount National/COO PENNY

Der PENNY Förderkorb 2016 im Überblick

  • Förderung von Vereinen in der Kinder- und Jugendarbeit
  • In 7 Städten
  • Köln, München, Frankfurt, Berlin, Leipzig, Hannover, Mannheim
  • 4 Gewinner pro Region
  • 28 Gewinner insgesamt
  • 3.000 Euro Preisgeld pro Gewinner
  • 84.000 Euro insgesamt ausgeschüttet

Engagement wird sichtbar

Mit dem PENNY Förderkorb erhalten die Einrichtungen nicht nur finanzielle Hilfe, sondern auf foerderkorb.penny.de auch eine Plattform für ihr Engagement. Sie können sich als Best-Practice-Beispiele präsentieren und mit anderen Akteuren vernetzen, um gemeinsam noch mehr für die Kinder zu erreichen. Außerdem stärkt der Wettbewerb die Gemeinschaft: Bei dem Förderkorb entscheiden die Nutzer per Online-Voting mit, für welche Vereine sich PENNY engagieren soll.

Über 480.000 Stimmen haben ihren regionalen Vereinen auf diese Weise virtuell „Danke“ gesagt und so für sie abgestimmt. Die Organisationen mit den meisten Stimmen kamen in die engere Auswahl einer achtköpfigen Jury. Sie wählt die Gewinnerprojekte nach den Kriterien Innovationsgrad, Bedürftigkeit und Zielgruppe aus.

„Wir waren überwältigt von den vielen Bewerbungen zum PENNY Förderkorb. Aber besonders beeindruckend war die Preisverleihung, weil die Gewinner sich so über die Unterstützung gefreut haben und damit so viel bewegen können.“


Katharina Woycke,
Leiterin HR-Kompetenzcenter national

2015 startete der Förderkorb so erfolgreich in Hamburg, dass PENNY das Förderprojekt 2016 auf sieben weitere Städte übertragen hat. 2017 wird der Förderkorb in acht Metropolregionen ausgeschrieben:

Projektgebiete des PENNY Förderkorbs 2017.

Kunden werden zu Unterstützern

PENNY stellt in seinen Märkten die Kunden in den Mittelpunkt – und belohnt sie für nachhaltiges Handeln. Mit ihrem Konsumverhalten können sie das Engagement des Discounters aktiv mitgestalten: Seit der Discounter die Plastiktüte abgeschafft hat, nutzen die Kunden zunehmend die wiederverwendbare Permanenttragetasche. Wer sie zum Einkauf mitbringt, wird dreifach belohnt: Er trägt zur Umweltschonung bei, erhält 10 Cent Rabatt und sorgt gleichzeitig dafür, dass PENNY 10 Cent an ein soziales Projekt spendet. Damit werden besonders gemeinnützige Organisationen aus der Nachbarschaft unterstützt. Durch den Förderkorb entscheiden die Kunden mit, für welche Vereine sich PENNY engagieren soll.

Förderkorb-Gewinner: KinderKUNSTMagistrale e.V.

Mit den 3.000 Euro Preisgeld können die meist kleinen Organisationen Großes bewirken. So zum Beispiel die KinderKUNSTMagistrale e.V. aus Berlin, die sich im Lützowviertel für Kinder engagiert. Durch das Preisgeld von PENNY erhielt der Verein die Zusage zur Unterstützung eines großen Kulturprojekts samt Spielplatzumbau rund um eine brachliegende Grünfläche. Unter dem Motto „Nimm Platz“ entwickeln Kindergartenkinder 2017 Ideen für „ihren“ Magdeburger Platz und gestalten ihn mit Kunstaktionen kreativ um. So beleben die Kinder selbst das Viertel und erobern sich ihren Kiez mit mobilen Spiel- und Kunstobjekten zurück.

Kiez-Umbau mit Kindern: Der Verein KinderKUNSTMagistrale nutzt das Preisgeld des PENNY Förderkorbs zur Quartiersgestaltung in Berlin.

Unterstützung für vielfältiges Engagement: 100 Gute Taten

Auch die Mitarbeiter der REWE Group sind vielfältig ehrenamtlich engagiert. Um ihr Engagement zu unterstützen, hat die REWE Group das Projekt „100 Gute Taten“ initiiert. Alle Mitarbeiter der REWE Group konnten sich für eine Förderung in Höhe von 250 Euro bewerben. Dafür brauchten sie nur ein soziales Projekt vorzuschlagen, für das sie sich entweder bereits einsetzen oder für das sie sich im Rahmen einer Aktion engagieren möchten – also ein Projekt, das aus ihrer Sicht Unterstützung verdient hat. Vom Tischkicker für eine Schule über ein Kinderheim in Sri Lanka, Hilfe für Straßenhunde in Mallorca oder Ausstattung für Kinder im lokalen Cheerleader-Club bis hin zum Schutz von Reptilien bewarben sich die Mitarbeiter mit einer enormen Bandbreite an Projekten.

100 Organisationen wurden unterstützt

Mit einem Gesamtbudget von 25.000 Euro unterstützte die REWE Group 100 Organisationen mit je 250 Euro – eine Summe, die gerade bei kleinen Vereinen viel bewirken kann und so möglichst viele Mitarbeiter in ihrem Engagement bestärkte. Die Mitarbeiter zeigten sich stolz auf ihren engagierten Arbeitgeber: „Mit den 250 Euro der REWE Group können wir kenianischen Waisenkindern einen vollen Monat lang jeden Tag ein Mittagessen gewährleisten“, freute sich Patricia Mohr von DER Touristik Hotels & Investments GmbH, die sich für das Projekt „Pundo“ in Kenia engagiert.

Vorfreude auf die Mittagspause: Die Waisenkinder im Projekt „Pundo“ in Kenia profitieren von der Förderung durch „100 Gute Taten“.

„Es ist beeindruckend, wie viele Mitarbeiter sich in ihrer Freizeit für soziale Projekte einsetzen. Dank ihres Engagements kommt unsere Unterstützung an der richtigen Stelle an.“


Nicola Tanaskovic,
Bereichsleiterin Corporate Responsibility der REWE Group
Gerettet! Das Amphibien-Projekt, das REWE-Mitarbeiterin Ursula Koslowski-Demel unterstützt, bringt jährlich 2.000 bis 4.000 Tiere während der Krötenwanderung sicher über die Bundesstraße in Frechen.

Auch direkt vor der Haustür kann die Förderung etwas bewegen. Zum Beispiel in der Amphibien- und Reptiliengruppe Rhein-Erft e.V., in der sich Ursula Koslowski-Demel engagiert. Sie ist bei REWE in der Abteilung HR Services Administration & Abrechnung West tätig. Im Verein hilft sie bei der alljährlichen Krötenwanderung: Ausgerüstet mit einem Eimer patrouillieren sie und andere Engagierte der Gruppe entlang der Amphibienzäune und sammeln die Tiere ein. So kommen während der Wanderungssaison Ende Februar bis Ende März bis zu 300 Kröten täglich sicher auf die andere Straßenseite. Die Spende der REWE Group fließt in den 1,5 km langen Amphibienzaun: „Bevor es den Zaun gab, war hier auf der Straße jeden Morgen eine Breimasse. Deshalb wollte ich hier aktiv mithelfen“, begründet Ursula Koslowski-Demel ihren Einsatz.

Förderung wird fortgeführt

Aus allen Teilen Deutschlands, den verschiedensten Märkten und Vertriebslinien kamen Projektvorschläge. Innerhalb weniger Wochen gingen weit mehr als 100 Bewerbungen ein. Die Vielfalt spiegelt das Engagement der REWE Group-Mitarbeiter wider: Das Geld erreichte die Schrebergartenanlage „um die Ecke“ oder Aids/Drogen-Initiativen, aber auch Projekte im Ausland wie medizinische Hilfe für Flüchtlinge im Libanon.

Die große Resonanz auf die Förderungen strahlt auch ins Jahr 2017 aus. Dann werden „200 Gute Taten“ das Engagement der Mitarbeiter unterstützen.

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