• Non-Food und Touristik:
    Transparenz durch Standards

Die REWE Group will ihren Kunden in allen Bereichen nachhaltigere Produkte anbieten. Dazu gehören die Eigenmarkenartikel im Textil- und Haushaltswarensortiment, die Artikel in den toom Baumärkten sowie die Reiseangebote der DER Touristik.


In ihrer Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften bekennt sich die REWE Group ausdrücklich zur Einhaltung von Arbeits- und Sozialstandards in ihren zum Teil sehr komplexen Lieferketten. Um diese Leitlinie aktiv umzusetzen und mit Leben zu füllen, beteiligt sich die REWE Group an verschiedenen Organisationen und Initiativen und steht im engen Austausch mit ihren Lieferanten.

Einhaltung von sozialen Mindeststandards

Die REWE Group hat sich zum Ziel gesetzt, den Umsatz mit Waren aus sozial auditierten Fabriken kontinuierlich zu erhöhen. Im Jahr 2014 wurden bereits 89 Prozent des Umsatzes der über die eigene Einkaufsgesellschaft REWE Far East (RFE) bezogenen Produkte in sozial auditierten Fabriken gefertigt. Produktionsstätten werden zudem gezielt durch Beratungen und Trainings dabei unterstützt, die Anforderungen der Sozialstandards umzusetzen. Seit 2014 müssen auch die Importeure, mit denen die REWE Group zusammenarbeitet, nachweisen können, dass ihre Produktionsstätten nach einem anerkannten Sozialstandard auditiert sind. Zudem werden alle Einkäufer der RFE sowie in der Zentrale in Deutschland regelmäßig zum Thema Sozialstandards in der Lieferkette geschult.

Seit 2008 ist die REWE Group Mitglied der Business Social Compliance Initiative (BSCI), die sich dafür einsetzt, Arbeits- und Sozialstandards in Risikoländern zu verbessern. Die REWE Group akzeptiert außerdem Sozialstandards wie den ICTI (International Council of Toy Industries)-Standard für Spielwaren und den SA8000-Standard, der als Best Practice im Bereich Sozialauditierung gilt.

89%
des Umsatzes der über REWE Far East bezogenen Produkte wurden 2014 in sozial auditierten Fabriken gefertigt

Verbesserungen in der Textilproduktion

Die REWE Group engagiert sich seit 2013 im „Accord on Fire and Building Safety“ in Bangladesch. Der Zusammenschluss aus Markenherstellern, Händlern und Gewerkschaften hat sich zum Ziel gesetzt, die Textilproduktion in Bangladesch sicherer zu gestalten. Dafür werden die Fabriken zusätzlich zu den Sozialaudits, die die REWE Group durchführen lässt, intensiv auf Gebäudesicherheit und Feuerschutz hin überprüft und die Umsetzung der Verbesserungsmaßnahmen kontrolliert.

Um die Textilproduktion umweltfreundlicher zu gestalten, hat die REWE Group 2014 das eigene Programm SITEX - Sichere Textilien - ins Leben gerufen und ist der Detox-Kampagne von Greenpeace beigetreten. Das Ziel: bis 2020 auf alle umweltschädlichen Chemikalien innerhalb der Textilproduktion zu verzichten.

Ziel: Bis 2020 verzichtet die REWE Group auf alle umweltschädlichen Chemikalien innerhalb der Textilproduktion

Vorreiter bei umweltfreundlicher Verpackung

Im Bereich nachhaltigerer Verpackungen nimmt toom Baumarkt eine Vorreiterrolle innerhalb der REWE Group ein. Schon seit 2011 bieten die Baumärkte die weiße Eigenmarkenfarbe in Eimern aus 100 Prozent recyceltem Kunststoff an. Lacke der Qualitätsmarke toom gibt es seit 2012 in Rezyklatdosen. Im Jahr 2014 wurden insgesamt 30 Artikel in Farbeimern aus recyceltem Kunststoff (Procyclen®) angeboten. Im Vergleich zu neu hergestellten Verpackungen ist der CO2-Ausstoß bei Gebinden aus diesem Material um bis zu 50 Prozent reduziert, die Verpackung lässt sich zudem beliebig oft wiederverwerten. Ab Januar 2015 hat toom Baumarkt darüber hinaus eine Farbwanne aus recyceltem Kunststoff ins Sortiment aufgenommen.

30
Artikel wurden im Jahr 2014 in Farbeimern aus Procyclen® angeboten

Ausweitung des nachhaltigeren Sortiments

Zahlreiche Umstellungen helfen Mensch und Umwelt: 2013 begann toom Baumarkt, seine Produkte auf „Bienenfreundlichkeit“ zu überprüfen, und verzichtet heute gänzlich auf den Verkauf von Pflanzenschutzmittel der Gefährdungsstufe B1 der sogenannten „Bienenschutzverordnung“. Auch das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als wahrscheinlich krebserregend eingestufte Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat ist bald nicht mehr in toom Baumärkten erhältlich: Bis Herbst 2015 wird das Mittel aus dem Verkauf sein – obwohl die Entscheidung über die Verlängerung der EU-Zulassung noch aussteht. toom Baumarkt hat diese Maßnahmen als erster Baumarkt in Deutschland umgesetzt. Die Kunden wurden im Zuge der Sortimentsveränderung mit zahlreichen Informationsmaterialien für umweltschonenderen Pflanzenschutz ohne Chemie sensibilisiert.

Ohne Chemie geht es bei toom Baumarkt auch im Bereich Holzschutz: Seit Frühjahr 2014 sind Holzfarben, Innenlasuren und Holzöle der Qualitätseigenmarke auf Wasserbasis erhältlich. Wasser als Lösemittel der Natur ist geruchsarm und gesundheits- und umweltfreundlich. Passend dazu stehen den Kunden Holz und Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft zur Verfügung. Im Februar 2013 hat toom Baumarkt zudem die FSC®- bzw. PEFC™-Produktkettenzertifizierung erlangt. Die beiden unabhängigen Zertifizierungssysteme fördern die umweltschonende, sozial verträgliche und ökonomische Bewirtschaftung der Wälder.

Mit der Marke Naturtalent bietet toom Baumarkt ein Bio-Sortiment für natürliches Gärtnern

Außerdem bietet toom Baumarkt seit 2014 unter der Marke Naturtalent Pflanzen, Erden und Dünger in Bio-Qualität an und hat sein Sortiment an torffreien und torfreduzierten Erden ausgebaut, um so das natürliche Gärtnern zu fördern. Mit der Veröffentlichung einer Leitlinie für Natursteinerzeugnisse definiert die REWE Group zudem Kernanforderungen an die Produzenten und Verarbeiter von Natursteinen.

Umweltschutz in der Touristik

Bei Hotels spielen Umweltstandards eine zunehmend wichtige Rolle auch für die Reisenden. Viele Hoteliers ergreifen Maßnahmen und belegen ihren Umweltbeitrag durch Zertifikate. Die DER Touristik unterstützt dieses Engagement: Gemeinsam mit der unabhängigen Organisation ECOTRANS hat die DER Touristik 23 aus mehr als 160 Zertifikaten ausgewählt, die verschiedene Nachhaltigkeitsbereiche abdecken und die einer externen Prüfung unterliegen. Indem sie diese ausgewählten Zertifikate in den Katalogen von Dertour und Meier’s Weltreisen, ITS, Jahn Reisen und ADAC Reisen abbildet, gibt die DER Touristik ihren nachhaltigkeitsbewussten Kunden eine konkrete Planungshilfe und zugleich den Anreiz für Hoteliers und Partner, ihre Anlagen umweltschonend zu führen. Begleitend dazu hat die DER Touristik im Jahr 2013 die Broschüre „WegweisenDER“ herausgebracht, in der die Umweltsiegel und die zu erfüllenden Kriterien beschrieben sind.

Die Broschüre „WegweisenDER“ informiert über Umweltsiegel von Hotels