• Qualität und Sicherheit:
    Kontrolliert verlässlich

Angesichts zum Teil komplexer Lieferketten hat die REWE Group ein Qualitätssicherungs- und Kontrollsystem etabliert, das über alle Stufen der Wertschöpfungskette reicht. Die Maßnahmen sind breit gefächert – von Standards und Qualitätskontrollen über Kennzeichnungssysteme bis zu Verbraucherinformationen. Für die Lieferanten von Eigenmarken im Bereich Lebensmittel ist der Nachweis einer Zertifizierung nach dem international anerkannten Standard IFS Food oder dem Standard des British Retail Consortium (BRC) verpflichtend.

Sicherheit durch Audits und Kontrollen

Zur Qualitätssicherung hat die REWE Group weitere Kontrollschritte eingeführt, die schwerpunktmäßig die Eigenmarken betreffen. Dazu gehören zusätzliche Lieferantenaudits, die auf Grundlage einer Risikoanalyse durchgeführt wurden. Diese speist sich unter anderem aus der Zahl der Produktbeanstandungen und Kundenreklamationen sowie der Risikoklassifizierung der Produktgruppe. Im Jahr 2013 wurden 385 Audits durchgeführt, im Jahr 2014 waren es 434. Zudem werden alle Lebensmittellager einmal jährlich von unabhängigen Kontrollstellen überprüft; auch die Märkte der REWE Group werden mindestens einmal jährlich kontrolliert. Der Schwerpunkt liegt auf frischen Waren wie Fleisch, Obst und Gemüse sowie Produkten wie Obstsalat oder Hackfleisch, die selbst hergestellt werden. Für Obst und Gemüse erstellt die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 für die REWE Group einen jährlichen Bericht zur Pestizidbelastung, der auch veröffentlicht wird – einzigartig in der Branche. Die Ergebnisse zeigen, dass die Belastungen bislang konstant auf niedrigem Niveau und deutlich unter den gesetzlichen Vorgaben blieben.

434
Lieferanten­audits wurden im Jahr 2014 durchgeführt

TÜV-Siegel für Non-Food-Produkte

Für den Non-Food-Bereich hat die REWE Group zusammen mit dem TÜV Rheinland 2009 ein Prüfverfahren entwickelt. Produte, die dieses erfolgreich durchlaufen haben, erhalten das TÜV Exklusiv-Siegel. Die Konsumenten können sich im Internet über eine auf dem Siegel aufgebrachte Prüfnummer informieren, welche zusätzlichen Prüfungen der TÜV an diesem Produkt durchgeführt hat. In den vergangenen beiden Jahren wurden 369 Produkte auf diese Weise vom TÜV zertifiziert. Insgesamt wurden bis Ende 2014 3.134 Produkte zertifiziert (mehr dazu).

3134
Produkte wurden insgesamt bis Ende 2014 zertifiziert

Rückrufaktionen zum Verbraucherschutz

Im Jahr 2013 wurde in Deutschland, Österreich und weiteren europäischen Ländern Pferdefleisch in Produkten gefunden, die als Rindfleisch deklariert waren. Auch in Eigenmarkenprodukten der REWE Group wurden Spuren von Pferdefleisch nachgewiesen. In diesem Zusammenhang kam es zu drei Produktrückrufen. Dabei handelte es sich um REWE Beste Wahl Chili con Carne, REWE Spaghetti Bolognese und Corbell (PENNY) Zigeuner Hacksteak. Die REWE Group nahm die Produkte sofort aus den Regalen. Als eine Konsequenz beschloss das Unternehmen, bei den Eigenmarken nur noch deutsches Rindfleisch einzusetzen. Ein weiterer Rückruf betraf den Bebivita Milchreis von REWE wegen Fremdkörpern. Der fünfte betraf Schweinemett Gut Erkenloh (PENNY), bei dem in der mikrobiologischen Untersuchung Grenzwerte überschritten wurden.

Im Jahr 2014 gab es fünf öffentliche Rückrufe. Davon betrafen drei Vorfälle das Produkt Tiefkühl-Broccoli der Marken Bio, Greenland und REWE, bei dem Rückstände von Chlorat gefunden wurden. Weiterhin wurde Mühlenhof Hackfleisch (PENNY) und Timbu Gewürzmühlen wegen Fremdkörpern zurückgerufen.

In allen Fällen konnten Kunden die Ware in den Märkten gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgeben.

Die REWE Group setzt bei Eigenmarken nur noch deutsches Rindfleisch ein

Mehr Transparenz gegenüber Kunden

Für Anfragen und Reklamationen steht bei der REWE Group der Kundenservice zur Verfügung. Doch sieht das Unternehmen es als seine grundsätzliche Pflicht, durch verbraucherorientierte Informationen am Point of Sale bewusste und verantwortliche Entscheidungen zu ermöglichen. Dazu gehören Angaben zu Inhaltsstoffen und Nährwert, die bei Eigenmarkenprodukten meist weit über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinausgehen. 2014 entschied das Unternehmen zudem, auf den Eigenmarkenprodukten von PENNY und REWE – mit Ausnahme der Marke Feine Welt – die Angabe über den tatsächlichen herstellenden Betrieb als Inverkehrbringer aufzubringen. Damit kommt die REWE Group dem Kundenwunsch nach mehr Transparenz in der Lieferkette nach: Die Anfragen zur Herkunft sind im Jahr 2014 gegenüber 2012 um über 20 Prozent gestiegen.

20%
sind die Kundenanfragen zur Herkunft seit 2012 gestiegen

Issue-Monitoring zur Risikoanalyse

Die REWE Group hat ein Issue-Monitoring implementiert, um konsumentensensible Themen künftig noch früher zu erkennen. Denn häufig entstehen Beanstandungen und Beschwerden auch aus veränderten Anforderungen und Bedürfnissen heraus. Zu wissen, welche Themen in der Aufmerksamkeitsagenda der Gesellschaft nach oben rücken, hilft viel – für vorbeugende Kontrollen, für eine nachhaltigere Sortimentsgestaltung, aber auch für den Umgang mit Beanstandungen oder Rückrufen.

Durch Issue-Monitoring werden konsumenten­sensible Themen früher erkannt