• Bio und Regional:
    Angebot ausgebaut

Der Ausbau der nachhaltigeren Sortimente ist eines der strategischen Hauptziele der REWE Group. Denn das Unternehmen nutzt seinen Einfluss und setzt sich für eine umweltgerechte und soziale Herstellung der Lebensmittel ein. Dazu gehört auch, die Kunden für nachhaltigere Produkte zu begeistern und ihnen attraktive Angebote zu machen. Dass immer mehr Kunden beim Einkauf auf Bio und Regional achten, ist ein großer Erfolg. Doch die Herausforderungen für die REWE Group als Vorreiter mit ehrgeizigen Zielen bleiben weiter groß. Der Ausbau der Sortimente muss im Einklang mit der Nachfrage der Kunden und dem Angebot nachhaltig hergestellter Lebensmittel stehen. Die REWE Group arbeitet weiter daran, in allen Sortimentsbereichen nachhaltigere Alternativen zu bieten, die Konsumenten zu sensibilisieren und die Wertschöpfungsketten insgesamt sozial und ökologisch verträglicher zu gestalten.

Anteil der Bio-Produkte gestiegen

Die einzelnen Vertriebslinien der REWE Group haben ihr Bio-Sortiment im Berichtszeitraum ausgeweitet. Der Anteil der REWE Bio-Produkte am Verkaufswert brutto stieg von 3,14 Prozent im Jahr 2012 auf 3,51 Prozent im Jahr 2014. Um die Bio-Eigenmarken weiter zu stärken, hat die REWE Group im Jahr 2014 eine Leitlinie für Produkte aus ökologischem Landbau verabschiedet. Darin sind Anforderungen für Lieferanten und Betriebe sowie Verfahren zur Kontrolle von Produkten und Prozessen festgelegt. Um die Verfügbarkeit von Bio-Produkten sicherzustellen, baut die REWE Group ihre langfristigen Lieferbeziehungen und Kooperationen mit Lieferanten und Erzeugern weiter aus.

3.51 %
beträgt der Anteil der REWE Bio-Produkte am Verkaufswert

Im Berichtszeitraum verzeichneten vor allem die bereits etablierten Bio-Produktgruppen Milch und Molkereiprodukte sowie Obst und Gemüse einen signifikanten Zuwachs. Etwa 120 Produkte des gesamten REWE Bio-Sortiments tragen das Naturland-Zeichen. Die Anforderungen des ökologischen Anbauverbands sind deutlich strenger als die gesetzlichen Vorgaben der europäischen Öko-Verordnung. Sie umfassen höhere Standards für den ökologischen Landbau und die Tierhaltung und schließen soziale Aspekte mit ein. In verarbeiteten Produkten sind zudem deutlich weniger Zusatzstoffe erlaubt.

Seit 2013 bietet REWE unter der Eigenmarke REWE Bio Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch an, das ausschließlich von deutschen und österreichischen Naturland-Höfen stammt. Die Nachfrage danach ist weiterhin groß und übersteigt derzeit das verfügbare Angebot.

Bei PENNY hat im Jahr 2014 die Marke Naturgut die frühere Bio-Eigenmarke B!O abgelöst. Mit Naturgut fasst PENNY regionale, vegetarische und Bio-Produkte zusammen. Der Anteil von Bio-Produkten der Eigenmarken am Verkaufswert brutto konnte von 1,40 Prozent 2012 auf 1,64 Prozent im Jahr 2014 gesteigert werden. Das Naturgut-Sortiment umfasst 80 Bio-Produkte (von über 100 Produkten insgesamt) und wurde Anfang 2015 mit einer groß angelegten Kampagne bekannt gemacht. In Zukunft werden weitere Artikel unter dieser Marke in das Sortiment aufgenommen.

Die Marke Naturgut fasst regionale, vegetarische und Bio-Produkte zusammen

Mit TEMMA verfolgt die REWE Group ein erfolgreiches Bio-Markt-Konzept. Die Bio-Fachmärkte haben neben den über 5.000 Bio-Artikeln auch ein gastronomisches Angebot. Insgesamt gibt es aktuell neun TEMMA-Märkte, vor allem in den Großräumen Köln/Düsseldorf sowie im Rhein-Main-Gebiet, in Hamburg und Berlin.

Bio-Marken der einzelnen Vertriebslinien
REWE Bio Über 400 Produkte
Ja! Natürlich (Österreich) 1.100 Produkte
Naturgut (vorher B!O) 80 Produkte
TEMMA Über 5.000 Produkte

Förderung regionaler Produkte

Immer mehr Konsumenten achten beim Kauf auf die regionale Herkunft der Produkte. Als Hauptgründe werden kurze Transportwege, besondere Frische und Unterstützung der heimischen Landwirtschaft angeführt.

Seit 2012 bieten REWE-Märkte deutschlandweit unter der Eigenmarke REWE Regional vor allem Obst und Gemüse an. Die Herkunftsregion wird auf der Verpackung ausgewiesen – als Bundesland oder als Gegend, die aufgrund ihrer Tradition oder Topografie spezifisch abzugrenzen ist. Ebenso weist PENNY bei regionalem Obst und Gemüse etwa das Bundesland oder eine Anbau- oder „Genussregion“ wie zum Beispiel das Oldenburger Münsterland aus. Überprüft und zertifiziert werden die Herkunft der Zutaten und der Verarbeitungsort vom Trägerverein Regionalfenster e.V., dessen Gründungsmitglied die REWE Group ist. Auf Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft wurde hier eine einheitliche und geprüfte Kennzeichnung für regionale Lebensmittel entwickelt. Nach einem Testlauf wird die Angabe der regionalen Herkunft seit Anfang 2014 in PENNY- und REWE-Märkten umgesetzt. Bei REWE Regional sollen bis Ende 2015 mehr als 95 Prozent der Produkte vom Regionalfenster überprüft und zertifiziert sein mit dem Ziel, langfristig 100 Prozent zu erreichen.

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REWE Märkte haben im Jahr 2014 REWE Regional Artikel geführt

Daneben fördert die REWE Group auch kleinere Lieferanten oder landwirtschaftliche Direktvermarkter. Insgesamt sechs Lokalitätsbeauftragte des Unternehmens knüpfen Kontakte zwischen den REWE-Märkten und den lokalen Erzeugern und Lieferanten. Diese kommen beispielsweise auf Lokalitätstagen zusammen, wo Lieferanten ihre Ware präsentieren können. Mit dem Lokalitätskonzept „Aus Liebe zur Heimat“ werden bereits über 1.000 Artikel von lokalen Erzeugern unter eigenem Namen vermarktet. Ein besonders erfolgreiches Beispiel für eine Zusammenarbeit auf lokaler Ebene ist das Landmarkt-Konzept in der REWE-Region Mitte. Dies zeigt die Anzahl der Märkte, die Landmarkt-Artikel anbieten, die von 86 im Jahr 2010 auf 214 im Jahr 2014 gestiegen ist. Darüber hinaus führen einzelne Kaufleute eigene Regionalsortimente, beispielsweise finden Verbraucher in den 13 REWE Richrath-Märkten im Raum Köln zahlreiche Produkte unter der Bezeichnung „Wir aus der Region“.

Das gesamte Sortiment im Blick

Neben ihren Eigenmarken legt die REWE Group auch Wert auf nachhaltigere Markenartikel. Um das Bewusstsein für Nachhaltigkeit bei diesen Produkten zu stärken, stellt die REWE Group im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitswochen gemeinsam mit der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis und dem Medienpartner DIE WELT ausgewählte und vom Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP) geprüfte Markenprodukte beim „Hallo Erde!“-Verbraucherpreis zur Wahl (siehe auch Special: „Wissen ist (Konsumenten-)Macht“). Insgesamt hat die REWE Group so über 6.700 nachhaltigere Produkte in ihrem Sortiment. Neben Bio, Regional und dem PRO PLANET-Label finden sich im Sortiment der REWE Group weitere unabhängige Labels, deren Kriterien zum Teil auch im PRO PLANET-Prozess Anwendung finden. So ist zum Beispiel auf Eigenmarken-Schokolade auch das UTZ Certified-Logo zu sehen. Zu den etablierten Kennzeichnungen für nachhaltigere Produkte und Dienstleistungen in den Sortimenten der Vertriebslinien der REWE Group gehören unter anderem folgende Siegel: ASC, Cotton made in Africa, der Blaue Engel, Fairtrade, FSC®, MSC, PEFC™, Rainforest Alliance oder UTZ Certified.

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Über 6.700 nachhaltigere Produkte hat die REWE Group im Sortiment