• Immer vor Ort

Fast 330.000 Mitarbeiter tragen das Engagement der REWE Group. Sie kennen ihre Kunden und Lieferanten, sie gestalten täglich ihren Arbeitsplatz. Und sie sind immer vor Ort – in den Märkten, den Lagern und der Verwaltung. Deshalb sind die Beschäftigten wichtige Botschafter für Nachhaltigkeit: Sie entdecken Verbesserungspotenziale und wissen, welche Maßnahmen wo am besten funktionieren. Die REWE Group möchte durch Informationen den Blick ihrer Mitarbeiter schärfen und ihr Wissen nutzen, um ihnen und den Kunden die Vielfalt der Möglichkeiten für nachhaltigeres Handeln zu eröffnen.

Den nachhaltigeren Konsum zu fördern, ist ein wichtiges strategisches Ziel der REWE Group – und dabei sind ihre Mitarbeiter die wesentlichen Ansprechpartner für die Kunden. Um diesen Ansatz weiter zu stärken, wurde das Konzept des Nachhaltigkeitsbotschafters entwickelt. Zunächst wurden in der REWE-Region West für jeden REWE-Markt freiwillige Personen gesucht, die diese Aufgabe übernehmen wollen. Ziel ist es, dass die Botschafter die Nachhaltigkeitsthemen in die Märkte tragen, eigene Ideen entwickeln und Kunden und andere Mitarbeiter begeistern. So stehen sie dann für Fragen ihrer Kunden und Kollegen zur Verfügung und können vor Ort zeigen, dass Nachhaltigkeit sinnvoll und positiv ist.

„Ich denke, dass man heute schon was für morgen tun muss“, sagt René Keuchen vom Markt in der Tußmannstraße in Düsseldorf-Pempelfort. „Bei der REWE habe ich das Gefühl, mich richtig entfalten zu können. Deshalb bin ich Nachhaltigkeitsbotschafter geworden.“ Bei der ersten großen gemeinsamen Veranstaltung am 5. November 2014 kam er mit 350 weiteren Mitarbeitern aus Märkten und Verwaltung zusammen, um in Workshops und einer Diskussionsrunde im Format eines Worldcafés zu diskutieren und zu definieren, was die Aufgabe ausmacht.

Die zweite große Veranstaltung fand am 17. und 18. Juni 2015 statt. Hier erlebten die Teilnehmer Fachvorträge zu Themen wie Regionalität, PRO PLANET oder der Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU). Außerdem wurde der sichere Umgang mit kritischen Kundenfragen in verschiedenen Workshops geübt.

Nachhaltigkeitsbotschafter:
Die Ansprechpartner im Markt

Als besonders wichtig empfanden die Teilnehmer das umweltbewusste Handeln im Markt selbst, zum Beispiel durch reduzierten Strom-, Verpackungs- und Papierverbrauch und Recycling. Einem Botschafter kommt dabei die Aufgabe zu, Probleme zu erkennen und Arbeitsabläufe nachhaltiger zu gestalten. Zudem wollen die Botschafter ihr Fachwissen, zum Beispiel über Nachhaltigkeitssiegel, ausbauen und das Erlernte proaktiv an Kollegen und Kunden weitergeben. Dazu brauchen sie einen erweiterten Handlungsspielraum, das heißt vor allem Zeit für Informationsaustausch, Aktionen und regelmäßige Gespräche.

Zu den Aufgaben der Nachhaltigkeitsbotschafter gehört vor allem die Planung und Umsetzung nachhaltiger Projekte, wie zum Beispiel der Nachhaltigkeitswochen. Der Einsatz der Nachhaltigkeitsbotschafter geht jedoch über zentral gesteuerte Aktionen hinaus: „Jeder Nachhaltigkeitsbotschafter ist eine eigene, kleine Denkfabrik“, ist René Keuchen überzeugt. Deshalb ermutigt die REWE Group ihre Mitarbeiter dazu, auch eigene Projekte anzustoßen. Keuchen hat beispielsweise für seinen Markt Boxen gebaut, in denen er alte Brillen der Kunden sammelt. Über eine Hilfsorganisation werden diese dann nach Afrika übermittelt.

Jeder Radler ein Baum: Im Rahmen der Nachhaltigkeitswochen pflanzte die REWE Group für alle Kunden und Mitarbeiter, die am 8. bzw. 9. August 2014 mit dem Fahrrad kamen, einen Baum.
Immer vor Ort: Mitarbeiter tragen Nachhaltigkeitsthemen in die Märkte und stehen für Fragen ihrer Kunden und Kollegen zur Verfügung.

Radeln für das Klima: 300.000 neue Bäume

Im Rahmen der Nachhaltigkeitswochen 2013 und 2014 unterstützte die REWE Group den Klimaschutz mit der Mitmachaktion „Zu REWE radeln“: Am 8. Juni 2013 und am 9. August 2014 waren die Kunden aufgerufen, mit dem Rad zu einem der teilnehmenden REWE- oder nahkauf-Märkte zu kommen. Jeder, der auf die Autofahrt verzichtete, leistete nicht nur etwas Gutes für seine Gesundheit – REWE pflanzte für jeden Radler zusammen mit der Organisation „Plant-for-the-Planet“ einen Baum. Auch alle Mitarbeiter der Zentralstandorte der REWE Group waren dazu aufgerufen, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu kommen. Mehr als 300 von ihnen radelten für ein besseres Klima in die Kölner Büros. So kamen in beiden Jahren insgesamt 300.000 Bäume zusammen, die zum Beispiel in Malaysia, auf den Philippinen und in Thailand gepflanzt wurden.

Sozialprojekte für Azubis:
Einsatz für Kinder und Tiere

Jedes Jahr engagiert sich der REWE-Nachwuchs der Kölner Zentralstandorte für soziale und umweltbezogene Projekte. 2014 unterstützten 25 Azubis der REWE Group-Zentralstandorte Einrichtungen für Kinder und Jugendliche sowie Tierheime in Köln. Sie konnten dabei auf die Unterstützung ihrer Kollegen aus den unterschiedlichen Geschäftsbereichen zählen, die ihnen mit Rat und Materialspenden bei der Umsetzung ihrer Projekte halfen.

Eine der sechs Gruppen sammelte unter den REWE-Mitarbeitern 17 Umzugskartons voller Spielzeug für das Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße. Die kleinen Patienten durften sich dann je ein Spielzeug aussuchen. „Die Arbeit mit teilweise schwer kranken Kindern war für uns alle eine neue Erfahrung, die uns noch lang beschäftigt hat“, sagt der REWE-Auszubildende Oliver Funk, der in der Gruppe „Kinderkrankenhaus“ mitgeholfen hat.

REWE Group Star:
Kreative Teams für nachhaltige Projekte

Beim REWE Group Star-Wettbewerb werden konzernweit Auszubildende und Nachwuchskräfte kreativ. In Teams planen sie selbstständig eine Aktion, die zu einer der vier Nachhaltigkeitssäulen („Grüne Produkte“, „Mitarbeiter“, „Energie, Klima und Umwelt“, „Gesellschaftliches Engagement“) passt. 2014 sollten die 45 angemeldeten Gruppen ohne Budget und dafür mit vielen guten Ideen ein eigenes Nachhaltigkeitsprojekt auf die Beine stellen.

Einsatz für Nachhaltigkeit: Auszubildende und Nachwuchskräfte werden für ihre kreativen Projekte im Wettbewerb REWE Group Star ausgezeichnet.

In der Kategorie „Auszubildende“ gewann das Team „Green Thumbs Up“ aus Niederbayern. Die Azubis der PENNY-Filiale in Tann gaben ihr Wissen über Recycling und Lebensmittelverschwendung altersgerecht an Kinder weiter. Anschließend versteigerten sie die von den Kindern gemalten Bilder zum Thema Umweltschutz, kauften mit dem Erlös kleine Bäumchen und pflanzten sie gemeinsam mit den Kindern ein. Den ersten Platz in der Kategorie „Nachwuchskräfte“ sicherte sich das Team „REWEs Beste Wahl“. Mit einer Tombola und Spendensammlungen gewann es nicht nur Kollegen und Kunden für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS), sondern auch 1.000 Euro zur finanziellen Unterstützung der gemeinnützigen Organisation.

Online lernen, live erleben:
REWE macht Nachhaltigkeit anfassbar

Nicht nur für Marktbotschafter und Nachwuchskräfte ist das Thema Nachhaltigkeit relevant. Die REWE Group fördert deshalb das soziale und ökologische Bewusstsein all ihrer Mitarbeiter auf vielen Ebenen. Bereits 2012 und 2013 nahmen rund 70.000 Beschäftigte an der E-Learning-Initiative für Nachhaltigkeit teil (Siehe auch Entwicklung)

2014 sensibilisierte die REWE-Region West ihre Mitarbeiter mit einer eigenen Messe zum Thema. „Mit den Green Days haben wir Nachhaltigkeit anfassbar und erlebbar gemacht“, sagt Joachim Ax, Regionsleiter REWE West und „Erfinder“ der Green Days-Messe. Über 80 Aussteller auf rund 8.000 m² konnte er mit seinem Team gewinnen, um Umweltschutz und Fairness hautnah zu vermitteln. An vielen spannenden Ständen und Aktionen erfuhren die Besucher, wie sie ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten und dabei sogar noch Geld sparen können.

Freiwillige willkommen:
Eine Börse für soziales und ökologisches Engagement

Wer sich auch privat allein oder mit Kollegen für die Gesellschaft oder die Umwelt engagieren möchte, findet dafür im Mitarbeiterportal mit der Börse für soziales und ökologisches Engagement eine Anlaufstelle. Sie ist ein Angebot der REWE Group für Mitarbeiter am Standort Köln, die sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich engagieren möchten. Die Engagementgesuche in der Börse stammen von Organisationen und Einrichtungen aus Köln und der Umgebung und decken verschiedene Bereiche ab. So etwa die Unterstützung oder Begleitung von Menschen, handwerkliche Tätigkeiten oder die Unterstützung von gemeinnützigen Organisationen oder Einrichtungen. Darunter etwa die Verteilung von Lebensmitteln an Bedürftige, die Renovierung von Räumen einer sozialen Einrichtung, die Assistenz bei Theaterveranstaltungen, ein Ausflug mit Flüchtlingen oder Senioren, die Verschönerung von Gartenanlagen oder der Bau eines Geheges für Tiere in Not. Die Angebote in der Börse sprechen sowohl Einzelpersonen als auch Teams an. Auch unterscheiden sie sich darin, ob sie einmalig oder längerfristig ausgeübt werden.

Damit das über 300.000-köpfige Team des Handels- und Touristikunternehmens vom Engagement der Kollegen erfährt und Inspirationen zum Selbst-aktiv-Werden bekommt, baut die REWE Group die interne Kommunikation ständig aus. So informiert beispielsweise das Mitarbeiter-Magazin „one“ jeden Monat in der Rubrik „Verantwortung“ über Nachhaltigkeitsprojekte und Mitmachaktionen für Mitarbeiter. Im wöchentlichen Newsletter gibt es zudem aktuelle Nachrichten, Hintergrundinformationen und Tipps für einen nachhaltigeren Konsum- und Lebensstil. Als Futter für viele tausend kleine Denkfabriken.